Telekom Baskets Bayreuth kommt zum Karnevalsspiel

BONN · Am Karnevalssamstag erwarten die Telekom Baskets Bonn das Überraschungsteam aus Bayreuth. 6000 verkleidete Fans werden zur Baskets-Party erwartet, die ersten 666 erhalten einen Getränke-Gutschein.

 Von wegen Daumen runter: Baskets-Trainer Predrag Krunic ist mi der Entwicklung von Jamarr Sanders sehr zufrieden. In Finnland war er zweitbester Bonner Schütze.

Von wegen Daumen runter: Baskets-Trainer Predrag Krunic ist mi der Entwicklung von Jamarr Sanders sehr zufrieden. In Finnland war er zweitbester Bonner Schütze.

Foto: Jörn Wolter / wolterfoto.de

Ein in doppelter Hinsicht besonderes Spiel wartet auf die Telekom Baskets Bonn am Samstag (20.30 Uhr, Telekom Dome). Zum einen wird im traditionellen Karnevalsspiel der närrische Ausnahmezustand ausgerufen, bei dem 6000 verkleidete Fans ihre ohnehin schon gute Laune durch einen Sieg auf ein Jahresallzeithoch getrieben sehen wollen. Zum anderen stellt sich mit medi Bayreuth der Tabellenvierte der Basketball-Bundesliga vor, gegen den die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic zwei wertvolle Punkte einsammeln könnte, um im weiteren Verlauf der Rückrunde in der Tabelle vielleicht weiter nach oben zu klettern.

Gestern morgen kamen die Baskets von ihrem erfolgreichen Auslandseinsatz bei Kataja Basket in Finnland zurück. Mit dem 88:84-Erfolg haben sie das Viertelfinale im Fiba Europe Cup erreicht und dabei die Erkenntnis gewonnen, auch schwächere Phasen gut überstehen zu können. „In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt, aber nach der Pause haben wir sehr gut verteidigt und am Ende auch gut getroffen“, blickte Krunic zurück.

Besonders gefreut hat ihn die Vorstellung von Jamarr Sanders, der sich immer besser ins Team einfügt. Krunic: „Jedes Training, jedes Spiel ist für ihn ein Gewinn. Die Pause, die er hatte, war lang. Er kann noch besser werden.“ Der Schlüssel zum Sieg in Finnland war für den Bonner Coach, „dass wir trotz des Rückstandes nicht in Panik geraten sind und uns Schritt für Schritt aus der Situation befreit haben.“

Krunic sieht kleinen Vorteil für Bayreuth

Diese mentale Stabilität soll auch gegen Bayreuth die Grundlage für den Erfolg sein. Allerdings sieht Krunic einen kleinen Vorteil bei den Bayreuthern, „weil wir nur zwei Tage für die Vorbereitung auf dieses Spiel haben.“ Denn die Begegnung in Finnland habe viel Kraft gekostet, körperlich und eben auch mental. Krunic: „Das Wichtigste ist, dass wir neue Energie tanken, die nötig sein wird, diese starken Bayreuther zu schlagen.“

Die Mannschaft von Trainer Raoul Korner ist die Überraschungsmannschaft der Liga und lag lange Zeit auf Tuchfühlung zur Spitze. Inzwischen mussten die Franken abreißen lassen. In den vergangenen sechs Spielen kamen sie auf eine ausgeglichene Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen. Das Hinspiel gegen Bonn gewann Bayreuth mit 83:78, wobei der Gast vom Rhein seine Siegchancen durch ein mit 11:28 verlorenes erstes Viertel verspielte und dieses Manko auch durch die gewonnenen drei restlichen Viertel nicht wettmachen konnte.

„So etwas darf diesmal nicht passieren. Es wird eine besondere Stimmung im Telekom Dome sein, mit viel Energie auf den Tribünen. Diese Energie müssen wir nutzen, um den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen“, sagte Krunic. Bayreuth zeichnet sich durch ein schnelles Spiel, starke Individualisten und eine gute Balance zwischen Innen- und Außenspiel aus.

Rückkehr von Wachalski

Zuallererst gilt es, die beiden gefährlichen Guards Trey Lewis und Kyan Anderson an die Kette zu legen. Nate Linheart auf dem Flügel sowie Power Forward De'Mon Brooks und Center Assem Marei gehören noch zur Startformation. Von der Bank können Center Andreas Seifert, Guard Bastian Doreth und ein alter Bekannter jederzeit für Gefahr sorgen. Gemeint ist „Steeeeeve“ Wachalski, der an der Dreierlinie auf keinen Fall heiß laufen darf.

Die Halle öffnet schon um 18.30 Uhr. Die ersten 666 Fans erhalten einen Getränke-Gutschein. Es wird nur eine Abholkasse, aber keine Tageskasse geben, denn das Spiel ist ausverkauft.