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BBL: Telekom Baskets kassieren gegen Hamburg zweite Niederlage in Folge

Hamburg gewinnt in Bonn : Telekom Baskets kassieren zweite Niederlage in Folge

Die Telekom Baskets haben es verpasst, die Tabellenführung in der BBL auszubauen. Ohne die coranaerkrankten Karsten Tadda und Javontae Hawkins unterlagen die Bonner den Hamburg Towers mit 80:92.

Die Spieler der Telekom Baskets schlichen enttäuscht in die Kabine, als die Hamburg Towers einen Kreis bildeten und ihre Freude herausschrieen. Nach einem Abend, an dem für die Bonner nicht viel zusammengelaufen war, stand auf der Anzeigetafel im Telekom Dome eine 80:92 (20:28, 18:24, 22:22, 20:18)-Niederlage. Für die Hausherren bedeutete es nach der verlorenen Partie in Crailsheim die zweite Niederlage in Folge, womit es die Mannschaft von Cheftrainer Tuomas Iisalo verpasste, ihre Tabellenführung in der Basketball-Bundesliga angesichts der Niederlage des FC Bayern gegen Chemnitz auszubauen. „Hamburg war immer einen Schritt schneller, wir hatten in der ersten Halbzeit große Probleme in der Verteidigung“, resümierte Iisalo nach dem Spiel.

Der Baskets-Headcoach musste seine favorisierte Starting Five dieses Mal erzwungenermaßen umbauen: Kapitän Karsten Tadda war am Freitag ebenso wie Javontae Hawkins positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weitere Nachtests innerhalb der Mannschaft am Wochenende fielen negativ aus, sodass die Partie am Sonntag ausgetragen werden konnte. Tadda wurde in der Startformation durch Skyler Bowlin ersetzt, neben ihm begannen wie gewohnt Parker Jackson-Cartwright, Jeremy Morgan, Justin Gorham und Leon Kratzer. Neu ins Team stießen Jonas Falkenstein und Matt Frierson.

Auch auf die Unterstützung der Fans mussten die Baskets verzichten. Anders als beim vorherigen Heimspiel gegen Braunschweig durften nun auch die Besitzer einer Herzblut-Dauerkarte nicht mehr in die Halle. Und es schien, als würde sich dies auf das Spiel der Bonner auswirken. Beide Teams starten mit viel Tempo, aber auch überhasteten Abschlüssen. Nach wenigen gespielten Minuten verließ Center Leon Kratzer humpelnd das Feld und ging zur Behandlung in die Kabine.

Telekom Baskets leisten sich viele Ballverluste

Hamburg erarbeitete sich eine knappe Führung, die Caleb Homesley zum 22:14 ausbaute – Iisalo war merklich unzufrieden und nahm die erste Auszeit. Es änderte sich jedoch wenig, seine Mannschaft blieb fahrig und beendete das erste Viertel mit einem Rückstand von acht Punkten (20:28). Bis zu diesem Zeitpunkt standen bei den Baskets bereits sechs Ballverluste zu Buche. Immerhin war Kratzer zurück im Halleninnenraum und machte hinter der Bonner Bank leichte Belastungsübungen.

Beide Teams leisteten sich nach der kurzen Pause einige Fehler, Hamburg profitierte jedoch von seiner starken Dreierquote und tat den Hausherren damit enorm weh. Nach einem weiteren Treffer der Gäste aus der Distanz lagen die Baskets erstmals mit zehn Punkten in Rückstand (32:42, 17.). Bonn tat sich schwer, die Offensive der Norddeutschen zu stoppen und half dem Team von Trainer Pedro Calles immer wieder mit Ballverlusten, wie etwa unmittelbar vor der Halbzeit: Robin Christen nutzte dies und erhöhte zum 52:38 aus Towers-Sicht – es gab in der Pause für Iisalo und sein Team viel aufzuarbeiten.

Die zweite Hälfte begann für die Baskets mit einer positiven Nachricht: Kratzer kehrte zurück aufs Feld, konnte aber nicht zu einer Trendwende beitragen: Der Rückstand blieb zunächst konstant bei mehr als zehn Punkten. Zwei Dreier von Tim Hasbargen und ein And One von Michael Kessens verkürzten den Rückstand auf elf Zähler (60:71, 30.), Calles nahm zur Sicherheit eine Auszeit, um die kleine Erfolgsphase der Baskets zu stoppen.

Der Schlussabschnitt startete mit einem Bonner Ballgewinn, Punkten von Kessens und einem Defensivrebound von Gorham. Doch wann immer es sein musste, war Homesley zur Stelle und schenkte den Baskets einen Dreier ein. Hinzu kam, dass sich Hamburg deutlich mehr Offensivrebounds sicherte und allgemein fast jeder hart umkämpfte Abpraller in den Händen der Towers landete. Nach eigenem Ballverlust kassierte der an diesem Abend glücklose Ersatzkapitän Bowlin ein Unsportliches Foul, was Hamburg zur 81:70-Führung nutzte. Jackson-Cartwright blieb das ganze letzte Viertel auf der Bank.

Auch wenn nicht viel zusammenlief, verloren die Hausherren nicht den Glauben an das große Comeback und kämpften sich bis in die Schlussminute auf acht Zähler heran. Ohne die mit fünf Fouls ausgeschiedenen Gorham, Kessens und Morgan war es jedoch ein hoffnungsloses Unterfangen.

Bonn: Skyler Bowlin 3 Punkte/1 Dreier, Matt Frierson, Justin Gorham 10, Tim Hasbargen 8/2, Parker Jackson-Cartwright 12/2, Michael Kessens 17, Leon Kratzer 2, Jeremy Morgan 18/4, Tyson Ward 10.

Hamburg: Brown 14/2, Christen 4/1, DiLeo 12/3, Edigin 4, Hinrichs 10, Homesley 33/7, Kotsar 3, McCallum 2, Meisner 10/2, Rich.

Trefferquote: Bonn 54% (32/59), Hamburg 41% (30/74); Dreierquote: Bonn 32% (9/28), Hamburg 36% (15/42); Freiwurfquote: Bonn 70% (7/10), Hamburg 63% (17/27); Rebounds: Bonn 38 (Bester: Gorham 8), Hamburg 37; Assists: Bonn 24 (Bester: Bowlin 12), Hamburg 20; Ballgewinne: Bonn 3, Hamburg 9; Ballverluste: Bonn 18, Hamburg 7; Fouls: Bonn 26 (Gorham, Kessens, Morgan je 5), Hamburg 18 (Hinrichs 5); Zuschauer: keine.