Basketball-Bundesliga Telekom Baskets gewinnen mit 100:85 gegen Oldenburg

Bonn · Die Telekom Baskets Bonn haben das wichtige Spiel gegen Oldenburg mit 100:85 gewonnen und damit ihre Position im Rennen um die Playoff-Plätze wieder verbessert. Die Fans im Telekom Dome freuten sich über ein ganz besonderes Comeback.

Bonn: Telekom Baskets gewinnen mit 100:85 gegen Oldenburg​
Foto: Jörn Wolter / wolterfoto.de

Start-Ziel-Sieg für die Telekom Baskets Bonn. So verdient wie deutlich hat die Mannschaft von Cheftrainer Roel Moors ihr Nachholspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg mit 100:85 (39:22, 16:22, 20:19, 25:22) gewonnen. Als die Gäste zum Ende des dritten Viertels mit physischem Spiel noch einmal auf fünf Punkte herankamen, erholte sich die Bonner Dreierquote und beendete die Oldenburger Aufholjagd und Hoffnungen. „Oldenburg hat uns das Leben nach einem guten Start schwer gemacht, aber wir haben den Fokus behalten. Wir haben viele offensive Möglichkeiten und es macht Spaß, sie zu nutzen“, sagte Brian Fobbs.

Für viele Baskets-Fans war es von Beginn an ein besonderer Abend. Denn Frank Piontek, der legendäre Baskets-Hallensprecher, gab sein Comeback. Weil die beiden etatmäßigen Hallensprecher verhindert waren, sprang „The Voice“ ein. Ein anderer war nicht dabei: Deane Williams musste zusehen. Beim Bonner Champions-League-Sieger, inzwischen in Oldenburg unter Vertrag, war eine Muskelverletzung wieder aufgebrochen. Aus den Händen von Baskets-Sportchef Savo Milovic erhielt er sein Champions-League-Trikot mit der Nummer 24 und dem goldenen Siegerlogo und von den Rängen tosenden Applaus. Er war offensichtlich ein wenig angefasst.

„Pio“ bekam gleich zu Beginn einiges zu tun. Die Punkte fielen wie reife Früchte. Noah Kirkwood, in der inzwischen gewohnten Startformation mit Harald Frey, Sam Griesel, Chris Sengfelder und Thomas Kennedy, lieferte die ersten beiden Zähler, Frey den ersten Dreier zum 11:5 nach drei Minuten – begleitet von Pionteks Spruch für die erfolgreichen Distanzwürfe „Netzmusik, gespielt von Harald Frey“.

Da waren die Baskets-Fans in der mit 6000 Zuschauern ausverkauften Halle bereits auf Betriebstemperatur. Als Sengfelder nach fünf Minuten ebenfalls mit „Netzmusik“ zum 19:7 nachlegte, nahm Gästetrainer Pedro Calles eine dringend benötigte Auszeit. Doch der Oldenburger Defensive gelang es nicht, die Baskets, die gute Lösungen suchten und fanden, in den Griff zu bekommen. Frey legte den Gästen mit dem Viertelbuzzer die Punkte 37 bis 39 in den Korb und Calles zeigte nicht erst jetzt leichte Anzeichen der Verzweiflung.

Ins zweite Viertel starteten die Gäste allerdings mit besserer Defensive und einem 6:0-Lauf. Nach zwei kassierten Blocks und fahrigen Offensivaktionen hatte Moors genug gesehen und bat zur Besprechung. Er verlangte mehr Intensität in der Defensive. Die Oldenburger Offensive war im Spiel, doch auch die der Baskets kehrte zurück. Erst Sengfelder konnte die ersten Bonner Punkte des zweiten Viertels zum 41:30 erzielen (14.). Per Dreier legte der starke Baskets-Kapitän nach (44:32, 15.).

Oldenburg mit viel Physis nach der Pause

Für Spektakuläres sorgten Frey und Kennedy. Ein hohes Anspiel des Norwegers stopfte der Kanadier zu großen Begeisterung der Halle durch den Ring (47:36, 17.). „Der Dome spielt Defense“, rief Piontek ins Mikro. Und der Dome spielte Defense. Eine ansehnliche Partie ging mit einem Tip-In von Sengfelder zum 55:44 in die Halbzeit.

Der Start in die zweite Hälfte machte deutlich, was Calles seiner Mannschaft verordnet hatte: Mehr Physis. Die Bonner mussten jetzt mehr arbeiten für ihre Würfe – und diese wurden schwieriger. Das schlug sich auch auf der Anzeigetafel nieder. Nach 27 Minuten war der Vorsprung auf fünf Zähler zusammengeschmolzen (62:57). Brian Fobbs fand die Medizin für die kränkelnde Bonner Phase: Zwei Dreier, die die aufkommende Hoffnung der Niedersachsen empfindlich trafen.

Das Schlussviertel gestalteten die Baskets dann ähnlich souverän wie den ersten Durchgang. Die Überlegenheit zeigte sich in sämtlichen Statistiken. Aus Bonner Fansicht rundete Moors die Partie dann mit der Einwechslung von Florian Koch an dessen 32. Geburtstag ab. Auch Neuzugang Lars Thiemann bekam seine erste Spielzeit im Telekom Dome.

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