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Braunschweig ist ein gefährlicher Gegner

Telekom Baskets : Braunschweig ist ein gefährlicher Gegner

Zum zweiten Pokalspiel erwarten die Telekom Baskets am Sonntag die Löwen. Der Gegner muss am Samstag schon gegen Oldenburg spielen.

Nur einmal sagt Igor Jovovic „unter diesen Umständen“, ansonsten bleibt das Thema Corona außen vor. Der Trainer der Telekom Baskets bemüht sich um Business as usual, wohl wissend, dass dieses Konstrukt auf dünnem Eis steht. Eigentlich hätte sein Team im Pokalwettbewerb am Samstagabend gegen Alba Berlin antreten sollen, doch sechs Albatrosse sind inzwischen positiv auf den Sars-COV-2-Erreger getestet worden und vorerst außer Gefecht (siehe Kasten). Das Gesundheitsamt Berlin Mitte ordnete 14 Tage Quarantäne an. Also spielen die Baskets erst am Sonntag gegen Braunschweig (15 Uhr, keine Zuschauer zugelassen, live auf MagentaSport).

Schon am vergangenen Sonntag hatte die Berliner Partie gegen die Basketball Löwen Braunschweig abgesagt werden müssen, weil ein positives Test-Ergebnis vorlag. Alba reiste unverrichteter Dinge aus Bonn ab – und erfuhr in Berlin von fünf weiteren Fällen im Mannschaftskreis. Es müssen also nicht unbedingt alle Betroffenen Spieler sein.

Da Berlin in diesem Fall das Recht auf Spielverlegung hat, musste sich die BBL vom engen Spielplan mit dem Pokal-Top4 in München am 1./2. November verabschieden. Das Finalturnier findet später statt, wann genau ist noch ungewiss. Das Bonner Turnier, eines von vier Qualifikationsturnieren für die Halbfinals, wird sich also in die Länge ziehen. Da die Baskets am Samstagabend nun nicht gegen Berlin spielen, können sie am Nachmittag (15 Uhr) bei MagentaSport ihren Gegner für Sonntag beobachten: Die Basketball Löwen Braunschweig treten gegen die EWE Baskets Oldenburg an, die nach der überraschenden Niederlage gegen Bonn vom vergangenen Wochenende schon unter Erfolgsdruck stehen.

Die Löwen werden also das Samstagsspiel in den Beinen haben, wenn sie auf die Baskets treffen. Baskets-Cheftrainer Igor Jovovic konzentriert sich im Wesentlichen auf sein eigenes Team. Die Vorbereitung auf einen Gegner mache noch nicht allzu viel Sinn: „Testspiele zeigen nicht unbedingt das wahre Gesicht einer Mannschaft“, glaubt er, ergänzt aber, dass er seine Mannschaft vor einem jungen Team warnt, das im Laufe der Saison vielleicht nicht konstant spielen wird, aber in einzelnen Spielen jedem Gegner gefährlich werden kann.

Sein Team war neben Medi Bayreuth, das in der Weißenfelser Gruppe D den FC Bayern besiegte, die Überraschung des Pokalauftakts. Verglichen  mit manch anderer Pokalpartie, die noch stark nach Vorbereitung aussah, präsentierten sich die Baskets schon vergleichsweise eingespielt. In Defensive und Offensive. Jovovic bremst ein wenig: „Es war EIN Spiel“, sagt er, hofft aber, dass sein Team auf diese Leistung aufbauen kann. „Wir müssen mit der Energie der Braunschweiger rechnen und entgegenwirken“, erklärt er und ergänzt: „Wir müssen Ballverluste vermeiden und dürfen ihnen keine einfachen Punkte erlauben. Und: Wir müssen schlaue Entscheidungen in der Offensive treffen.“

Einer, der das am vergangenen Sonntag gemacht hat, war Center Leon Kratzer, der die etablierten Oldenburger Big Men schlecht aussehen ließ. Das wäre dem Trainer natürlich wieder recht, muss aber nicht sein: „Ich will, dass wir als Team gut spielen. Meinetwegen kann in jedem Spiel ein anderer zum Matchwinner werden. Oder eben alle zusammen. Wir wollen das Beste aus unseren Möglichkeiten machen.“