Baskets-Jugend Kleinen Baskets gelingt die Titelverteidigung

Bonn · Nach einem 140:101-Erfolg im Finale gegen den Osterather TV ist die U12 der Telekom Baskets Bonn wieder Westdeutscher Meister. Ein Motivationsvideo kommt von den Profis.

Jubelsturm nach dem Finale: Die Baskets-U12 feiert den Titel.

Jubelsturm nach dem Finale: Die Baskets-U12 feiert den Titel.

Foto: Deutsche Telekom/Ittermann

Tom Breuer dribbelte auf der Stelle und ließ die restliche Spielzeit von der Uhr laufen. Von der Tribüne skandierte ein kleiner, aber lautstarker Fanclub: „MVP, MVP!“ Dem so nach 61 Punkten im Finale als wertvollster Spieler des Top4 gefeierten Spieler der Telekom Baskets war das sichtlich peinlich. Er blickte zu Boden und wurschtelte verlegen mit der Hand durch seinen blonden Pony. Dann erlöste ihn die Schlusssirene. Als der Jubel losbrach, legte er den Ball aufs Parkett und feierte mit seinem Team den Titelgewinn: Die U12 der Telekom Baskets ist Westdeutscher Meister und beerbt ihren Vorgängerjahrgang, der sich im Finalturnier des Vorjahres ebenfalls durchgesetzt hatte. Es ist der höchste Titel in dieser Altersklasse.

„Es ist ein grandioses Gefühl, wieder den Titel zu gewinnen“, sagte Trainer Alexander Pütz. „Wir haben zwei starke Spiele gegen gute Gegner aus Recklinghausen und Oste­rath gezeigt, konnten in den Spielen unseren Basketball durchziehen und haben daher auch am Ende verdient gewonnen.“ Nach einer perfekten Saison mit 16 Siegen aus 16 Spielen gingen die Baskets als Favorit ins Finalturnier auf dem #HEARTberg. Nach einem 150:94-Erfolg im Halbfinale gegen Citybasket Recklinghausen erwarteten die Baskets im Finale den Osterather TV als Gegner.

Die kleinen Baskets hatten kurz vor dem Finale noch eine Grußbotschaft der Profis vor deren Spiel in Crailsheim zugesandt bekommen. Der kleine Fanclub hatte sich vom Hallen-DJ die Baskets-Hymne gewünscht. Danach stellte Hallensprecher Frank Piontek die Mannschaften vor. Dann bekamen die gut 400 Zuschauer tollen Basketball zu sehen. Hakenwürfe, Bodenpässe, Spin Moves – da war von allem was dabei. Wie bei den Großen.

Es wird acht Achtel lang ohne Shotclock gespielt. Gewechselt wird zwischen den Achteln, es gibt keine Auszeiten. Die Körbe hängen auf 2,60 Meter Höhe, alle Würfe von außerhalb der Zone zählen drei Punkte. Die Spieler müssen mindestens zwei und dürften höchsten sechs Achtel spielen – damit niemand nur auf der Bank sitzt und die besonders starken nicht durchspielen.

Es ging flott hin und her und manche Aktion ließ die Fans auf der Haupttribüne staunen. Auf den Bänken bejubelten die Spieler mit den Gesten der Großen Drei-Punkte-Würfe, der kleine Fanclub – mit Flüstertüte und Trommeln – feierte ebenfalls mit den Sprechchören der Vorbilder von der Stehtribüne und forderte die Zuschauer auf: „Steht auf, wenn ihr Bonner seid!“ Auch das Mini-Dance-Team trug zur Finalatmosphäre bei. Die Baskets führten schnell deutlich, dann kam Osterath wieder ran. Wirklich spannend wurde es nicht, auch, weil Tom Breuer einen glänzenden Tag erwischt hatte. Beim Endstand von 140:101 legte er den Ball zu Boden und die Feierlichkeiten begannen. Mit „Sweet Caroline“. Wie bei den Großen.

Telekom Baskets U12: Julian Achtruth, Jonas Schoene, Faris Keric, Diego Ponce de Leon, Kamil Wolny, Mika Wohlert, Tom Breuer, Ahmet Tuna Karamanli, Ba-Henry Nguan, Ben Kälicke, Niilo Heyn. Trainer: Alexander Pütz und Simon Mellinghoff.

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