Telekom Baskets gegen Braunschweig Letztes Heimspiel des Jahres

BONN · Profi-Basketballer in Deutschland zu sein, bedeutet in der ersten Bundesliga, auch an Weihnachten seinem Job nachgehen zu müssen. Der Spielplan will es so. Über die Feiertage bereitete Mathias Fischer, Trainer der Telekom Baskets Bonn, seine Mannschaft auf das Heimspiel gegen die Löwen Braunschweig am Sonntag um 18 Uhr im Telekom Dome vor.

 Mit 81:77 gewannen Eugene Lawrence (links) und die Telekom Baskets Bonn das letzte Heimspiel gegen Kyle Visser und die Löwen Braunschweig im vergangenen April.

Mit 81:77 gewannen Eugene Lawrence (links) und die Telekom Baskets Bonn das letzte Heimspiel gegen Kyle Visser und die Löwen Braunschweig im vergangenen April.

Foto: Jörn Wolter / wolterfoto.de

Es ist die vorletzte Pflichtaufgabe der Bonner in diesem Jahr. An Silvester müssen sie noch bei den Crailsheim Merlins antreten.

Das sind zwei lösbare Aufgaben, mit denen sich der 16-malige Playoff-Teilnehmer nicht nur eine gute Ausgangsposition schaffen kann, sich erneut in den illustren Kreis der acht Mannschaften zu spielen, die am Ende um den Titel kämpfen werden. Die Baskets können sich auch für die Teilnahme am BBL-Pokal qualifizieren. Pokal-Gastgeber Oldenburg ist bereits für das Top-Four-Turnier (5./6. April) gesetzt, die sechs besten Mannschaften der Bundesliga-Hinrunde spielen in einer Qualifikationsrunde die restlichen drei Teilnehmer aus. Wer dann gegen wen spielt, wird ausgelost. Gewinnen die Baskets ihre beiden letzten Spiele des Jahres, sind sie in der Qualifikationsrunde dabei.

Nach einem Durchhänger in Bundesliga und Eurocup, der sich mit fünf Niederlagen in Folge manifestierte, haben die Bonner wieder Fahrt aufgenommen. National gewannen sie zuletzt gegen den Mitteldeutschen BC und Bremerhaven, international ihr letztes Eurocup-Spiel gegen Reggio Emilia. Coach Fischer freute sich besonders über die Geschlossenheit seines Teams, die ihren Höhepunkt gegen Bremerhaven hatte, als elf von zwölf eingesetzten Spielern punkteten und mit 27 Korbvorlagen ein Bestwert für diese Saison aufgestellt wurde. Mit im Schnitt 19,4 Assists sind die Baskets derzeit das zweitbeste Team der Liga - hinter München (20,1).

Ein Indiz für die Geschlossenheit ist auch die Verteilung der Einsatzzeit. Gegen Bremerhaven kamen zehn Spieler auf mindestens 15 Minuten. Im bisherigen Saisonverlauf steht Angelo Caloiaro mit im Schnitt etwas mehr als 26 Minuten am längsten auf dem Feld.

Ganz andere Verhältnisse herrschen beim Gegner Braunschweig. Die Hauptlast verteilt sich auf sieben Spieler, unter denen vier durchschnittlich 29 Minuten und länger aktiv sind. Die gefährlichsten Schützen sind die Guards Trent Lockett (14,4 Punkte pro Spiel) und Dru Joyce (13,4 Punkte, 5,9 Assists). Center Kyle Visser bringt es auf 12,9 Punkte und 5,7 Rebounds, Flügelspieler Tim Abromaitis auf 11,2 Punkte und 5,6 Rebounds. Zwei Bundesliga-Urgesteine, Power Forward Derrick Allen (9,5 Punkte, 4,1 Rebounds) und Immanuel McElroy (7,2 Punkte), komplettieren ein Sextett, das bei den Löwen um Trainer Raoul Korner die meisten Akzente setzt. Aufgrund seiner langjährigen BBL-Zugehörigkeit setzte sich Kapitän McElroy vor Kurzem an die Spitze der ewigen Bundesliga-Bestenliste bei den Assists.

Sollten die Baskets ihre Leistungen aus den vergangenen Spielen bestätigen, stehen die Chancen auf einen Erfolg sehr gut. Denn die Braunschweiger sind auswärts das zweitschlechteste Team der Liga und gewannen in fremden Hallen erst einmal. Eine schlechtere Bilanz weisen nur die Crailsheim Merlins auf. Immerhin aber ließen die Löwen vor eigenem Publikum unter anderem mit einem 77:66-Sieg gegen Bamberg aufhorchen.

Sport1 überträgt das Spiel der Baskets am Sonntag live um 18 Uhr.

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