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Telekom Baskets Bonn: Mädrich führt die Baskets zum Sieg

Telekom Baskets Bonn : Mädrich führt die Baskets zum Sieg

Die Telekom Baskets Bonn präsentieren derzeit eine neue Qualität. Was auch immer der Gegner ihnen anbietet - oder auch wegnimmt -, sie finden das richtige Werkzeug, um am Ende mehr Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen als ihr Gegenüber. Dabei kann die Brechstange im Kasten bleiben.

Das liegt im Wesentlichen auch daran, dass die Mannschaft ganz offensichtlich auf ihre Stärken vertraut und nie die Ruhe verliert.

Also ließ sich der Basketball-Bundesligist auch nicht von einem Zehn-Punkte-Pausenrückstand bei den Artland Dragons beirren und sicherte sich, angeführt vom an alter Wirkungsstätte bestens aufgelegten Center Dirk Mädrich, einen 79:71 (15:20, 18:23, 23:11, 23:17)- Erfolg. Damit nutzte das Team von Trainer Mathias Fischer vor 3000 Zuschauern, darunter 150 kostümierte Bonner, die Patzer der Konkurrenten aus Ulm und Oldenburg, steht punktgleich mit dem Tabellenvierten Ulm auf Rang fünf und hat das Playoff-Heimrecht fest im Blick.

"Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Mathias Fischer, ergänzte dann aber für seine Verhältnisse beinahe euphorisch: "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wir wussten, wir müssen nach der Halbzeit mehr Gas geben und haben dann nur noch 28 Punkte zugelassen. Durch die verbesserte Defense sind wir auch offensiv besser in unser Spiel gekommen. Heute muss ich Dirk Mädrich ein Extra-Lob aussprechen. Er hat ein starkes Spiel gemacht."

So ähnlich wie mit den passenden Werkzeugen zur rechten Zeit, verhält es sich mit der Variabilität derjenigen, die das Werkzeug in die Hand nehmen. Dieses Mal ergriff eben Mädrich die Initiative, sammelte 15 Punkte, leistete Drachen-Center Andreas Seiferth Gegenwehr unter dem Korb, schnappte sich acht Rebounds und traf zwei wichtige Dreier. Neben ihm kam auch Teamkapitän Benas Veikalas auf 15 Punkte, darunter ein ebenso wichtiger wie frecher Dreier in der Crunchtime - wie die Basketballer die Phase, in der es ernst wird, nennen.

"Wir wollten von Beginn an eine Mannschaft aufbauen, die von mehr als nur zwei Schultern getragen wird", sagte Fischer und freute sich wieder über das aufgegangene Konzept seiner Kaderplanung. Wenn man sieht, dass sich etwa Ryan Brooks (2 Punkte) und Angelo Caloiaro (6), vergangene Woche gegen den MBC noch Topscorer, auf dem Scoutingbogen vornehm zurückgehalten haben, zeigt das wieder, wie unberechenbar dieser Kader ist.

Nach einer ersten Halbzeit, in der sich die Baskets neben zehn Ballverlusten auch eine lausige Freiwurfquote leisteten, kamen sie mit mehr Intensität aus der Kabine und verkürzten kontinuierlich den Rückstand. Obwohl die Baskets jetzt entschlossener spielten als das Team von Trainer Tyron McCoy, gestaltete sich die Partie bis ins letzte Viertel wie der Überholvorgang zweier Lkw. Nach dem Ausgleich durch Andrej Mangold (25.) kam der Magenta-Truck nicht am Drachen-Vehikel vorbei.

Weiterhin mit Geduld lenkten die Baskets-Spielmacher Geno Lawrence und Mickey McConnell ihr Team auf der Überholspur und erhöhten noch einmal den Druck auf die Drachen, denen dann leichte Fehler unterliefen, so dass die links-blinkenden Baskets mit zwei Dreiern von Veikalas und Caloiaro endgültig vorbeifuhren.

Und unter dem Hallendach feierten Obelix, Robin Hood, Super Mario und die anderen mitgereisten Bonner Jecken.