1. Sport
  2. Telekom Baskets

Niederlage in Bonn: Starke Baskets verlieren 71:89 gegen FC Bayern

Niederlage in Bonn : Starke Baskets verlieren 71:89 gegen FC Bayern

Nach starkem Kampf haben sich die Telekom Baskets dem Topteam des FC Bayern geschlagen geben müssen. Das Team von Headcoach Will Voigt unterlag den Münchnern im Telekom Dome mit 71:89 (18:33, 18:14, 24:19, 11:23).

Mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler der Telekom Baskets in die Kabine, vorzuwerfen hatten sie sich aber nichts. Nach 40 hochintensiven Minuten mussten sich die Bonner Bundesliga-Basketballer dem Topteam des FC Bayern im heimischen Telekom Dome mit 71:89 (18:33, 18:14, 24:19, 11:23) geschlagen geben. Nach einem starken dritten Viertel, in dem sich das Team von Headcoach Will Voigt bis auf sechs Punkte zurückgekämpft hatte, ging den Hausherren im Schlussabschnitt etwas die Puste aus. „Wir brauchen 40 solcher intensiven Minuten“, sagte Voigt im Anschluss an die Partie, „aber Anerkennung an die Jungs für ihren Kampf.“

Im 900. Bundesliga-Spiel der Baskets-Vereinsgeschichte kam es direkt zu Spielbeginn zum erstmaligen Duell der Brüder Chris Babb und Nick Weiler-Babb. Nach einem kleinen Geplänkel vor dem Start war von brüderlicher Freundschaft für den Rest der Partie erwartungsgemäß nichts mehr zu spüren. Die Gäste, bei denen Cheftrainer Andrea Trinchieri nach abgesessener Ein-Spiel-Sperre wieder an der Seitenlinie stand, kamen besser ins Spiel und setzten die Baskets mit einer 9:2-Führung nach drei Minuten sofort unter Druck. Beide Teams zeigten gleich hohe Intensität, die München besser für sich nutzte. Hinzu kam, dass die eine oder andere Schiedsrichter-Entscheidung in dieser Phase zu Gunsten des Teams aus dem Süden ausfiel.

Durch einen erfolgreichen Dreier von Paul Zipser bauten die Bayern die Führung zügig auf zehn Punkte aus (21:11, 7.). Auf Seiten der Bonner hielt vor allem Leon Kratzer stark dagegen. Der Center setzte sich einige Male stark unter dem Korb durch. Allerdings gelang es dem Team von Voigt kaum einmal, gegen die aggressive Münchner Verteidigung freie Würfe zu kreieren. Bis zum Ende des ersten Viertels setzten sich die Gäste mit sehr guter Trefferquote auf 33:18 ab.

Starkes drittes Viertel der Baskets

Die Hausherren kämpften gegen den hohen Rückstand an. Nachdem Xavier Pollard zum 22:35 verkürzt hatte (12.), nahm Trinchieri eine Auszeit. Sein Team blieb auf dem Gaspedal, Bonn mühte sich, den Anschluss zu halten. Nach einem Dreier von David Krämer stieg die Führung Münchens wieder auf 18 Zähler an (47:29, 18.), doch mit einem 7:0-Lauf bis zur Pause verkürzten die Baskets auf 36:47.

Zu Beginn des dritten Viertels hielten die Bayern den Vorsprung zunächst konstant über zehn Punkte, vor allem Aufbauspieler Wade Baldwin war in dieser Phase kaum zu stoppen. Auf Bonner Seite hielt besonders Kratzer dagegen, er verkürzte die Gäste-Führung mit starker Bewegung unterm Korb auf zehn Punkte (49:59, 27.) – es war so etwas wie ein Weckruf für die Baskets, die nun mit noch mehr Kampfbereitschaft agierten und dafür belohnt wurden. Nachdem Bonn offensiv konstant gepunktet hatte, München gleiches in einer Schwächephase auf der anderen Seite aber nicht mehr gelang, traf Strahinja Micovic kurz vor Ende des dritten Abschnitts mit einem Distanzwurf zum 60:66 – sehr zum Ärger von Trinchieri. Der italienische Coach brüllte in der Pause wild auf Paul Zipser ein.

München dreht im letzten Abschnitt wieder auf

Eine Maßnahme, die das gesamte Team aufweckte. München zog angeführt vom kaum zu haltenden Center Jalen Reynolds an und baute die Führung wieder auf zehn Punkte aus (76:65, 34.). Die Baskets gaben nicht auf, fanden gegen die wieder mit mehr Intensität agierenden Gäste aber nicht mehr viele Lösungen. In der Schlussphase setzten sich die Bayern weiter ab und kamen am Ende zumindest auf dem Papier zu einem deutlichen 89:71-Auswärtserfolg. Einen kleinen zählbaren Erfolg aus Baskets-Sicht verbuchte immerhin Chris Babb: Das Duell mit seinem Bruder Nick (0 Punkte) ging klar an den Bonner (15 Punkte).

Telekom Baskets: Alex Hamilton 12 Punkte, Xavier Pollard 11/1 Dreier, James Thompson IV, Strahinja Micovic 12/2, Jalen Hudson, Chris Babb 15/2, TJ DiLeo 6/5 Assists, Kilian Binapfl, Leon Kratzer 11/13 Rebounds, Gabriel de Oliveira 2, Simonas Lukosius 2.