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Telekom Baskets: Subotic wirft Baskets ins Halbfinale

Telekom Baskets : Subotic wirft Baskets ins Halbfinale

Bonner Basketballer gewinnen den packenden Pokalfight bei Science City Jena mit 89:86. Kapitän Mayo spielt überragend. Am zweiten Weihnachtstag kommt Vechta.

Als Bojan Subotic den Dreier im Korb versenkt hatte, jubelnd zur Bank abdrehte und dort fast von dem ihm entgegensprintenden Stefan Bircevic umgerannt wurde, war für die Telekom Baskets Bonn der entscheidende Schritt ins Halbfinale des Pokals der Basketball-Bundesliga (BBL) getan. 24 Sekunden waren da im Spiel bei Science City Jena nur noch zu spielen. Der letzte Dreier von Julius Jenkins verfehlte nach guter Bonner Verteidigung das Ziel.

Dort, wo die Bonner Ende Oktober in der Bundesliga noch mit 70:82 verloren hatten, gingen sie diesmal nach einem packenden Pokalfight als Sieger vom Feld. Sie warten nun auf die Auslosung der Vorschlussrunde. Gegner sind entweder die Fraport Skyliners (80:70 gegen die Löwen Braunschweig), Brose Bamberg (83:64 gegen Göttingen) oder Alba Berlin, das in München mit 78:70 gewann.

„Wir haben es irgendwie hingekriegt.“ Sichtlich erleichtert ließ Martin Breunig am Mikrofon von „Telekom Basketball“ die Partie Revue passieren. „Am Ende haben wir die 'big points' gemacht“, stellte der Baskets-Center fest. Damit sprach er nicht nur Matchwinner Subotic an, sondern vor allem auch Josh Mayo. Der Bonner Kapitän war mit 21 Punkten Topscorer, kam auf eine hundertprozentige Dreierquote (4/4) und behielt bei sieben von acht Freiwürfen die Nerven. Mayo war es, der nach Martynas Mazeikas Treffer zum 81:84-Rückstand weniger als drei Minuten vor dem Ende eiskalt aus der Distanz zum Ausgleich geantwortet hatte und den Weg zum Halbfinale ebnete. Immanuel McElroys Korbleger zum 86:84 für Jena konterte Martin Breunig auf gleiche Weise nach schönem Assist von Mayo, ehe die Baskets zweimal richtig gut verteidigten. Zuerst ging Mazeikas Notdreier daneben, dann fehlte Jenkins als Antwort auf Subotics Siegtreffer die Zeit für einen kon-trollierten Wurf.

Eine insgesamt sehr gute Dreierquote (57 Prozent), eine fast makellose Freiwurfquote (93 Prozent) und eine beeindruckende kämpferische Leistung waren die Grundlagen für den Bonner Sieg. Mehrmals drohte ihr Gegner davonzuziehen, weil die Gäste entweder hektisch und unkonzen-triert den Ball verloren (18 Ballverluste) oder dem Gegner in Korbnähe Tür und Tor öffneten.

„Wir verlieren zweimal nach einem Einwurf den Ball, das darf nicht passieren. Und in der Zone müssen wir dichtmachen“, forderte Michael Wichterich in der Halbzeitpause. Vor allem Jenas Derrick Allen (21 Punkte) war nicht zu stoppen, weder im Eins-gegen-eins noch aus dem Passspiel heraus. Der Korb von Oliver Mackeldanz zum 69:67 für die Gastgeber war symptomatisch für die Bonner Defensivschwächen. Einen Einwurf von Jenkins nahm er mutterseelenallein unter dem Korb an und vollstreckte.

Predrag Krunic konnte aber froh sein, dass seine Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit trotz höherer Rückstände (10:19/8., 18:26/11., 28:35/13.) Moral zeigte. „Wir haben eine kämpferisch sehr gute Leistung abgeliefert“, lobte der Trainer später und zog den Vergleich zum Bundesligaduell: „Wir sind heute mit einer anderen Intensität aufgetreten, haben unsere offenen Würfe in wichtigen Phasen getroffen und fahren mit einem verdienten Sieg nach Hause.“

Neben Mayo, Subotic und Breunig waren Olivier Hanlan und James Webb III Aktivposten im Bonner Spiel. Auch Ra'shad James steigerte sich nach schwachem Beginn. Alle genannten Spieler brachten zweistellige Punkteausbeuten auf die Anzeige. Yorman Polas Bartolo (fünf Ballverluste) hatte keinen guten Offensivtag erwischt, war aber mit seiner Verteidigung entscheidend daran beteiligt, dass Jenas Stars Jenkins und Dru Joyce kaum zur Entfaltung kamen.

Weiter im Programm geht es für die Baskets am zweiten Weihnachtsfeiertag mit dem Heimspiel gegen Vechta. Dann wollen sie den dritten Sieg in Folge feiern und in der Tabelle wieder näher an die Playoff-Ränge heranrücken.