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Telekom Baskets Bonn einigen sich mit Saibou

Fristlose Kündigung : Telekom Baskets Bonn einigen sich mit Saibou

Nach der fristlosen Kündigung hatte der Basketball-Profi Joshiko Saibou vor dem Arbeitsgericht geklagt. Jetzt haben sich die Parteien außergerichtlich geeinigt. Saibou hatte im August ohne Maske an einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin teilgenommen.

Das arbeitsgerichtliche Verfahren zwischen der BonBas GmbH, wirtschaftlicher Träger der Telekom Baskets Bonn, und dem Basketball-Profi Joshiko Saibou ist beigelegt und wird nicht weiter vor Gericht verhandelt. Die Parteien einigten sich im Rahmen eines Vergleichs und vereinbarten Stillschweigen über den Inhalt. Saibou hatte im August an einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin teilgenommen und dabei keine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen. Die Bonner sahen in diesem Verhalten einen Verstoß gegen Regelungen des Arbeitsvertrags, warfen Saibou vor, seine eigene Gesundheit und die seiner Mitspieler gefährdet zu haben und kündigten ihm fristlos. Dagegen klagte der 30-Jährige.

Der Spieler verwies darauf, dass es zum damaligen Zeitpunkt keinen Kontakt zu Mitspielern gegeben habe. Für Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich war „die Zukunftsprognose entscheidend. Wir waren nicht bereit, diesen Unsicherheitsfaktor weiterhin zu tragen“, sagte er. Die Baskets befürchteten, dass Saibou mit seinem Verhalten eine dauerhafte Gefahr für das von der Liga aufgestellte Hygienekonzept sein würde.

Am 11. November wurde der Fall vor dem Bonner Arbeitsgericht verhandelt. Das Gericht schlug einen Vergleich vor, nach dem die Baskets Saibou neun Monatsgehälter zahlen sollten. Zu einer Einigung kam es nicht. Am 25. November wollte das Arbeitsgericht bei einem weiteren Termin eine Entscheidung fällen, der ist durch die Einigung hinfällig.