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Telekom Baskets Bonn gewinnen gegen Frankfurt

86:76-Erfolg : Baskets feiern Arbeitssieg gegen Frankfurt

Parker Jackson-Cartwright mit 18 Punkten und neun Assists sowie Top-Scorer Jeremy Morgan haben die Telekom Baskets Bonn zum Sieg gegen Frankfurt und auf den dritten Tabellenplatz geführt. Am Ende stand es 86:76.

24 Sekunden vor Schluss nahm Tuomas Iisalo seinen Spielmacher vom Feld. Er sollte den verdienten Applaus für 18 Punkte, 9 Assists und seine spielbestimmende Führung der Telekom Baskets erhalten. Als Parker Jackson-Cartwright das Feld verließ, erhoben sich die 4470 Zuschauer und feierten den Point Guard und den 86:76 (22:16, 24:11, 21:10, 19:19)-Arbeitssieg gegen die Fraport Skyliners. Insgesamt hatten die Bonner gut begonnen, dann nachgelassen und trotzdem gewonnen. Weil sie am Ende doch noch einnen Gang hochschalten konnten.

Die verdiente Humba durfte dann Michael Kessens anstimmen, der gegen seinen Ex-Club zum ersten Mal mitwirken konnte.  Iisalo schickte Jackson-Cartwright, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Justin Gorham und Leon Kratzer als Starter aufs Feld. Das frühe zweite Foul von Kratzer brachte schon in der dritten Minute schneller als erwartet den Einsatz von Kessens. Seine ersten Punkte zum 13:7 (5.) brachten gleich Stimmung auf die Ränge.

Kurz darauf sah sich Gäste-Trainer Diego Ocampo nach einem Jackson-Cartwright-Dreier (16:9, 6.) gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Insgesamt leisteten die bisher sieglosen Skyliners allerdings deutlich mehr Gegenwehr als erwartet. Iisalo mischte durch und ließ sein beinahe komplettes Personal Feld- und Bankplätze tauschen.

Sechs-Punkte-Vorsprung für Bonn zur Viertelpause

Die giftige Bonner Defense blitzte jetzt häufiger auf, doch die Dreier fielen noch nicht nach Wunsch, sodass die besseren Trefferquoten die Frankfurter mit einem schmeichelhaften Sechs-Punkte-Rückstand in die Viertelpause entließen (16:22). Der bestimmende Mann der ersten zehn Minuten: Jackson-Cartwright, der aus allen Lagen traf, fünf Assists verteilte, ein ständiger Unruheherd im hessischen Spielaufbau war und das Tempo der Partie bestimmte.

Frankfurt kam besser aus der ersten kleinen Pause und als Kratzer zu Freiwürfen an die Linie trat, holte Iisalo seinen Spielmacher zu einer weiteren kurzen Besprechung an die Seitenlinie. Das reichte nicht; alle Bonner benötigten Nachhilfe. Nach einem 9:3-Lauf führten die Frankfurter und Iisalo formte mit seinen Händen das T für Timeout. 

Und obwohl die Baskets nicht alles trafen, hatten die Skyliners in dieser Phase Mühe, nicht abreißen zu lassen, weil sie die Chancen, die die Baskets ihnen boten, nicht nutzten. Zunächst. Doch die Baskets waren offensiv zu lange zu harmlos, sodass ein 14-Punkte-Vorsprung (56:42, 23.) auf  sieben Zähler zum Schlussviertel zusammenschmolz.

Der letzte Angriff zeigte allerdings den Baskets-Willen, die unangenehmen Frankfurter jetzt mit mehr Intensität in die Schranken zu weisen. Schön war das Spiel nicht, aber erfolgreicher. Kessens tippte den Ball im Fallen zu Morgan und der machte aus der eigentlich schon vergebenen Chance mit dem Buzzer drei Punkte (67:57). Ein kleiner Nackenschlag für die Gäste.

Mit einem etwas pfleglicheren Umgang mit Ball und Chancen brachte die Iisalo-Mannschaft im Schlussdurchgang zügig 15 Punkte zwischen sich und die Frankfurter, die nun auch dem Tempo Tribut zollten. Doch wer Iisalo an der Seitenlinie beobachtete, sah deutlich, dass der Baskets-Trainer sein Team keineswegs in sicherem Fahrwasser wähnte. Und Frankfurt drückte den Rückstand wieder unter zehn Punkte (66:74, 34.).

Das allerdings war das letzte Aufbäumen. Die letzten fünf Minuten zeigten dann doch wieder deutlicher, welches Team hier als Favorit angetreten war. Bitter für die Frankfurter ihr Stabilitätsfaktor Quantez Robertson knickte kurz vor Schluss um, als er auf Jackson-Cartwrights Fuß landete. Wenn er länger ausfällt, dürfte das die Hessen mehr schmerzen als die Niederlage.

Telekom Baskets: Tyson Ward 4 Punkte, Justin Gorham 11, Michael Kessens 10, Karsten Tadda 3/1 Dreier, Saulius Kulvietis 4, Skyler Bowlin 12/3, Jeremy Morgan 22/7, Leon Kratzer 2, Tim Hasbargen, Parker Jackson-Cartwright 18/2.