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Telekom Baskets Bonn: Jeremy Morgan bleibt

Ein zentrales Puzzleteil : Morgan bleibt bei den Telekom Baskets

Der Kader der Telekom Baskets Bonn für die kommende Saison ist nun komplett: Als letztes Puzzleteil haben die Bonner mit Leistungsträger und Flügelspieler Jeremy Morgan verlängert.

Die Social-Media-Abteilung der Telekom Baskets nahm es mit Humor: „Wir haben euch die Arbeit schon einmal abgenommen und die kommenden Pokalbegegnungen ausgelost: 2023/24 Berlin - Bonn, 24/25 Berlin - Bonn, 25/26 Berlin - Bonn, 26/27 Berlin - Bonn“, twitterten die Basketballer vom Hardtberg. Da schwang ein gerüttelt Maß Galgenhumor mit, denn dass die Baskets im dritten Jahr hintereinander zur ersten Pokalrunde in der Hauptstadt antreten müssen, war nicht die beste Nachricht der Sommerpause.

Tuomas Iisalo nahm die Auslosung, urlaubend in seiner finnischen Heimat, in der ihm eigenen Art zur Kenntnis: „Fortuna hätte etwas gnädiger zu uns sein können, da es nicht nur ein sehr starker Gegner, sondern auch unsere längste Auswärtsfahrt innerhalb Deutschlands ist. Andererseits liegt es in der Natur des Pokals, dass nur eine Mannschaft am Ende als Gewinner dastehen kann. Daher ist es im Endeffekt egal, wann man aufeinandertrifft“, sagt der Bonner Cheftrainer. „Im Großen und Ganzen ist es zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison eine große Herausforderung für uns und ein Spiel, auf das man sich freuen kann“, fügt Iisalo an.

Da wusste der Trainer des Jahres der vergangenen Saison, dass die gute Nachricht bald folgen würde, denn der Tabellenzweite der zurückliegenden Spielzeit konnte sich mit Jeremy Morgan auf eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr einigen und hat damit schon recht früh seinen Kader komplett.

Iisalo macht keinen Hehl daraus, dass Morgans Verbleib mit Priorität behandelt worden war. Schon vor der vergangenen Saison galt der Flügelspieler, der schon in der Spielzeit 2019/20 in Crailsheim mit dem finnischen Trainer gearbeitet hatte, als Iisalos Wunschspieler. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir ein weiteres Jahr mit Jeremy zusammenarbeiten können“, sagt Iisalo über „J-Mo“. „Er war in der vergangenen Spielzeit einer unserer wichtigsten Spieler. Wie wertvoll er für die Mannschaft ist, drückt sich nicht allein durch seine Statistiken aus.“ Mit seiner Ruhe und Spielintelligenz, aber auch durch seine Athletik, Energie und Entschlossenheit avancierte der US-Amerikaner schnell zu einem wichtigen Eckpfeiler des Baskets-Teams – offensiv wie defensiv.

Während es laut Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich immer noch nichts Neues in der Sponsoring-Frage gibt, sind die Baskets also sportlich so früh wie wahrscheinlich noch nie komplett. Neben Morgan bleiben Karsten Tadda, Leon Kratzer, Mike Kessens und Tyson Ward. Das ist Kontinuität in Mannschaftsstärke. Verlassen haben den Verein der Liga-MVP Parker Jackson-Cartwright (Asvel Lyon-Villeurbanne), Skyler Bowlin (Bakken Bears/Dänemark), Justin Gorham (spielt Summer League für die Dallas Mavericks), Oleksandr Lypovyy (BC Prometey), Saulius Kulvietis (unbekannt) und Javontae Hawkins, der sich, wie jetzt bekannt wurde, CSP Limoges anschließt. Das sind Leistungsträger, allen voran Jackson-Cartwright und Hawkins, und auch viele gut zusammenpassende Puzzleteilchen.

Mit den Neuzugängen TJ Shorts II (USA, kommt aus Crailsheim), Zach Ensminger (D, Artland Dragons Quakenbrück/ProA), Deane Williams (GB, Saint Quentin Phoenix, 2. französische Liga), Sebastian Herrera (D, EWE Baskets Oldenburg), Collin Malcolm (USA, Keravnos BC/Zypern) und Finn Delany (NZL, New Zealand Breakers) könnten die Baskets sportlich jedoch sogar ein bisschen besser einzuschätzen sein – wichtig ist aber wieder, dass es passt.

Das letzte Puzzleteil Morgan hat da keine Zweifel: „Ich weiß, dass wir die richtigen Spieler haben, um gemeinsam als Team die kommenden Herausforderungen anzugehen, und freue mich unglaublich darauf, nach Bonn zurückzukehren.“ Das wird Anfang August sein. Die Saison beginnt dann Anfang Oktober; Mitte Oktober (15./16.) steht die traditionelle Pokal-Dienstreise nach Berlin auf dem Programm.