Baskets-Stars Kirkwood und Frey im Interview „Die Fans waren das ganze Jahr über umwerfend“

Interview | Bonn · Die beiden Baskets-Guards Noah Kirkwood und Harald Frey blicken auf eine außergewöhnliche Saison zurück und danken den Fans für deren Unterstützung.

 Bye-Bye: Noah Kirkwood (v.r.), Harald Frey und Christian Sengfelder bedanken sich bei den Fans für eine tolle Saison.

Bye-Bye: Noah Kirkwood (v.r.), Harald Frey und Christian Sengfelder bedanken sich bei den Fans für eine tolle Saison.

Foto: Jörn Wolter / wolterfoto.de

Noah Kirkwood stand barfuß da in den Katakomben des Telekom Domes. Seine Schuhe hatte der Kanadier einem Fan geschenkt. Ein Dankeschön für einen weiteren unvergesslichen Abend in Bonn. Neben ihm trocknete Harald Frey sein Gesicht mit dem Trikot ab. Eine Menge Schweiß stand dem Spielmacher der Telekom Baskets Bonn immer noch auf der Stirn – und unter seinen Augen waren die Spuren von Tränen unübersehbar. Beide kämpften noch mit ihren Emotionen, als sie versuchten, die Saison noch einmal Revue passieren zu lassen.

Die Saison 2023/24 ist für die Telekom Baskets Bonn zu Ende. Wie bewerten Sie dieses Jahr in Bonn?

Noah Kirkwood: Es war mit Sicherheit eine schwierige Saison. Wir hatten viele Jungs im Team, die als Rookies nach Europa kamen, die noch nie in der Bundesliga gespielt hatten. Es fehlte also an Erfahrung. Aber wir sind im Laufe der Saison gewachsen, haben sehr hart in der Champions League gekämpft. Es war auch nicht leicht, auf das erfolgreichste Team der Clubgeschichte zu folgen. Das war nicht zu wiederholen. Aber wir haben unser Bestes gegeben, mehr kann man nicht verlangen.

Harald Frey: Es gab viele Aufs und Abs. Da lernt man sich richtig gut untereinander kennen. Wir sind hier alle vor zehn Monaten hergekommen, kannten uns gegenseitig alle nicht. Und heute sind wir alle sehr eng miteinander verbunden. Und auch mit den Fans und der Stadt Bonn. Es war eine Ehre und ein Vergnügen, hier zu spielen. Auch, wenn wir unsere Ziele nicht ganz erreicht haben.

Die Fans haben schon vor Spielende gegen Alba angefangen, zu singen. Wie beschreiben Sie die Fans?

Kirkwood: Das sind für mich die besten Fans, vor denen ich jemals gespielt habe. Es hat mir immer unheimlich viel Spaß gemacht, vor ihnen zu spielen. Deshalb macht es mich unheimlich traurig, dass die Saison und all das vorbei ist. Ich möchte mich noch einmal für die Unterstützung bedanken. Ich bin sehr glücklich und stolz, für Bonn gespielt zu haben.

Frey: Die Fans waren das ganze Jahr über umwerfend. Auch als wir nicht so gut gespielt haben, haben sie uns immer unterstützt. Das war etwas ganz Besonderes. Bonn ist wirklich ein ganz spezieller Ort.

„Wer könnte das nicht wollen?“

Ihr Vertrag in Bonn endet. Sehen wir Sie nächste Saison wieder bei den Baskets?

Kirkwood: Ich habe noch mit niemandem gesprochen, das alles meinem Agenten überlassen, um mich auf Basketball zu konzentrieren. Ich weiß daher nicht, was die Zukunft bringen wird. Ich kann nur sagen, dass ich dankbar bin, dass ich die Möglichkeit hatte, hier zu spielen, vor diesen sensationellen Fans. Wenn ich die Chance noch einmal bekäme, wer könnte das nicht wollen?

Frey: Ich habe noch nicht so weit nach vorn geschaut. Aber ich denke, dass wir in den nächsten Tagen mehr wissen werden, wenn ich mich mit meinem Agenten treffe, dem Coach und meiner Mutter – sie hat bei mir das Sagen. Aber erst muss ich diese Saison verarbeiten, die wird mich noch eine Weile beschäftigen.

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