Siegesserie ungebrochen Achterbahnfahrt in Tübingen bringt Baskets siebten Sieg in Serie

Bonn · Ein spannendes Spiel konnten die Telekom Baskets Bonn in Tübingen noch für sich entscheiden. Das 92:82 ist ihr siebter Sieg in Serie.

Brian Fobbs von den Telekom Baskets zeigte eine starke Leistung.

Brian Fobbs von den Telekom Baskets zeigte eine starke Leistung.

Foto: Nina Sander/Eibner-Pressefoto/Eibner-Pressefoto/Nina Sander

Siebter Sieg in Serie für die Telekom Baskets: Nach einer rasanten Achterbahnfahrt bei unbequemen Tübingern hat die Mannschaft von Cheftrainer Roel Moors mit 92:82 (23:16, 25:30, 31:17, 13:19) gewonnen. Ein starkes drittes Viertel brachte die Wende zu Bonner Gunsten, doch im Schlussdurchgang gingen dann unnötigerweise Ordnung und Souveränität verloren, sodass der zwischenzeitlich deutliche 19-Punkte-Vorsprung (84:65, 31.) noch einmal zusammenschmolz.

Letztendlich besannen sich Topscorer Brian Fobbs (20 Punkte) und seine Kollegen aber auf ihre Qualitäten und zeigten dem Aufsteiger, dem sie im Hinspiel noch deutlich unterlegen waren, die Grenzen auf. „Schön war das nicht, aber wir freuen uns über das Ergebnis“, sagte Baskets-Spieler Sam Griesel nach der Partie.

„In Spielen, die wir gewinnen müssen, haben wir oft nicht so gut gespielt. Nun, Bonn gehört nicht zu diesen Teams – also: Wer weiß?“, fragte Tigers-Trainer Danny Jansson vor der Partie. Seine Mannschaft musste ohne den Mann des Hinspiels, Jhivvan Jackson, auskommen.

Bonn startete wie zuletzt gewohnt mit Glynn Watson, Sam Griesel, Noah Kirkwood, Chris Sengfelder und Thomas Kennedy. Nach drei frühen Ballverlusten fanden die Baskets in die Partie, Sengfelder traf per Dreier zum 11:6 (4.), absetzen konnten sich die Baskets noch nicht. Bald darauf deutete Erol Ersek an, wohin die Tübinger Scoring-Reise gehen sollte. Einen Notwurf versenkte er aus der Distanz zum 13:15-Anschluss, Kirkwood schüttelte den Kopf.

Die Baskets machten es spannend

Die Baskets präsentierten dann ein zuletzt eigentlich behobenes Problem: Sie wackelten an der Freiwurflinie. Dennoch spielten sie eine 23:16-Führung heraus, die angesichts gefälligen Spiels und guter Ballbewegung gefühlt zu knapp ausfiel.

Griesel markierte das erste zweistellige Bonner Plus (29:19, 12.), doch ein schneller 0:5-Lauf zwang Moors zur Auszeit. Der Coach war deutlich hörbar unzufrieden mit dem Engagement seiner Spieler. Sie ließen Tübingen spielen und nach zwei schnellen Dreiern nahm Moors die nächste Besprechungspause, die allerdings auch einen Führungswechsel nicht mehr verhindern konnte (34:35, 18.). Es folgte eine wilde Dreierballerei der Hausherren – allerdings eine erfolgreiche, sodass die Baskets nur schafften das Spiel eng zu halten, aber nicht, davonzuziehen.

Auch die Schlusssequenz vor der Halbzeit dürfte den Männern in Auswärts-schwarz einige Kritik eingebracht haben. Zunächst „schenkte“ Kirkwood Aatu Kivimäki mit einem Foul beim Distanzwurf drei Freiwürfe zum 44:44, nach Punkten von Brian Fobbs kassierten die Bonner noch einen späten Korbleger zum 46:48-Halbzeitstand.

Diese zusammengeschmolzene Führung war das Resultat einer frechen Tübinger Dreierquote (8/13), aber auch der Tatsache, dass die Baskets sich das Leben selbst schwer machten. „Zu soft“ hatte Moors die Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit gegen Ulm genannt – es gab Parallelen, darüber war zu sprechen. Er dürfte dringend zu mehr Intensität geraten haben.

Es blieb ein bisschen zäh, bis Griesel sein Team wieder besser in die Spur brachte. Mit einem Dunk und einem „And One“, einem akrobatischen Korb plus Freiwurf, stellte er auf 61:55, Kennedy erhöhte ebenfalls akrobatisch auf 63:55, jetzt benötigte Tübingen eine Besprechung. Glücklicherweise war der Tübinger Dreier inzwischen weniger zuverlässig.

Man konnte ein wenig beschönigend sagen, Bonn spielte mit Geduld. Es zahlte sich aus. Tübingen gelang jetzt nicht mehr so viel wie in der ersten Halbzeit. An der Dreierlinie traf Griesel zur erneuten zweistelligen Führung (72:60, 29.), an der Seitenlinie verlor Tigers-Trainer Jansson die Nerven und kassierte wegen allzu deutlicher Beschwerden zwei technische Fouls und musste in der Konsequenz die Halle verlassen. Mit sämtlichen Freiwürfen aus dieser Situation lagen die Baskets jetzt mit 77:62 vorn (30.).

Mit einer 79:63-Führung ging es ins Schlussviertel, der Vorsprung wuchs auf 19 Punkte (84:65, 31.), doch es gingen Souveränität und Ordnung verloren, sodass Tübingen noch einmal näher kam. Letztendlich spielten die Bonner dann den Sieg über die Ziellinie.

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