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Telekom Baskets Bonn - Team muss auf Topscorer Babb verzichten

Spiel in München : Telekom Baskets müssen auf Topscorer Babb verzichten

Ohne ihren Führungsspieler Chris Babb treten die Telekom Baskets am Dienstagabend beim FC Bayern an. Der 31-Jährige hat sich bei der Niederlage gegen Bamberg eine Schulterverletzung zugezogen und fällt damit vorerst aus.

Die unglückliche und dadurch sehr ärgerliche Niederlage gegen Brose Bamberg (82:86) am vergangenen Samstag hat für die Telekom Baskets ein bitteres personelles Nachspiel. Ohne ihren Topscorer und Führungsspieler Chris Babb trat der Bonner Basketball-Bundesligist am Montag die Reise nach München an, wo das Team von Trainer Will Voigt am Dienstagabend (20.30 Uhr) beim FC Bayern zu Gast ist. Wie die Baskets mitteilten, hat sich Babb in der Schlussphase des Spiels gegen die Franken an der Schulter verletzt – Ausfalldauer ungewiss.

Zugezogen hatte sich der 31-Jährige die Verletzung bei der Verteidigungsarbeit, direkt danach hielt sich Babb mit schmerzverzerrtem Gesicht und unter bangen Blicken der Bonner Bank die lädierte Schulter. Der US-Amerikaner spielte jedoch weiter, war mit 17 Punkten einmal mehr der Topscorer der Baskets, vergab im dramatischen Finale der Partie aber wichtige Würfe – womöglich beeinflusst durch die lädierte Schulter. „Wir müssen umstellen, das ist klar“, sagt Trainer Voigt, der darauf hofft, den Verlust im Team bestmöglich zu kompensieren: „Es werden mehr als 30 Minuten Spielzeit frei, die gefüllt werden müssen. Es bedeutet für jeden eine Chance, sich zu steigern und Verantwortung zu übernehmen!“

Die Aussichten auf einen Überraschungscoup gegen das Spitzenteam haben sich mit dem Ausfall Babbs allerdings verdunkelt. Und: Das erste Duell mit seinem in München spielenden Bruder Nick Weiler-Babb ist vorerst vertagt. Der 25-Jährige ist vor der laufenden Saison aus Ludwigsburg zu den Bayern gewechselt und wäre am Dienstag erstmals in einem Spiel auf Chris getroffen.

Baskets haben gute Bilanz gegen München

Durch die Abwesenheit ihres Topscorers wird es für die Baskets schwer, an die sehr ordentliche Bilanz gegen den FCB anzuknüpfen. In den vergangenen Jahren haben die Bonner mehrfach bewiesen, dass sie den Münchnern viele Probleme bereiten können. „Nach Berlin und Bamberg sind wir mit Sicherheit die Mannschaft, die über die vergangenen zehn Jahre die beste Bilanz gegen Bayern hat“, sagt Baskets-Sportmanager Michael Wichterich. In der abgelaufenen Saison setzte sich das Team im BBL-Pokal in München durch (85:84), gleiches gelang in der Saison 2015/16 in der Liga (91:84.). Hinzu kommen seit 2014 drei Liga-Heimsiege gegen den FCB. Dennoch: Die Kräfteverhältnisse sind eindeutig. „Bayern ist eine exzellente Mannschaft – sowohl, was die Qualität der Einzelspieler als auch das gesamte Teamgefüge angeht. Sie sind ein Top-Euroleague-Programm geworden, das muss man einfach anerkennen“, lobt Wichterich.

Dass die Bonner nur rund 72 Stunden nach der Partie gegen Bamberg schon wieder im Einsatz sind, ist zwar in puncto Spielvorbereitung herausfordernd, führt aber dazu, dass die bittere Niederlage gegen Bamberg nicht mehr viel Platz in den Köpfen einnehmen wird. „Es gibt für uns keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Wir fahren nach München, um etwas zu erreichen“, betont Wichterich.

Jalen Hudson überzeugt gegen Bamberg

Eine noch bedeutendere Rolle als bisher könnte durch den Ausfall Babbs dabei Jalen Hudson zukommen. Der 24-Jährige spielte gegen Bamberg das komplette letzte Viertel, sammelte dort neun Punkte und kam am Ende auf insgesamt 14 Zähler – ein klarer Schritt nach vorn für den Forward. „Er präsentiert sich insgesamt sehr gut. Man merkt, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen“, lobt Wichterich den Neuzugang, der sich nach seinem Wechsel schneller an den europäischen Basketball angepasst hat als gedacht: „Ich bin überrascht, dass noch kein einziger Schrittfehler gegen ihn gepfiffen wurde – nach den ersten beiden Trainingseinheiten dachten wir, er bekäme drei pro Partie.“