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Telekom Baskets Bonn: Ticketverkauf wegen Corona-Lage vorerst eingefroren

Unklare Corona-Situation : Telekom Baskets frieren Verkauf von Tickets vorerst ein

Nach dem Nationalmannschaftsfenster steht für die Telekom Baskets Bonn am Samstag die Partie gegen Oldenburg an. Den Kartenvorverkauf hat der Club wegen der unklaren Pandemie-Lage vorerst eingestellt. Doch es gibt auch eine gute Nachricht.

Aufatmen bei den Telekom Baskets – zumindest, was die Verletzung von Leon Kratzer betrifft. Der Bonner Center hatte sich im WM-Qualifikationsspiel in Polen bei einem Foul am Arm verletzt, war am Boden liegen geblieben und musste zur Behandlung in die Kabine. Beim 72:69-Erfolg unter der Regie des neuen Bundestrainers Gordon Herbert war er zum Schluss aber wieder zum Einsatz gekommen, gestern gab der Bonner Basketball-Bundesligist endgültig Entwarnung: „Nachdem unser Center gestern beim Länderspiel zwischen Deutschland und Polen verletzt ausgewechselt werden musste, wird er nicht weiter ausfallen.“

Insgesamt war es eine etwas rumpelige Länderspielreise für Kratzer, seinen Bonner Teamkameraden Michael Kessens und ihre Kollegen. Denn nach der schweren Enttäuschung gegen Estland (66:69) ließ die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in der WM-Qualifikation am Sonntagabend zwar den bitter nötigen Erfolg in Polen folgen (72:69). Lange war die Führung der Gäste stabil, doch in den hektischen Schlussminuten musste aber doch nochmal gezittert werden. Es hätte durchaus schiefgehen können.

Mit drei Punkten ist die deutsche Mannschaft in der Gruppe D Dritter hinter Israel (4) und den Esten (3), liegt aber vor den Polen (2). Die Position würde zwar schon reichen, um auf dem Weg zur WM 2023 in die zweite Gruppenphase einzuziehen. Doch es werden eben die Punkte gegen die Gegner, die ebenfalls den Sprung schaffen, mitgenommen. Jede weitere Niederlage kann also teuer werden.

Telekom Baskets Bonn: Kritik am laxen Umgang mit der Corona-Pandemie in Polen

Die verschärfte Lage in der Pandemie war bei den Basketballern in Polen wie in Bonn ein Thema. Der sorglose Umgang mit Corona in Polen mit der vollen Auslastung der Halle und „74% ungeimpft und ohne Maske“, wie Basti Doreth von Medi Bayreuth twitterte, veranlasste den DBB zu einer Empfehlung und die Baskets zu entsprechend vorsichtigem Umgang mit dem Nationalteam-Debütanten Kessens und Kratzer. Beide sollten am Flughafen am Montagnachmittag einen PCR-Test machen und so mit einem möglichst schnellen negativen Ergebnis am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining und die Vorbereitung auf die Partie gegen Oldenburg (Samstag, 20.30 Uhr) einsteigen.

Die Baskets froren angesichts der aktuellen Lage gestern den Kartenvorverkauf „bis auf weiteres“ ein. Doch trotz der weiter rasant steigenden Corona-Zahlen ist eine Saisonunterbrechung für die Basketball-Bundesliga kein Thema. „Nein, daran denken wir aktuell überhaupt nicht“, sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz am Montag. „Wenn mir einer sagen würde, nach einem Monat Pause ist die Lage im Januar wieder besser und ihr könnt dann überall wieder vor vollen Rängen spielen, dann vielleicht. Aber weil dir das keiner sagen kann, ist eine Pause kein Thema“, sagte Holz.

Ob die Saison mit Spielen vor Zuschauern oder ohne Fans in den Hallen weitergeht, hänge von den politischen Beschlüssen in den einzelnen Bundesländern ab. „In Sachsen haben wir ja schon Geisterspiele, in Baden-Württemberg sind sie ja auch angekündigt. Wir reagieren da von Fall zu Fall“, sagte Holz.

Vor ein paar Wochen hatte er Geisterspiele aus finanzieller Sicht noch als „Schreckensszenario am Horizont“ bezeichnet. „Jetzt ist dieses Schreckensszenario nicht mehr am Horizont, sondern zum Greifen nahe“, sagte Holz. Wirtschaftlich würde ein Zuschauer-Ausschluss die Clubs hart treffen, „aber wir müssen es eh nehmen, wie es kommt“.

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(scht/sid/dpa)