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Telekom Baskets Bonn: Will Voigt ist wieder Trainer - Nachfolger von Jovovic

Nachfolger von Igor Jovovic : Will Voigt ist wieder Trainer der Telekom Baskets Bonn

Eine Woche nach der Trennung von Igor Jovovic haben die Telekom Baskets Bonn ihren neuen Trainer präsentiert. Der US-Amerikaner Will Voigt übernimmt das Team zum zweiten Mal.

Mitte Juli 2020 setzte Will Voigt einen Tweet ab. „Ich habe es genossen, Bonn und seine Menschen kennenzulernen, und ich hoffe, die Gelegenheit zu haben, eines Tages in die Gegend zurückzukehren“, schrieb der US-amerikanische Basketballtrainer in dem Kurznachrichtendienst. Diese Gelegenheit ist nun gekommen, und Voigt nutzt sie: „Begeistert, zurück in Bonn zu sein“, teilte er am Montagnachmittag auf Twitter mit.

Kurz zuvor hatten die Telekom Baskets Bonn bekannt gegeben, dass der 44-Jährige auf den Hardtberg zurückkehrt und beim Basketball-Bundesligisten einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2021/22 unterschreibt. Der Vorgänger des vergangene Woche beurlaubten Igor Jovovic ist somit auch sein Nachfolger und freut sich über die Rückkehr ins Rheinland. „Im letzten Jahr wurde die Saison durch die Covid-19-Pandemie vorzeitig beendet, daher bin ich froh, jetzt wieder gemeinsam daran arbeiten zu können, das Team zu verbessern“, wird der Trainer in der Mitteilung des Vereins zitiert.

Voigt hatte die Baskets nach der Trennung von Headcoach Thomas Päch im Februar 2020 schon einmal in prekärer Lage übernommen und das Team bis zum coronabedingten Ende der Saison trainiert. Anschließend konnten sich Trainer und Verein in den Verhandlungen nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen, die Baskets entschieden sich für Jovovic als neuen Coach. Nun setzen die Bonner also erneut auf Voigt, der die Mannschaft stabilisieren und aus dem Tabellenkeller führen soll. In diesem steckt das Team nach neun Niederlagen aus den bisherigen zwölf Ligaspielen.

„Das war die beste und effektivste Lösung“, kommentierte Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich die Entscheidung für Voigt in der Mitteilung des Clubs. „Will kennt uns, und wir kennen Will, da sparen wir uns schon einmal die Akklimatisationsphase. Ich traue ihm zu, dass wir uns an den restlichen 22 Spieltagen noch in die obere Tabellenhälfte vorkämpfen können.“ Was vom alten und neuen Coach erwartet wird, formulierte Sportmanager Michael Wichterich: „Für Will gilt es jetzt, über taktische Inhalte und eine emotionale Ansprache mit der Mannschaft Stabilität gerade für die spielentscheidenden Phasen zu erarbeiten.“

Dieser Punkt ist bislang das größte Problem der Mannschaft in der laufenden Saison. Schon mehrfach brachen die Baskets im Schlussviertel einer Partie ein und fanden keine Lösungen, um die Schwächephase abzuschütteln. Am vergangenen Freitag kämpfte sich das Team im Auswärtsspiel in Chemnitz nach einem Rückstand zwar stark zurück, verlor am Ende gegen den Aufsteiger aber nach Verlängerung.

Dass Voigt eine zumindest tabellarisch ähnlich brenzlige Lage aus seiner ersten Amtszeit in Bonn kennt, war wohl einer der Gründe, der für ein zweites Engagement des ehemaligen angolanischen Nationaltrainers sprach. „Will Voigt hat in der vergangenen Spielzeit gezeigt, dass er flexibel mit einer nicht von ihm zusammengestellten Mannschaft arbeiten und diese besser machen kann“, sagte Wichterich. Der Sportmanager hatte bei der Trainersuche noch Kontakt zu anderen potenziellen Kandidaten, doch in der Entscheidungsrunde habe man sich gemeinsam für Voigt entschieden – „den Kandidaten Nummer eins“, wie Wichterich betonte.

An diesem Freitag wird Voigt, der aktuell noch in den USA weilt, voraussichtlich zum ersten Mal das Training auf dem Hardtberg leiten – vorausgesetzt, es liegen drei negative Corona-Testergebnisse (eines bei der Ausreise, zwei in Deutschland), von ihm vor. Ist das der Fall, wird er am Sonntag im Heimspiel gegen Crailsheim (15 Uhr) erstmals wieder an der Seitenlinie im Telekom Dome stehen.