Makellose Heimbilanz in der Basketball-Bundesliga Telekom Baskets gewinnen gegen Aufsteiger Heidelberg

Bonn · Die Telekom Baskets Bonn wahren ihre makellose Heimbilanz: Michael Kessens und Skyler Bowlin führen die Bonner am Freitagabend zum 87:70-Erfolg gegen Heidelberg.

 Mit einer starken Vorstellung von Center Michael Kessens sichern sich die Baskets den sechsten Heimsieg.

Mit einer starken Vorstellung von Center Michael Kessens sichern sich die Baskets den sechsten Heimsieg.

Foto: Jörn Wolter / wolterfoto.de

Der Hardtberg bleibt eine Festung. Auch gegen Aufsteiger MLP Academics Heidelberg haben sich die Telekom Baskets Bonn vor heimischer Kulisse von 2900 Zuschauern mit 87:70 (22:17, 24:21, 17:15, 24:17) nach einem holprigen Start insgesamt souverän durchgesetzt. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung stachen Michael Kessens und Skyler Bowlin heraus.

„Wir haben dann doch die Stopps gefunden und in der Offensive die richtigen Entscheidungen getroffen“, sagte Baskets-Kapitän Karsten Tadda und schränkte – seinem Trainer wird es gefallen – gleich ein: „Wir haben noch genügend Verbesserungspotenzial. Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen fokussiert bleiben.“ Auf der Stehtribüne sangen die Fans ein bisschen übermütig: „Die Nummer 1 am Rhein sind wir.“

Im Dezember geht es noch nach München, Bonn, Berlin und Ulm

München, Bonn, Berlin, Ulm – so das straffe Dezemberprogramm des Aufsteigers. „Man wünscht sich andere Geschenke im Advent“, sagte Academics-Trainer Branislav Igjnatovic vor der Partie. „Aber ich habe in Deutschland gelernt: Man muss die Feste feiern wie sie fallen. Ich hoffe, wir können ähnlich auftretetn wie am Montag in München.“ Da hatte sein Team bis zum dritten Viertel mitgehalten, musste dann aber abreißen lassen.

Es lief nicht ganz wie gewünscht: Ignjatovics Team machte sich von Beginn an das Leben mit Ballverlusten schwer. Ballverluste, die allerdings eine Bonner Defensive erzwang, die der Offensive bei Spielstart noch einiges voraus hatte. Denn der Bonner Dreier begann die Partie ähnlich unwillig wie vor Wochenfrist gegen die EWE Baskets Oldenburg. Dafür lief es zunächst noch einigermaßen ausgeglichen.

Doch drei Freiwürfe von Rob Lowery, ein verarbeiteter Offensivrebound von Jordan Geist und zwei viel zu einfache Punkte von Max Ugrai – und Baskets-Trainer Tuomas Iisalo hatte vorerst genug: Auszeit. Eine Auszeit, die ihre Wirkung nicht verfehlte; angeführt von Center Kessens, häufig von Karsten Tadda schön in Szene gesetzt, arbeiteten sich die Baskets mit einem 12:1-Lauf an den Gästen vorbei (18:15, 8.).

Inzwischen hatte Skyler Bowlin auf Bonner Seite auch den Drei-Punkte-Wurf gefunden und die Baskets kamen zum Ende des ersten Viertels so bedrohlich in die Partie, dass Ignjatovic mit einer Auszeit versuchte, den Spielfluss zu unterbrechen. Das gelang leidlich, die Baskets bauten die Führung zum Ende des ersten Spielabschnitts auf 22:17 aus.

Da sich die Zahlen der Ballverluste anschließend annäherten, konnten die Academics wieder aufschließen. Als Tadda sein drittes Foul kassierte und Parker Jackson-Cartwright auch schon zwei Vergehen auf dem Konto hatte, steckten die Iisalo-Brüder die Köpfe zusammen: Tadda raus, Tim Hasbargen rein. Glücklicherweise traf Bowlin zuverlässig aus der Distanz und trug so wesentlich zur Bonner 46:38-Halbzeitführung bei.

Der Routinier spielte groß auf

Nach dem Seitenwechsel gesellte sich auch Jeremy Morgan zu den erfolgreichen Drei-Punkte-Schützen in Magenta und baute die Führung auf einen zweistelligen Vorsprung aus (49:38, 21.). Gleich darauf ärgerte sich Leon Kratzer über einen Offensivfoulpfiff nach Ansicht der Schiedsrichter zu engagiert, sodass er mit den Fouls Nummer drei und vier auf die Bank musste.

Dass Kessens nun übernahm, stellte sich als weniger gute Nachricht für die Akademiker heraus, denn der Routinier spielte aus, was gefragt war: Routine. Mit Ruhe,  Übersicht und der Unterstützung des einen oder anderen Tadda-Passes machte er den Gästen das Leben am Korb schwer. Die Baskets schienen nach diesem dritten Viertel auf der Siegerstraße zu sein.

Doch fünf Punkte hintereinander von Albert Kuppe, für den sich kein Bonner wirklich zuständig fühlte – und die Führung war mit Beginn des Schlussdurchgangs auf fünf Punkte geschrumpft (63:58, 31.). Der wenig amüsierte Iisalo klärte die Zuständigkeiten. Offenbar deutlich genug, denn jetzt ließen die Baskets nichts mehr anbrennen, im Gegenteil: Sie machten aus dem Sieg einen deutlichen Favoritensieg.

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