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Heimspiel gegen Frankfurt: Telekom Baskets haben ungute Erinnerungen ans Hinspiel

Heimspiel gegen Frankfurt : Telekom Baskets haben ungute Erinnerungen ans Hinspiel

Die Telekom Baskets Bonn wollen im Heimspiel gegen Frankfurt an ihre gute Leistung in der Partie gegen Chemnitz anknüpfen

Wären am vergangenen Sonntag Zuschauer im Telekom Dome erlaubt gewesen, wären sie nach dem Spiel zufrieden nach Hause gegangen. Mit dem 86:62-Erfolg gegen die Niners Chemnitz feierten die Telekom Baskets ihren höchsten Saisonsieg und schoben sich in der Tabelle der Basketball-Bundesliga wieder an den Sachsen vorbei. „Chemnitz und insbesondere ihre US-Amerikaner hatten sicherlich nicht den besten Tag. Dennoch: Es war ein guter Auftritt von uns“, sagt Sportmanager Michael Wichterich, dem vor allem das Auftreten in der Defensive gefiel: „Nach hinten raus hat das Team vielleicht nicht die beste Offensive gezeigt, aber in der Verteidigung 40 Minuten engagiert gespielt.“

Telekom Baskets zeigen eine gute Grundqualität

Die Bonner zeigten in der Partie, dass sie trotz des verpassten Ziels Playoffs nichts abschenken. Das Team von Headcoach Will Voigt machte mit dieser Leistung aber auch deutlich, was in vorherigen verlorenen Spielen möglich gewesen wäre. „Es ist ja nicht so, dass die Mannschaft erst jetzt zeigt, dass sie eine gute Grundqualität hat. Das haben wir schon oft gesehen“, sagt Wichterich. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf die zahlreichen Begegnungen, die die Baskets erst in der Schlussminute verloren, während die Niners in diesen Fällen fast immer gewannen. „Chemnitz hat da das Maximum rausgeholt, wir das Minimum – und sind in der Tabelle punktgleich. Das ist das Ärgerliche.“

Weil der Sportmanager der Bonner aber wenig von Rechenspielen der Kategorie „Was wäre gewesen, wenn…“ hält, richtet er lieber den Blick nach vorn. Und da stehen für die Baskets noch vier Aufgaben, angefangen mit dem Heimspiel an diesem Freitag gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt (19 Uhr, MagentaSport). „Es geht darum, das gegen Chemnitz Gezeigte nochmal zu bestätigen. Es ist immer wichtig, wie man aus einer Saison rausgeht“, meint Wichterich.

Eine Saison vernünftig zu beenden, zeigt von Charakterstärke

Nicht zuletzt für die Spieler, die nach abgelaufenem Vertrag auf eine Weiterbeschäftigung auf dem Hardtberg hoffen. „Am Ende macht man schon immer eine Gesamtbetrachtung, die nicht von einzelnen Momentaufnahmen abhängig ist“, sagt Wichterich über die Bedeutung der Schlussphase für die Kaderplanung, ergänzt aber: „Es sagt trotzdem etwas über den jeweiligen Charakter aus. Es ist eine Qualität, eine Saison vernünftig zu beenden, auch wenn sie nicht mehr durch Erreichen der Playoffs erfolgreich abgeschlossen werden kann.“

Mit der Enttäuschung einer verpassten Endrunde müssen sich bald wohl auch die Frankfurter auseinandersetzen. Die Hessen müssen alle fünf ausstehenden Spiele gewinnen und gleichzeitig auf fünf Niederlagen der achtplatzierten Bamberger hoffen, um noch die Chance auf die Playoffs zu wahren. „Sie sind aktuell wegen der abgelaufenen Quarantäne und Verletzungen schwer einzuschätzen. Es ist schwierig zu sagen, in welcher Formation sie am Freitag antreten werden“, sagt Wichterich.

Frankfurt musste zuletzt eine Niederlage gegen Ludwigsburg einstecken

Am Dienstag kassierten die Skyliners eine deutliche 69:106-Niederlage gegen Tabellenführer Ludwigsburg, mussten da aber auf sieben Stammspieler verzichten. Nicht mit dabei war unter anderem Matt Mobley, der zweitbeste Scorer der BBL. An ihn haben die Baskets keine guten Erinnerungen, denn im ersten Saisonvergleich war der 26-Jährige am Ende der entscheidende Mann auf dem Parkett. „Er hat uns im Hinspiel nicht nur das Leben schwer gemacht, sondern die Partie auch für Frankfurt gewonnen“, so Bonns Sportmanager.

Nur zwei Tage nach dem Duell mit Frankfurt bestreiten auch die Baskets auswärts ihr Rückspiel gegen Ludwigsburg (20.30 Uhr). „Es ist absolut bemerkenswert, was sie leisten. Es ist ja nicht so, dass die Mannschaft aus überragenden Einzelkönnern zusammengestellt ist. Das Gesamtgebilde ist deutlich wertvoller als die Einzelteile“, sagt Wichterich anerkennend über die Ludwigsburger Leistungen in dieser Saison.