Baskets verlieren bei Alba Telekom Baskets kassieren schmerzhafte Niederlage in Berlin

Bonn · Nach dem 69:90 verpassen die Telekom Baskets die direkte Playoff-Qualifikation und müssen den Umweg über die Play-Ins gehen. Bei einem insgesamt enttäuschenden Auftritt in der Hauptstadt erreichen nur Harald Frey und Thomas Kennedy Normalform.

Bester Bonner in einer insgesamt sehr überschaubaren Mannschaftsleistung: Harald Frey mit 23 Punkten und 7 Assists.

Bester Bonner in einer insgesamt sehr überschaubaren Mannschaftsleistung: Harald Frey mit 23 Punkten und 7 Assists.

Foto: IMAGO/Eibner/IMAGO/Eibner-Pressefoto / Claudius Rau

Die Telekom Baskets müssen den Umweg über die Play-Ins gehen. Nach einem guten Start hatten die Bonner Alba Berlin nur noch wenig entgegenzusetzen und kassierten in der Hauptstadt eine schmerzhafte 69:90-Niederlage. Alba präsentierte sich nach der deutlichen Niederlage gegen den FC Bayern bissig und ließ den Baskets wenig Chancen. Wie schon Würzburg vor Wochenfrist hatte auch Alba eine irre Trefferquote – weil Bonn sie gestattete.

Am Sonntag geht es dann gegen Ludwigsburg im letzten Hauptrundenspiel gegen Ludwigsburg um das Heimrecht im Play-In-Spiel zwei Tage später, wahrscheinlich ebenfalls gegen Ludwigsburg. Setzen sich die Baskets dann durch und bleiben Siebter, wäre nach aktuellem Tabellenstand Berlin der Bonner Playoff-Gegner. „Als Alba im zweiten Viertel die Intensität erhöht hat, sind wir eingebrochen“, sagte Baskets-Kapitän Christian Sengfelder. „Die Ballverluste haben und gekillt.“

Nach dem harten Sturz aufs Parkett in der Partie gegen Würzburg musste Sam Griesel angeschlagen in Bonn bleiben, für ihn rückte Noah Kirkwood in die Startformation zu Harald Frey, Brian Fobbs, Savion Flagg und Thomas Kennedy. Die Baskets kamen gut in die Partie – nicht nur offensiv. In der dritten Minute gelang es, die Angriffsuhr herunter zu verteidigen, ein Qualitätsmerkmal, das sich die Bonner Defense in dieser Saison nicht gerade inflationär erarbeitet.

Frey und Kennedy funktionierten gewohnt gut zusammen, nur Kirkwood war mit ungewohnten Ballverlusten etwas neben der Spur. Dennoch führten die Baskets mit drei erfolgreichen Treffern aus der Distanz nach sechs Minuten mit 17:10. Mit den ersten Wechseln kam ein Bruch ins Bonner Spiel, Alba holte sich die Führung und – das war die schlechtere Nachricht – bekam die Partie in den Griff. Kurz vor Viertelende verkürzte Glynn Watson auf 19:20 aus Bonner Sicht.

Sterling Brown war es, den die Baskets wenig bis gar nicht in den Griff bekamen. Nach einer guten Defensivsequenz zu Beginn des zweiten Viertels, zogen die Albatrosse davon. Die Baskets trafen nur noch wenig, bei den Berlinern stand die Trefferquote zur Halbzeit bei 72 Prozent. Es war eine Mischung aus dem, was die Baskets gestatteten, Wurfglück und dem daraus erwachsenden Selbstbewusstsein. Wie vor Wochenfrist gegen Würzburg.

Moors kritisiert „zu softe“ Spielweise seiner Akteure

In Minute 17 nahm Moors eine Auszeit. Während er kritisierte „Wir spielen zu soft“, war er immerhin mit seiner Offensive bedingt einverstanden: „Wir kreieren gute Würfe, aber wir sollten die freien Dinger auch treffen.“ Abgesehen von einem Hakenwurf Kennedys trafen aber bis zur Halbzeit nur noch die Hausherren und gingen mit einer deutlichen Führung in die Kabine (50:31). Da musste einiges mehr passieren, als auf das wahrscheinliche Nachlassen der Alba-Quoten zu hoffen, wenn die Bonner noch einmal zurück in die Partie kommen wollten.

Anfangs gelang das. Die Baskets verkürzten bis auf 48:60 (26.) und sahen eigentlich gut aus, doch dann leisteten sie sich in drei aufeinanderfolgenden Angriffen einfache Ballverluste, sodass es zunächst einen ordentlichen Auszeit-Anpfiff von Moors gab und Berlin dann wieder davon eilte. Schlimmer: Streckenweise wurde die Bonner Verteidigung vorgeführt. Die Quittung: 20 Punkte Rückstand nach Viertel drei (53:73) und wenig Aussichten auf eine Besserung. Gleichzeitig führte der FC Bayern nur hauchdünn gegen Ludwigsburg – sogar Platz sieben war in Gefahr.

Das Schlussviertel gestalteten die Baskets ausgeglichen, was in der finalen Abrechnung dann immer noch 20, genauer: 21 Punkte Differenz bedeutete (90:69). Außer Frey und Kennedy hatte niemand der Herren in Schwarz Normalform erreicht. Immerhin gab es aus Ludwigsburg noch die gute Nachricht, dass die Bayern gewonnen hatten und sich die Baskets am Sonntag nach dem 91:86 im Hinspiel sogar eine knappe Niederlage leisten können, um das Heimrecht für Dienstag zu sichern.

Telekom Baskets: Frey 23 Punkte/4 Dreier (7 Assists), Kennedy 16, Fobbs 11/3, Watson 9 (5 Rebounds), Flagg 3/1, Sengfelder 3/1, Thiemann 2, Kirkwood 2, Blunt, Koch, Pape.