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Heimspiel gegen Würzburg: Telekom Baskets treffen auf einen energiegeladenen Gegner

Heimspiel gegen Würzburg : Telekom Baskets treffen auf einen energiegeladenen Gegner

Nach dem Heimsieg gegen Chemnitz empfangen die Telekom Baskets am Samstagabend den nächsten unbequemen Gegner. Zu Gast auf dem Hardtberg ist das Team aus Würzburg, das zuletzt den FC Bayern bezwang.

Tuomas Iisalo saß am Dienstagabend vor dem Fernseher und war beeindruckt. Nicht eingeschüchtert, aber doch ein bisschen erstaunt. Der Cheftrainer der Telekom Baskets war vor dem Bildschirm Zeuge, wie s.Oliver Würzburg, der nächste Gegner der Bonner, den klar favorisierten FC Bayern zu Hause mit 90:70 düpierte. „Würzburg hat mit deutlich mehr Energie gespielt als Bayern“, sagt Iisalo. Der Ausgang der Partie bestätigte einmal mehr, dass in der Basketball-Bundesliga (BBL) aktuell kaum Prognosen gestellt werden können. „Dieses Jahr ist die BBL sehr ausgeglichen, weil alle Mannschaften sehr stark sind. Es ist deshalb gar nicht so überraschend, dass Würzburg München bezwungen hat“, meint Iisalo.

Mit der Bilanz von bislang drei Siegen und drei Niederlagen kommen die Franken am Samstagabend (20.30 Uhr bei MagentaSport) in den Telekom Dome. In der Fremde tut sich die Mannschaft von Denis Wucherer noch schwer, denn die drei Niederlagen kassierte sie allesamt auswärts. Geht es nach den Baskets, soll sich daran an diesem Wochenende noch nichts ändern. „Sie sind als Mannschaft sehr vielseitig und spielen mit einem guten Tempo“, sagt Iisalo, der auch beobachtet hat, dass die Würzburger ihre anfänglichen Schwächen in der Pick-and-Roll-Verteidigung mittlerweile in den Griff bekommen haben. „Sie haben insgesamt eine gute Mischung im Team und machen viel Druck auf den Korb“, ergänzt der Bonner Headcoach.

Ob die Hausherren in Bestbesetzung antreten werden, entscheidet sich laut Iisalo kurzfristig. „Am Anfang der Woche konnten Spieler von den großen Positionen nicht mittrainieren“, sagt er, ohne Namen zu nennen. „Wir probieren, sie fit zu bekommen, aber es gibt keine Garantie.“

Am Ende der Trainingswoche waren die Inhalte der Einheiten der Baskets wie gewohnt mehr auf die Stärken und Schwächen des nächsten Gegners ausgerichtet. „Am Anfang einer Woche machen wir mehr generelle Dinge und werden dann spezifischer“, erzählt Iisalo. Der Finne durfte bei der Vorbereitung auf die Expertise aus dem eigenen Team zählen: Neben Tyson Ward spielte auch Skyler Bowlin schon unter Wucherer in Würzburg. Während Ward in der vergangenen Saison bei den Franken seine erste Spielzeit als Profi absolvierte, war Bowlin von 2018 bis 2020 im Team.

Baskets steigerten sich gegen Chemnitz nach der Pause

Die von Iisalo gelobte Energie der Würzburger bei deren Heimsieg gegen die Münchner will der Bonner Headcoach am Samstag in dieser Art möglichst über die volle Spielzeit auch von seinem Team sehen. Beim jüngsten 76:67-Erfolg der Baskets gegen Chemnitz war er diesbezüglich nicht vollauf zufrieden. „Wir haben in der ersten Halbzeit mit zu wenig Energie gespielt, das in der zweiten Hälfte aber korrigiert“, sagt Iisalo.

Zufrieden sein konnte er erneut mit dem Auftreten in der Schlussphase, in der sein Team nach einem schwierigen Spielverlauf den vierten Saisonsieg sicherstellte. „Die Mannschaft hat am Ende wieder das kollektive Selbstvertrauen bewiesen, dass wir es schaffen können. Wir haben am Ende trotz des Drucks sehr gute Entscheidungen getroffen.“ Einer, der das nötige Selbstvertrauen in der Crunchtime hatte, war Karsten Tadda. Der Bonner Kapitän war zunächst bei drei Dreierversuchen erfolglos geblieben, versenkte in den letzten beiden Spielminuten aber zwei Distanzwürfe im Chemnitzer Korb und hatte so großen Anteil daran, dass die Baskets das Feld als Sieger verließen.