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Dritte Niederlage in Folge: Telekom Baskets verlieren nach Verlängerung in Göttingen

Dritte Niederlage in Folge : Telekom Baskets verlieren nach Verlängerung in Göttingen

Nach einer 99:102-Niederlage nach Verlängerung in Göttingen sind die Playoff-Chancen der Telekom Baskets weiter gesunken. Für die Bonner war es die dritte verlorene Partie in Serie.

Das Ziel Playoffs ist für die Telekom Baskets in nicht mehr sichtbare Ferne gerückt. Der Bonner Basketball-Bundesligist unterlag bei der BG Göttingen mit 99:102 (31:29, 19:16, 20:22, 17:20, 12:15) nach Verlängerung und kassierte damit die dritte Niederlage in Serie. Bei elf verbleibenden Spielen beträgt der Rückstand der Baskets auf den achtplatzierten Bamberg acht Punkte – angesichts eines alles andere als leichten Restprogramms mit den Rückspielen gegen alle Teams auf den Tabellenplätzen eins bis sechs ein kaum aufzuholender Rückstand. „Man muss es realistisch sehen: Die Chancen sind nah an der Unmöglichkeit“, sagte Sportmanager Michael Wichterich nach der Partie.

Baskets-Trainer Will Voigt musste wie schon beim Auswärtsspiel in München am Dienstag auf Topscorer Chris Babb verzichten, der nach seiner Schulterverletzung noch nicht wieder einsatzfähig war. Dafür kehrte Deividas Gailius nach sechswöchiger Pause infolge einer Knöchelverletzung zurück ins Aufgebot. Voigt beorderte Alex Hamilton, TJ DiLeo, Isaiah Philmore, Strahinja Micovic und James Thompson IV in die Auftaktformation und sah einen 6:0-Start seines Teams. Nach einem Ballgewinn traf Hamilton zur 13:3-Führung (3.) und veranlasste Göttingens Coach Roel Moors damit zur ersten Auszeit.

BG Göttingen - Telekom Baskets Bonn

In der Folge schafften es die Gäste nicht, ihren schnell herausgespielten Vorsprung weiter auszubauen. „Wir haben es verpasst, auf dem Gas zu bleiben“, meinte Wichterich nicht nur mit Blick auf die Anfangsphase. Denn Göttingen gelang es, den Rückstand in nur rund zwei Minuten zu drehen (18:17), weil die Bonner ein ums andere Mal zu unentschlossen in der Defensive agierten. Das nutzte vor allem Rihards Lomazs, der die Hausherren fast im Alleingang im Spiel hielt. Dass die Baskets zum Ende des ersten Viertels nicht höher als mit 31:29 führten, lag auch an der Schwäche von der Freiwurflinie: Nur einer von sechs Versuchen fand den Weg in den Korb. Ein Problem, dass die Gäste das komplette Spiel über begleiten sollte.

Göttingen überzeugte zwar spielerisch nicht, traf aber hochprozentig aus der Distanz und ließ die Lücke zu den Bonnern nicht mehr zweistellig anwachsen. Lomazs blieb der Alleinunterhalter im Angriff der Niedersachsen und verkürzte per Dreier auf 43:44 (18.). Das Spiel der Baskets blieb enorm fehlerbehaftet, was sich unter anderem in neun Ballverlusten zum Ende des zweiten Abschnitts niederschlug. Dennoch: Mit einer Fünf-Punkte-Führung (50:45) gingen die Gäste in die Kabine.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb es bei einer zerfahrenen Partie, in der der Ausfall Babbs deutlich bemerkbar war. Göttingens Topscorer Tai Odiase hatten die Baskets voll unter Kontrolle, der Center kam am Ende nur auf zwei Punkte und war somit kein Faktor. Es war aber nur das Duell unter den Körben, dass das Voigt-Team klar für sich entschied. Mit zwei verwandelten Freiwürfen erhöhte Spielmacher Hamilton die Bonner Führung nach 30 Minuten auf drei Zähler (70:67).

Zu Beginn des letzten Viertels präsentierten sich die von Roel Moors trainierten Gastgeber zielstrebiger und gingen nach einem 9:0-Lauf mit sieben Punkten Vorsprung in Führung (82:75, 36.). Die Bonner überwanden das Tief, zwei Minuten später traf Philmore per Dreier zum 85:84 und legte anschließend nach Ballgewinn nach. Doch die nötige Souveränität fand einfach keinen Platz im Spiel der Gäste. In der wilden Schlussphase glich Göttingens Aubrey Dawkins zum 87:87 aus, die Baskets nutzten den letzten Angriff nicht zu den siegbringenden Punkten – es ging in die Verlängerung.

Nach einem Dreier des besten Bonners Hamilton, der am Ende auf starke 29 Punkte kam, stand es 94:89, zwei Minuten später glich der Lette Lomazs ebenfalls aus der Distanz aus und setzte mit 38 Punkten einen Bundesliga-Saisonrekord. Micovic per Dreier und wieder Hamilton erzielten die 99:98-Führung für ihr Team, doch die letzte Antwort hatten die Göttinger: Harper Kamp und Dawkins mit zwei verwandelten Freiwürfen sicherten der BG den Heimsieg.

Für die Telekom Baskets geht es am nächsten Sonntag (15 Uhr) erneut auswärts bei s.Oliver Würzburg weiter.

Göttingen: Booker 8 Punkte/1 Dreier, Weidemann 7/1, Nelson, Vargas 5/1, Kramer, Omuvwie 6/1, Lomazs 38/7, Mönninghoff 3/1, Kamp 16/2, Odiase 2, Dawkins 17/2.

Bonn: Hamilton 29/2, Pollard 6, Thompson IV 6, Micovic 19/2, Hudson 6/1, DiLeo 9, Binapfl 2, Gailius, Kratzer 6, Philmore 16/2.

Trefferquote (Zweier): Göttingen 56% (18/32), Bonn 61% (31/51); Dreierquote: Göttingen 42% (16/38), Bonn 35% (7/20); Freiwurfquote: Göttingen 86% (18/21), Bonn 59% (16/27); Rebounds: Göttingen 30, Bonn 41 (Bester: Thompson IV 11); Assists: Göttingen 19, Bonn 11 (Bester: DiLeo 5); Ballgewinne: Göttingen 10, Bonn 13 (Beste: Hamilton, DiLeo je 4); Ballverluste: Göttingen 17, Bonn 23; Fouls: Göttingen 27 (Mönninghoff, Odiase 5), Bonn 22; Zuschauer: keine. 

Video zur Verfügung gestellt von MagentaSport