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Telekom Baskets Bonn: Zum fünften Mal im Top Four

Telekom Baskets Bonn : Zum fünften Mal im Top Four

Zum fünften Mal in ihrer 19-jährigen Bundesliga-Geschichte stehen die Telekom Baskets Bonn im Top Four des BBL-Pokals. Im Qualifikationsspiel gegen die BG Göttingen setzte sich die Mannschaft von Trainer Mathias Fischer am Dienstagabend im Telekom Dome mit 92:83 (29:18, 23:19, 24:23, 16:23) durch.

Es war ein hochverdienter Erfolg, der in keiner Phase des Spiels ernsthaft in Gefahr geriet. Gäste-Coach Johan Roijakkers brachte es auf den Punkt: "Bonn war die bessere Mannschaft."

Volle Konzentration von der ersten Sekunde an hatte Fischer gefordert - vor allem in der Defensive. Seine Spieler setzten das mustergültig um. Göttingen tat sich schwer gegen die aggressive Gangart der Bonner, die dicht an ihren Gegenspielern klebten und mit schnellen Händen Ballstafetten oder Dribblings verhinderten.

Auch offensiv lief es von Beginn an. Beim 66:65-Erfolg zuletzt in der Bundesliga hatten die Hausherren noch große Schwierigkeiten gegen die Göttinger Zonendeckung gehabt. Da waren sie aus der Distanz vom Wurfglück verlassen, und auch unter den Körben war nicht viel zusammengelaufen. Gestern leitete Eugene Lawrence gleich mit dem ersten Wurf eine gute Dreierquote der Bonner ein, an der sich auch der wiedergenesene Benas Veikalas maßgeblich beteiligte, während in Brettnähe Dirk Mädrich und Tadas Klimavavicius von schönen Spielzügen profitierten und diese meist nutzen konnten. "Wir haben die Woche über daran gearbeitet, Lösungen gegen die Zone zu finden. Das ist uns gelungen", sagte Andrej Mangold.

Über die Zwischenstände 15:7 nach einem Veikalas-Dreier und 25:16 - wieder hatte der Litauer aus der Distanz zugeschlagen - setzte sich Bonn bis zum 47:33 (Dreier Angelo Caloiaro) mit 15 Punkten ab. Zwischendurch hatte der starke Ryan Brooks immer wieder den Weg zum Korb gesucht oder war von hinter der 6,75-Meter-Linie erfolgreich. Der Amerikaner sammelte vor der Pause 13 Punkte. Bei Mädrich waren es elf, bei Veikalas neun und bei Klimavicius acht Zähler. 3 800 Zuschauer, erstaunlich wenig bei so einem wichtigen Spiel, honorierten die Leistung ihres Teams und die 52:37-Führung zur Pause mit viel Beifall.

Konzentration hochhalten, das war die Devise der Baskets nach der Pause. Und auch das beherzigten die "Fisherman's Friends". Zunächst war Caloiaro am Korb zweimal anspielbar und vollstreckte, dann schlug wieder Veikalas zu. Bis zum 66:46 erzielte der Litauer neun Punkte in Folge, darunter zwei Dreier. Das war Basketball vom Feinsten, was die Baskets da zelebrierten. Mehrfach gab es Szenenapplaus, als sie den Ball schön laufen ließen, um dann zweimal Caloiaro und einmal Steve Wachalski freizuspielen. Sorglos durften die Bonner aber nicht werden. Denn Göttingen wehrte sich, spielte nun nicht nur aggressiver, sondern auch schneller und kam heran: nur noch 76:65 (32.) nach einem schwierigen Dreier von Alex Ruoff.

[kein Linktext vorhanden]Angesichts der finsteren Entschlossenheit ihres Gegners wirkten die Bonner ein wenig überrascht, verloren offensiv ihren Rhythmus, taten aber genau das Richtige: Sie hielten in der Abwehr dagegen. Andrej Mangold und Lawrence eroberten zweimal den Ball, und als Klimavicius einen Fastbreak mit einem Dunking abgeschlossen hatte, waren es wieder 15 Punkte Vorsprung für sein Team. Es war deutlich zu spüren: Der fünfmalige Vizemeister wollte sich die fünfte Top-Four-Teilnahme nicht nehmen lassen, hielt mit allem, was er hatte, dagegen. Veikalas mit fünf Punkten in Folge - Korbleger plus Dreier - sorgte für das 88:72 (37.). Es war das Spiel des Litauers, der mit 26 Punkten zum besten Schützen auf dem Feld avancierte.

Souverän brachten die Baskets die letzten Minuten der Begegnung über die Runden, wenn auch die Konzentration etwas nachließ und der Gast noch einmal näher herankam. "Steht auf, wenn ihr Bonner seid", skandierten die Fans und erhoben sich von ihren Plätzen. Am 11./12. April wird man viele von ihnen in Oldenburg wiedersehen. Dann findet in der EWE-Arena das Top- Four-Turnier statt.

"Wir haben aus dem letzten Spiel gelernt und den Ball gegen die Zone besser bewegt. 67 Prozent Trefferquote am Korb sprechen für sich. Und Benas hatte eine unglaubliche Dreierquote", freute sich Fischer. "Ich bin mit meinem Team sehr zufrieden."