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Mehrkampf-Meeting in Götzis: Zehnkampf-Weltmeister Kaul auf Olympia-Kurs

Mehrkampf-Meeting in Götzis : Zehnkampf-Weltmeister Kaul auf Olympia-Kurs

Nach einer Leistungssteigerung hat sich Weltmeister Niklas Kaul am ersten Tag der Olympia-Qualifikation der Zehnkämpfer noch auf Platz elf gekämpft. Gut im Rennen liegt auch der frühere WM-Dritte Kai Kazmirek.

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul hat sich beim Meeting im österreichischen Götzis eine gute Ausgangsposition geschaffen, auf Anhieb das Zehnkampf-Ticket für die Tokio-Spiele zu buchen.

Der 23 Jahre alte Mainzer rückte am Samstag nach einem mäßigen Beginn über 100 Meter (11,37 Sekunden) und dem 24. und vorletzten Platz am Ende des ersten Tages noch auf Platz elf und holte 4126 Punkte. „Es hat Spaß gemacht. Ich habe etwa 40 Punkte weniger als bei der WM nach den ersten fünf Disziplinen“, sagte Kaul.

Da der zweite Tag mit seinen Königsdisziplinen Speerwurf und 1500-Meter-Lauf der stärkere ist, dürfte der jüngste WM-Champion der Geschichte die Olympia-Norm von 8350 Punkten übertreffen können, um den Tokio-Startplatz zu sichern. Bei der WM im Oktober 2019 in Doha/Katar, wo er seinen bislang letzten Zehnkampf absolvierte, hatte sich Kaul nach Platz elf und 4164 Punkten am ersten Tag noch mit 8691 Punkten zum jüngsten Weltmeister gekrönt.

Kazmirek gut dabei - Warner auf 9000-Punkte-Kurs

Bestens im Olympia-Rennen liegt auch Kai Kazmirek. Der 30 Jahre alte WM-Dritte von 2017 von der LG Rhein-Wied erreichte den siebten Platz mit 4252 Punkten. Neunter wurde der Frankfurter Andreas Bechmann mit 4212 Zählern. Eine Klasse für sich ist der kanadische WM-Dritte Damian Warner (31), der mit 4743 Punkten die Hoffnung geweckt hat, als vierter Zehnkämpfer die 9000-Punkte-Marke zu überwinden. Den Weltrekord hält mit 9126 Punkten der Franzose Kevin Mayer.

Warner war besonders im Weitsprung über sich hinausgewachsen: 8,28 Meter ist zuvor kein Athlet im Zehnkampf gesprungen - mehr Punkte als er sammelte noch nie jemand in dieser Disziplin.

Zwei Siebenkämpferinnen machen Hoffnung

In Abwesenheit der früheren Vizeweltmeisterin Carolin Schäfer (Eintracht Frankfurt), die wegen Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung passen musste, machten zwei junge deutsche Siebenkämpferinnen eine gute Figur. Vanessa Grimm (24) vom Königsteiner LV liegt nach vier Disziplinen mit 3773 Punkten auf dem siebten Rang. Sie glänzte vor allem im Kugelstoßen mit 15,04 Metern. Damit wuchtete sie die Kugel 71 Zentimeter über ihre Bestleistung.

Die Leverkusenerin Sophie Weißenberg (23) sammelte 3732 Punkte und ist im Zwischenklassement Zehnte. Auf Platz 14 folgt ihre Vereinskollegin Louisa Grauvogel mit 3616 Zählern, Lucie Kienast (3603) aus Halle ist 17., Anna Maiwald aus Leverkusen (3616) belegt Platz 19. In Führung liegt die US-Amerikanerin Annie Kunz (3897).

Kurzporträt Carolin Schäfer

Kurzporträt Niklas Kaul

Startfeld in Götzis

Zeitplan

Statistiken

Kurzporträt Kai Kazmirek

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