Zugang nur mit Test: Sternschnuppen Bockeroth feiern Prunksitzung: Tanzen mit Leidenschaft und Herzblut

Zugang nur mit Test: Sternschnuppen Bockeroth feiern Prunksitzung : Tanzen mit Leidenschaft und Herzblut

Der TC Sternschnuppen Bockeroth begeistert mit einer hochkarätiger Prunksitzung das Publikum in Oberpleis.

Rund 300 Karnevalsfreunde genossen in der Aula Oberpleis einen Abend der ganz besonderen Art. Für die Prunksitzung hatte der TC Sternschnuppen Bockeroth ein Programm zusammengestellt, bei dem sich die spannenden Unterhaltungsmomente keine ruhige Minute gönnten. Atemberaubende Tänze, flotte Musik, üppige Lachnummern und launige Redebeiträge wechselten einander ab und sorgten stundenlang für gute Laune.

„Wir haben uns 24 Monate nicht gesehen“, rief Sitzungspräsident Werner Krämer den Gästen zu. Um so wichtiger sei es nach der ausgefallenen Session 2020, ein bisschen zu feiern. „Genießt die Stimmung“. Das ließen sich die Jecken nicht zweimal sagen. Die Aula war mit blau-weißen Schirmen dekoriert, die kopfüber von der Decke baumelten. Für die Bühnenkulisse war ein blauer Vorhang mit großen silbernen Sternen behangen worden – die Sternschnuppen eben.

Während der Sitzungspräsident noch die begrüßenden Worte sprach, machten sich im Foyer bereits rund 50 junge Tänzerinnen im Alter von fünf bis fünfzehn mit Aufwärmübungen für ihren Auftritt bereit. Die Sternchen, Schnüppchen, Sternschnüppchen und Schnuppen, so die Namen der Nachwuchsgruppen, waren vollends motiviert, dem Publikum das Beste zeigen.

Doch zunächst übernahm der Bläsercorps Auelgau das musikalische „Einheizen“. Und das hat bei den Sternschnuppen Tradition. „Seit 50 Jahren spielt ihr auf den Sitzungen für uns“, freute sich Krämer. Die Bläser schafften es auch diesmal, die Jecken zum Mitklatschen und Schunkeln zu bringen.

Die jungen Tänzer stürmten danach auf die Bühne und zeigten, dass all das kräftige Training der vergangenen Wochen sich richtig gelohnt hatte. Im Nu eroberten sie die Herzen der Zuschauer mit beeindruckend sportlichen Tanzformationen. Die Trainerinnen Sarah Leister, Julia Behr und Anna Huhn hatten offenbar bei allen jungen Sternschnuppen die Tanzbegeisterung entfacht und zum leuchten gebracht.

Auch wenn die Senior-Sternschnuppen – in diese Kategorie kommt jede Schnuppe ab 16 Jahren – oft schon langjährige Tanzerfahrung haben, waren die Tänzerinnen und Tänzer vor ihrem ersten großen Auftritt nach längerer Pause nicht minder aufgeregt. „Wir brennen für den Tanz“, beschrieb Janina Bäßgen, Sprecherin der Schnuppen, die große Tanzleidenschaft. In der Pandemiezeit mit Kontaktbeschränkungen seien die Trainingseinheiten online erfolgt, um die Kondition zu erhalten, berichtete Bäßgen. So sei auch ein neues Tanzprogramm entstanden. „Wir haben die Zeit gut überstanden und auf Neustart gedrückt“.

Zwei große Tanzbeiträge gab es für die Prunksitzung: zum einen Formationen zum Gardetanz und zum anderen die Showtänze. Beide Auftritte waren fulminant. Mit Hebungen oder Beinwürfen, mit Spagateinlagen oder Radschlagen legten sie beim Gardetanz atemberaubende Choreografien aufs Bühnenparkett. Die Showtanzdarbietungen zu universeller Musik begeisterten ebenso und zeigten die große Bandbreite der Sternschnuppen. „Technik ist das A und O“, erklärte Bäßgen. Und auf das regelmäßige Training werde ganz großen Wert gelegt. Das sich das lohnt, hatten die Sternschnuppen bewiesen. Der Beifall für die Tänzer rauschte jedenfalls noch lange durch den Saal.

Den Abend bestritten zudem weitere Hochkaräter der guten Karnevalsunterhaltung. Musikalisch sorgten „Kaschäm“ mit kölscher Covermusik oder „Jedöns“ mit selbst benanntem „Skarnevalsbassrock“ für gute Laune. „Lupo“ und die „Domstürmer“ gaben zu später Stunden die Töne an. Für witzige Wortgefechte sorgten Bauredner Klaus Rupprecht und sein Äffchen Willi. Als sanitäre Fachkraft „Motombo“ brachte Redner Dave Davis die Lachmuskeln der Narren an ihre Grenzen.

Auch Ehrungen standen an. Chiara Di Pasquale und Paula Henseler wurden für fünfjährige Mitgliedschaft geehrt. Carina Brenner wurde ebenfalls für fünfjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Seit zehn Jahren dabei sind Elisa Schuck, Sarah Trimborn und Marie Tasler, seit 15 Jahren Sarah Colling und Sarah Trimborn und seit 25 Jahren Janina Bäßgen.