Nissan Maxima QX: Oberklasse zum Spartarif

Ein preislich interessantes Angebot macht Nissan. Das Topmodell Maxima eignet sich besonders für Kunden, die weniger ein Statussymbol als ein Auto mit Oberklassequalitäten suchen. Die zweite Generation des Maxima QX, die jetzt zu Preisen ab 46 900 Mark auf den deutschen Markt kommt, bietet vor allem Komfort und Luxus.

Nissan Maxima QX: Oberklasse zum Spartarif
Foto: Werksfoto

Importeure haben in dieser noblen Klasse wenig Chancen. Das zeigt schon der Blick auf die Zulassungsstatistik: Gut 280 000 Fahrzeuge jährlich, das bedeutet rund 80 Prozent, gehen auf das Konto von Audi, BMW und Mercedes mit den Modellen A6, Fünfer und E-Klasse. Bei Nissan rechnet man deshalb in diesem Jahr nur noch mit 2 000 Maxima-Verkäufen.

Die Stufenheck-Karosserie im fernöstlichen Look wartet nicht nur mit einer um 150 Millimeter größeren Außenlänge auf, sondern auch mit einem größeren Radstand. Das bringt innen mehr Beinfreiheit und einen von 440 Liter auf 520 Liter gewachsenen Kofferraum. Knapp fünf Meter Außenlänge bedeuten fast Mercedes-S-Klasse-Format. Wie bisher stehen zwei V6-Aggregate mit Vierventiltechnik zur Wahl.

Der Zweiliter-Sechsyzlinder blieb mit 103 kW/140 PS und 179 Newtonmeter bei 4 000 Umdrehungen unverändert. Leichte Verbesserungen in den Leistungswerten wurden durch eine geänderte Getriebeabstufung erreicht. Auf ersten kurzen Probefahrten erwies sich der Basis-V6 als angenehme und ausreichende Motorisierung. Mit ihm lässt es sich auf Autobahnen wunderbar gleiten; vor allem Reisegeschwindigkeiten um 150 km/h absolviert er leise und mit praktisch vibrationsfreiem Motorlauf.

Die Paradedisziplin von 0 auf 100 km/h schafft er in 11,3 Sekunden, seine Spitze wird mit 203 km/h (Automatik: 184 km/h) angegeben. Bei kurzen Zwischensprints allerdings empfiehlt es sich zurückzuschalten, da der Durchzug des vom Hubraum her etwas schmächtigen Sechszylinders angesichts der 1,5 Tonnen Leergewicht nicht gerade berauschend ist. Der Fahrkomfort ist ausgezeichnet, lediglich die Lenkung ist für manchen Geschmack etwas stramm ausgelegt. Der weiterentwickelte 3-Liter-V6 leistet jetzt 147 kW/200 PS (bisher: 193 PS) und hat ein maximales Drehmoment von 271 Newtonmeter (bisher: 255 Nm).

Kultivierter Sechszylinder

Nissan hat mit der Fitnesskur weniger den Leistungszuwachs angepeilt als vielmehr die Absenkung von Geräuschen, Vibrationen und Verbrauch. Das Ziel wurde erreicht: Der große Sechszylinder läuft besonders kultiviert und verbraucht im Euro-Mix mit 9,5 Liter auf 100 Kilometer rund einen dreiviertel Liter weniger als sein Vorgänger. Vorläufig ist er noch in der Schadstoffklasse Euro 3 eingestuft. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h, in der sehr komfortablen Vierstufen-Automatikversion bei nur 212 km/h.

In beiden Versionen wurde die Fahrwerksabstimmung des Fronttrieblers überarbeitet und dabei noch stärker auf europäische Ansprüche zugeschnitten. Beim 3.0 gehört ein Visco-Sperrdifferential mit begrenztem Schlupf an der Vorderachse zur Serienausstattung. Auch sonst hat der Maxima fast alles an Bord, was sonst teuer bezahlt werden muss und somit die Brieftasche des Autokäufers schont. Schon im Basismodell Comfort, das nur in Verbindung mit dem 2-Liter-Sechszylinder verfügbar ist, sind eine Menge elektrischer Helferchen im Preis genauso enthalten wie zum Beispiel die Klimaanlage.

Alle Modelle verfügen über eine umfangreiche Sicherheitsausstattung: Front- und Seiten-Airbags, Gurtstraffer und -kraftbegrenzer, Isofix-Vorrüstung für die sichere Verankerung von speziellen Kindersitzen höhenverstellbare Kopfstützen auf allen fünf Plätzen sowie ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent. Der Maxima 3.0 Elegance ist mit 58 900 Mark deutlich teurer, aber gegenüber der deutschen Konkurrenz immer noch sehr günstig. Das Automatikgetriebe kostet 3 000 Mark Aufpreis, die Metallic-Lackierung 1 200 Mark, das Schiebedach 1 600 Mark und die Lederbezüge 4 200 Mark. Das Antischleudersystem EPS befindet sich nicht im Angebot.

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