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Peugeot 307: Neuanfang mit einem eleganten Franzosen

Peugeot 307: Neuanfang mit einem eleganten Franzosen

Die für Peugeot wichtigste Modellreihe steht kurz vor der Ablösung. Ab Juni ersetzt der 307 den 306. Der Kompakte in der "unteren Mittelklasse" ist, wie Markenvorstand Frédéric Saint-Geours erläutert, der erste Vertreter der neuen PSA-Plattformstrategie.

Mehrere Modelle von Peugeot und Citroën werden die gleiche Basis erhalten. Auf den deutschen Markt kommt der 307 in vier Motorisierungsstufen, darunter sind zwei Benziner und zwei HDi-Diesel, einer davon mit dem Partikelfiltersystem FAP.

Auf den ersten Blick wirkt das 307-Blechkleid schlicht aber elegant. In die gewohnte Frontansicht sind zeitgemäß Klarsichtscheinwerfer eingepasst. Markentypisch ist die Frontscheibe sehr schräg gestellt und geht in ein coupé-artiges Dach über. Die im hinteren Teil seitlich herausgezogene Gürtellinie erinnert an den Audi A3, die breite C-Säule an den Renault Clio, die recht massive Heckpartie an den VW Golf.

Innen bietet der 307 ein großzügiges Raumangebot. Dafür sorgt nicht zuletzt der lange Radstand von 2,61 Meter bei 4,20 Meter Außenlänge. Vorn fühlen sich die Insassen wohl. Beim Einstieg und wenn die Sitze weit nach vorn geschoben werden, stört etwas die langsam ansteigende Dachhöhe. Der Fahrer hat alles gut im Blick und im Griff. Ein optischer Gag ist der schwarze Tacho mit silbernen Anzeigen.

Auch im Fond herrscht viel Platz, wenn man nicht gerade ein Sitzriese ist, denn dann schränkt das heruntergezogene Dach die Kopffreiheit ein. Überraschend viel Raum bleibt für Beine und Füße. Zum Wohlfühlen trägt die ausklappbare breite Fond-Armlehne mit integriertem Ablagefach in der gehobenen Ausstattungsstufe bei. Im variabel erweiterbaren Kofferraum lassen sich 341 Liter verstauen, schwere Lasten müssen allerdings über die einige Zentimeter hochgezogene Ladekante gehoben werden.

Für den Vortrieb stehen zwei Benzinmotoren mit 1,6 Liter und 2,0 Liter Hubraum zur Verfügung. Der im Cabrio 206 CC kürzlich vorgestellte 1.6 16V leistet 80 kW/109 PS, der bewährte 2.0 16V exakt 100 kW/136 PS. Dazu kommen die beiden 2,0-Liter-Dieselaggregate mit 66 kW/90 PS sowie 80 kW/109 PS, FAP eingeschlossen. Peugeot macht also sein Versprechen wahr, eine serienmäßige HDi-Version mit Rußpartikelfilter erstmals auch in dem für den Markt bedeutenden Kompakt-Segment anzubieten.

Zum hohen Sicherheitsstandard tragen unter anderem das Antischleudersystem ESP (elektronisches Stabilitäts-Programm), der bei Notbremsungen automatisch helfende Assistent, seitliche Kopf-Airbag-Vorhänge und die aktiven Rückenlehnen in den Vordersitzen zur Vermeidung von Halswirbelsäulen-Schäden bei. Etwas besonderes haben sich die Franzosen bei der aktiven Fußstütze ausgedacht, sie soll den linken Fuß des Fahrers beim Crash vor Verletzungen schützen. Zum Telematik-Angebot zählt der automatische Notruf, der beim Auslösen der Airbags aktiviert wird. Aber auch mit der Werkstatt kann man über das System direkten Kontakt aufnehmen.

Bereits die Basisausstattung des 307, die in Frankreich rund 90 000 Francs, also knapp 30 000 Mark kostet, kann sich sehen lassen. Hier finden sich unter anderem Seriendetails wie das vierfach verstellbare Lenkrad, der höhenverstellbare Fahrersitz und die Wärmeschutzverglasung. Noch mehr Komfort gibt es ab der Premium-Version mit Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, elektrisch einstellbarer und beheizbarer Außenspiegel, Audioanlage mit CD, Schubladen unter den Vordersitzen und Einzelarmlehnen vorn.

Der 307, der zunächst zwei- und viertürig mit jeweils großer Heckklappe startet, soll zu einer ganzen Modellfamilie ausgebaut werden. In Vorbereitung sind das Coupé und der Kombi, vom bisherigen 306 werden die Versionen Stufenheck, Kombi und Cabrio vorläufig noch weitergebaut; ein entsprechender Mini-Van auf der neuen Basis bleibt voraussichtlich dem Schwesterunternehmen Citroën vorbehalten. Seitdem auch die Premiummarken in dieses Segment eingestiegen sind, haben sich "die Kundenansprüche und der Markt geändert", meint Frédéric Saint-Geours und fügt hinzu, "darauf müssen wir reagieren".