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Toyota Corolla: Bereits die Basisversion vermittelt Dynamik

Toyota Corolla: Bereits die Basisversion vermittelt Dynamik

Der neue Toyota Corolla geht in seine neunte Generation - Sechs Motorisierungen zur Auswahl - Japaner legen Wert auf eine gute Verarbeitung - Erstmals als Kompaktvan Verso zu haben

Ganz europäisch gestaltet hat Toyota den neuen Corolla. Im hausinternen Styling-Wettbewerb der japanischen Marke bekam das Designzentrum Nizza den Zuschlag. Dort erhielt das mit mehr als 25 Millionen Einheiten meistverkaufte Auto der Welt - Bestseller in der Toyota-Palette - seinen Feinschliff.

Der Kompaktwagen, der in einer breiten Modellpalette antritt, geht in diesen Tagen an den Start. In der neunten Generation seit 1966 wird die Corolla-Reihe als Zwei- und Viertürer mit Schrägheck, Kombi und erstmals als Kompaktvan Verso angeboten. Das variable Modell soll auf Anhieb 25 Prozent aller Verkäufe bringen. Außerdem folgt im Sommer die Stufenheck-Limousine. Die Preise beginnen bei 13 550 Euro für den Zweitürer und 14 200 Euro für den Viertürer - jeweils mit großer Heckklappe und vom Hersteller "Drei-" und "Fünftürer" genannt. Der Kombi kostet 14 700 Euro, die Limousine 14 650 Euro, und den Verso gibt es ab 17 950 Euro.

Viel Kopffreiheit

Die insgesamt 39 Corolla-Versionen resultieren aus fünf Karosserieformen, vier Ausstattungsstufen und sechs Motoren - darunter vier Benziner und zwei Diesel. In allen Varianten signalisieren großflächige Karosserieflächen Solidität. Bereits die Basisversion vermittelt optisch eine Menge Dynamik. Dazu tragen die großen Klarglasscheinwerfer, die ausgestellten Radhäuser und eine das Toyota-Logo aufgreifende Rundung in der Motorhaube bei.

Die Japaner legen Wert auf gute Verarbeitung; Stoffe und Materialien im Innenraum überzeugen. Eine spezielle Beleuchtung sorgt für eine klare Anzeige der Instrumente in der Dunkelheit. Die im Vergleich zum Vorgänger rundum etwas gewachsenen Außenmaße und längeren Radstände schlagen sich im Innenraum nieder. Vorn wie hinten fühlen sich die Insassen unter anderem dank der größeren Ellenbogen- und Kopffreiheit bequem untergebracht. In der mageren Basisausstattung "C" erscheint der Corolla nicht so empfehlenswert - Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und elektrisch einstellbare Außenspiegel fehlen hier.

Neu im Programm ist der Kompaktvan Corolla Verso. Der Kunde erhält ein deutliches Plus an Raum, Vielseitigkeit und Flexibilität. Das Kuppeldach bietet trotz der höheren Sitzposition viel Kopffreiheit. Der Gepäckraum fasst bei voller Bestuhlung 417 Liter, als Zweisitzer 1 760 Liter Rauminhalt. Bereits in der Basis "C" ist der Verso ganz gut ausgestattet (hier zählen im Gegensatz zu den anderen Modellen elektrische Außenspiegel und Zentralverriegelung dazu). In der nächsthöheren Stufe kostet der Verso mit dem 90-PS-Diesel sowie unter anderem Dachreling und integrierten Kindersitzen im Fond beispielsweise 19 340 Euro.

Bei den "Drei"- und "Fünftürern" mit Benzinmotor finden sich dagegen in diesem Paket schon das elektronische Stabilitätsprogramm VSC, der Bremsassistent und die Traktionskontrolle TRC. Der neue Combi verdient im Übrigen seinen Namen wirklich, er ist kein bloßer Lifestyle-Kombi mit eingeschränktem Gepäckabteil. In seinen Kofferraum passen 402 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank 810 Liter, dachhoch beladen 1 480 Liter.

Beim neuen Corolla stehen sechs Motorisierungen zur Auswahl - vier Benziner und zwei Common-Rail-Diesel. Als Basis, außer beim Verso, bietet Toyota den 1.4 mit 71/97 PS an. Er verbraucht im Zweitürer nur 6,7 Liter auf 100 Kilometer. Von null auf 100 braucht er zwölf Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h, und damit ist man ausreichend motorisiert. Für alle Corolla-Versionen wird der 1.6 mit 81 kW/110 PS und 150 Newtonmetern Drehmoment angeboten. Er erreicht in 10,2 Sekunden aus dem Stand die 100-er-Marke und läuft 190 km/h in der Spitze; er läuft allerdings etwas rau und wirkt nicht besonders agil. Im Euro-Verbrauchsmix begnügt er sich mit 7,0 Litern auf 100 Kilometer.

Darüber hat Toyota den sportlichen TS angesiedelt. Er leistet dank eines variablen Ventilhubs 42 kW/57 PS mehr als der im Verso eingebaute, recht brave 1.8 mit 99 kW/135 PS. Der VVTL-i-Motor mit Sechsganggetriebe hat sich schon im Celica einen Namen gemacht. Er läuft im Corolla 225 km/h in der Spitze, und seine Tachonadel schnellt in 8,4 Sekunden auf 100 km/h, wenn man ihm die Sporen gibt. Mit 8,4 Litern auf 100 Kilometer liegt der Benzindurst des Sportlers bei moderater Fahrweise noch günstig. Die "Eckdaten" des 1.8 im Verso: in zehn Sekunden von 0 auf 100, 185 km/h Spitze und 7,6 Liter im Euro-Gesamtverbrauch.

Die beiden modernen 2,0-Liter-Dieseldirekteinspritzer mit Common-Rail-Technik leisten 66 kW/90 PS beziehungsweise 81 kW/110 PS. Die Einstiegsmotorisierung gibt sich mit lediglich 5,6 Litern auf 100 Kilometer im Euro-Mixverbrauch besonders sparsam und wird in allen Karosserietypen eingeführt, während der etwas stärkere Diesel den "Drei-" und "Fünftürern" vorbehalten bleibt. 215 beziehungsweise 250 Newtonmeter sorgen für rasanten Durchzug schon in niedrigen Drehzahlen. Die Leistungswerte können sich durchaus unter vergleichbaren Benzinern sehen lassen: 12,6 (beziehungsweise 11,4) Sekunden für den Sprint, 180 (195) km/h in der Spitze.

Toyota Deutschland erwartet in diesem Jahr vom Corolla ein Verkaufsvolumen von 40 000 Einheiten; im vergangenen Jahr waren es lediglich 18 000.