Schafgabe : Menschen richtig glücklich machen

Die Schafgabe ist ein Paradies für Wolle-Fans

Die Corona-Zeit ist eine bittere Prüfung für die meisten Menschen. Sie ist aber auch eine Chance, sich auf alte Fähigkeiten zu besinnen oder sich in neue Projekte zu stürzen. Das hat auch Regina Heinen bemerkt, die mit ihrem Wolle-Geschäft „Schafgabe“ im Lockdown zwar einige Einbußen erleben musste, gleichzeitig aber seither einen wahren Boom erlebt.

„Die Zeit, in der sich viele Menschen wieder mehr mit sich selbst beschäftigen mussten, hat natürlich auch dazu geführt, dass Stricken und Häkeln wieder richtig in Mode kommen“, erklärt Regina Heinen. Während des Lockdowns haben viele ihrer Stammkundinnen und auch etliche Neukundinnen via Telefon und Mail ihren Rat gesucht und sich auf diesem Weg Tipps für kniffelige Projekte geben lassen. Die Garne dazu hat die tüchtige Geschäftsfrau per Post geschickt oder direkt ausgeliefert.

„Ich habe in dieser Zeit viele schöne Geschichten erlebt“, erzählt Regina Heinen. Und seither ist die Bindung an ihre Kundinnen noch enger. Oft kommen die Damen in das wunderbare Geschäft „und baden einfach in den Farben“. Auch die Bücher wie „Männermaschen“ finden viel Anklang. Da kann man sich Tipps und Inspirationen zu isländischen und finnischen Strick-Anleitungen holen oder neue Trends aus vielen anderen Ländern finden. „Gerade die skandinavischen Bücher sprechen das Bedürfnis nach tollen Fotos und Mustern besonders gut an“, erzählt die Schafgabe-Chefin.

Besonderen Anklang findet seit der Corona-Krise neben dem Verkauf von schönen und extravaganten Masken auch eine Wimpel-Aktion, die Regina Heinen ins Leben gerufen hat. Aus nur zehn Gramm Garn stricken und häkeln ihre Kundinnen individuelle Wimpel und fotografieren sie. Auf der Webseite der Schafgabe sind diese Bilder alle zu sehen – und in natura sollen sie im Frühjahr aneinandergereiht im Beueler Heimatmuseum ausgestellt werden. Gleichzeitig war diese Aktion für viele Damen ein Wiedereinstieg ins Stricken und Häkeln.

Und sowohl Regina Heinen als auch viele ihrer Kundinnen beteiligen sich an der Aktion „Hoffnung leben e.V.“ in Beuel. Der Verein unterstützt Bewohner von Lesbos, die sich oft sehr aufopferungsvoll um Geflüchtete auf ihrer griechischen Insel kümmern. Auch hier geht es – wie beim Stricken – um das Mit- und Füreinander.

Apropos Miteinander: Jetzt, wo immer mehr Menschen erkennen, wie schön selbst gestrickte Weihnachtsgeschenke ankommen werden, findet ein ziemlicher Zulauf auf die Schafgabe statt mit ihren vielen tollen Garnen – oft aus biologischer und fair gehandelter Herkunft. Deshalb hat Regina Heinen den „Wollrausch-Termin am Donnerstagnachmittag“ ins Leben gerufen. Da können zum Beispiel Risikopatientinnen oder Kundinnen mit größerem Beratungsbedarf zu einer vorab vereinbarten Zeit ganz in Ruhe und mit der gewohnt fachkundigen Beratung die richtige Wolle finden. jöw

Schafgabe

Gottfried-Claren-Str. 7

53225 Bonn

Tel.: 0228/ 53 66 52 25

www.schafga.be