Einzelhandelsvereine : „Wir haben für Sie geöffnet!“

Arbeitsgemeinschaft der Gewerbevereine: Der Einzelhandel ist uneingeschränkt für seine Kunden da

Seit Anfang November haben sich die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie deutlich verschärft. Nach der jetzt gültigen Corona-Schutzverordnung dürfen weder gastronomische Betriebe öffnen, noch sind Veranstaltungen erlaubt. Was viele nicht wissen: Anders als im Frühjahr, als auch die meisten Einzelhändler schließen mussten, dürfen die Geschäfte in NRW jetzt weiterhin zu den gewohnten Zeiten öffnen. Einkaufen im Einzelhandel ist also auch in Bonn weiterhin sicher möglich. Darauf weisen die Interessengemeinschaften des Bonner Einzelhandels, City-Marketing Bonn e.V, Bad Godesberg Stadtmarketing e.V., die Gewerbegemeinschaft Beuel e.V. und die Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft Hardtberg (WGH) e.V. mit einer gemeinsamen Pressemitteilung hin.

„Der Bonner Einzelhandel ist gerade jetzt auf Kundenzuspruch besonders angewiesen. Das Einkaufen ist auch weiter sicher möglich“, betont Karina Kröber von City-Marketing Bonn e.V. „Die Erfahrung zeigt, dass der Einzelhandel kein Hotspot ist. Im Gegenteil: Die Hygiene- und Abstandsmaßnahmen haben sich bewährt und wurden beständig weiterentwickelt. Unsere Kunden können sich also in den Geschäften absolut sicher fühlen.“

In den regelmäßigen Befragungen der Händler durch den Handelsverband NRW hat sich gezeigt, dass die Corona-Maßnahmen funktionieren und die Kunden mit der Situation verantwortungsbewusst umgehen, indem sie sich an Abstandsgebote und Maskenpflicht halten. Eine Beobachtung, die auch Gisbert Weber von der Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft Hardtberg bestätigen kann. „Die umfangreichen Hygienemaßnahmen im Einzelhandel sorgen für einen hohen Sicherheitsstandard beim Einkaufen. In vielen Geschäften sind die Mitarbeiter speziell geschult worden, und Hygiene-Verantwortliche überwachen die Einhaltung der Schutzkonzepte. Das Vertrauen der Verbraucher ist für den Handel von großer Bedeutung, und der Schutz der Mitarbeiter und Kunden steht an erster Stelle.“

Sorgen bereiten den Einzelhändlern die extrem rückläufigen Kundenzahlen. Weil die gastronomischen Betriebe und Kulturstätten schließen mussten, sinkt die Aufenthaltsqualität für viele Innenstadtbesucher. „Das macht sich auch im Einzelhandel bemerkbar“, sagt Weber. „Die bereits angespannte Situation bei vielen Händlern verschärft sich und damit auch die Sorge, das Geschäft dauerhaft schließen zu müssen. Wir appellieren an alle Kundinnen und Kunden: Halten Sie dem Einzelhandel die Treue und kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke vielleicht in diesem Jahr schon früher ein!“, appelliert er.

Für eine weitere Entzerrung des Einkaufsgeschehens könnten die Adventssonntage sorgen, an denen der NRW-Einzelhandel ausnahmsweise öffnen darf, und ein verstärkter Kundenandrang kurz vor Heiligabend besser verteilt würde. Die Corona-Schutzverordnung erlaubt ausdrücklich eine Öffnung am 29. November, am 6., 13. und 20. Dezember sowie am 3. Januar 2021 jeweils von 13 bis 18 Uhr.

Ob die Bonner Einzelhändler von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden, wird derzeit in den Interessenvertretungen der einzelnen Stadtbezirke ausgelotet. „Wir tun im Handel jedenfalls alles, um unseren Kunden auch in schwierigen Zeiten ein angenehmes Einkaufserlebnis zu verschaffen“, bilanziert Karina Kröber.