Heimatshopping : Auch die „Rakete“ wird gezündet

Centrum-Chef Georg Zumsande: „Gerade jetzt für weihnachtliche Stimmung in der Stadt sorgen!“

Alexander von Humboldt soll das Städtchen Honnef als das „rheinische Nizza“ bezeichnet haben. Ob das einst lediglich werbewirksam kolportiert wurde oder tatsächlich so geschah? Belegt ist diese Lobeshymne nämlich nicht; der Forschungsreisende unternahm allerdings in jungen Jahren eine Studienreise an den Rhein. Auf den „Titel“ eines „rheinischen Nizza“ können die Bad Honnefer so oder so stolz sein – es ist ja mehr als nur ein Körnchen Wahrheit im Spiel.

Honnef, eingerahmt wie von einer Perlenkette durch Rhein und Siebengebirge, liegt geschützt im Schatten von Löwenburg, Drachenfels und Co. Genau das milde Klima war es, das viele vermögende Menschen ausgangs des 19. Jahrhunderts veranlasste, sich in Honnef niederzulassen und sich prächtige Villen bauen zu lassen. Und hohe Herrschaften wie die Königin von Schweden verweilten hier zur Erholung. Die schönen Jugendstilhäuser und auch die Fachwerkhäuser am Markt und neben der jahrhundertealten Pfarrkirche Sankt Johann Baptist verströmen noch heute ihr eigenes Flair, das zu einem Bummel durch Honnef einlädt.

Wegen Corona musste das Centrum e.V. seinen weit über die Grenzen der Stadt bekannten Martinimarkt in diesem Jahr absagen. Und auch auf das Kaminzimmer in der Adventszeit muss verzichtet werden. Das ist bitter für die Geschäftsleute und die Gastronomie. „Das Wichtigste ist, dass wir gerade jetzt eine einladende Weihnachtsstimmung in die Stadt zaubern“, sagt Centrum-Vorsitzender Georg Zumsande. Die Innenstadt wird mit Tannen, Lichtern und weihnachtlicher Deko geschmückt sein. Die Bad Honnef AG will wieder ihre „Rakete“ auf dem Markt aufstellen – den von ihr vor Jahren gestifteten futuristischen Weihnachtsbaum mit den vielen LED-Leuchten. Und Zumsande strahlt: „Die Stadt und die Bad Honnef AG übernehmen gemeinsam Versicherung, Wartung, Installation und Betrieb der Weihnachtsspannportale. Das ist wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für uns Einzelhändler.“ So wird in diesen harten Zeiten für heimelige Atmosphäre gesorgt.

Heimatshoppen – das ist gerade jetzt das Stichwort. Bequem und ganz entspannt in den Läden in der eigenen Stadt kaufen, nicht erst mit Bus oder Bahn unterwegs sein, um in Großstädten die Gaben für die Lieben zu besorgen – das macht das Schenken leichter, auch unter den Corona-Einschränkungen. In den Geschäften wird Beratung großgeschrieben, der Kunde kann ganz in Ruhe seine Auswahl treffen, sich Zeit nehmen beim Aussuchen. In Bad Honnef werden dem Besucher beim Bummel durch die Geschäfte jedenfalls eine Menge Geschenkideen vermittelt. Von Kleidungsstücken über Schuhe oder Schmuckstücke bis hin zu Möbeln oder Accessoires für Kleidung und Wohnung oder Büchern für lange Herbst- und Wintertage ist alles zu haben in Bad Honnef. Darüber hinaus existieren auch lokale Online-Angebote der Geschäftsleute aus der Stadt und die Möglichkeit, über die Kiezkaufhaus-Plattform zu Hause beliefert zu werden. 

Wer beim direkten Einkaufsbummel nicht nur die Schaufenster ins Visier nimmt, sondern seine Blicke auch über die Fassaden der Häuser gleiten lässt, entdeckt die alte, gediegene Architektur. Nicht verpassen beim Honnef-Besuch: ein Gang durch die Pfarrkirche am Markt, die eine jahrhundertealte Geschichte vorweisen kann und nach ihrer umfassenden Sanierung im Jahr 2018 im besonderen Glanz erstrahlt. Zum Innehalten der ideale Ort. oro