Weiterbildung : Ein Studium neben dem Beruf

Wer sich berufsbegleitend weiterbilden möchte, hat eine große Auswahl

In Deutschland studieren ungefähr zwei Prozent der Studenten berufsbegleitend. Doch es ist harte Arbeit, neben der beruflichen Tätigkeit zu studieren. Aufgrund des großen Studienangebotes ist es deshalb wichtig, einen Studiengang oder Fernstudiengang auszuwählen, der zur eigenen Lernweise passt.

Der Begriff „berufsbegleitendes Studium“ wird für unterschiedliche Studienformen genutzt. Genau genommen ist ein berufsbegleitendes Studium eine Weiterbildung, die neben der eigentlichen Berufstätigkeit durchgeführt wird. Besonders bekannt ist das Abendstudium (berufsbegleitendes Präsenzstudium), das oft als Teilzeitstudium bezeichnet wird. Je nach Studienlehrgang und Ausbildungsinstitut ist es nötig, samstags am Unterricht teilzunehmen. Bei einem Wochenendstudium findet der Unterricht nur am Wochenende statt.

Darüber hinaus gibt es noch das berufsbegleitende Fernstudium. Hier studiert der Teilnehmer mithilfe von E-Learning-Elementen und kann sich so seine Zeit beim Studieren selbst einteilen. Je nach Studienfach ist es jedoch notwendig, an Präsenzveranstaltungen teilzunehmen, die meist an Wochenenden stattfinden.

Berufsbegleitende Studiengänge mit akademischem Abschluss (z. B. MBA, Bachelor oder Master) gibt es in den unterschiedlichsten Bereichen. Besonders beliebt sind zum Beispiel Betriebswirtschaft und Management, Ingenieurwesen und Technik, Medien und Marketing, Psychologie sowie Informatik und IT-Management. Es existieren zig Privat-Hochschulen, Akademien, Fernhochschulen u.v.m., die ein berufsbegleitendes Masterstudium anbieten. Wer unsicher ist, kann eine Studienberatung in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich besteht gegenüber dem Arbeitgeber keine Mitteilungspflicht, wenn ein Teilzeit- oder Fernstudium oder eine Weiterbildung absolviert wird. Es ist aber dennoch zu empfehlen, seinen Chef zu informieren. Die Studienkosten können von der Steuer abgesetzt werden. dpa