Garten und Balkon : Den Frühling nach Hause holen

Viele bunte Blumen und Pflanzen vertreiben den Corona-Blues aus den eigenen vier Wänden

Sollte der Corona-Frust zu groß werden, empfehlen sich für eine rasche Gemütsaufheiterung bunte Blumen aller Art – gemischt in pink, orange, gelb, blau oder lila. „Mix and Match, je bunter je besser“ lautet das Motto. Damit holt man sich Lebensfreude und ein fröhliches Durcheinander in Töpfen, Kästen und Schalen ins Haus.

Und so viel sei verraten: Im Sommer setzt sich dieser Trend mit steigendem Thermometer auch im Außenbereich fort. Im Innenbereich besinnt man sich jedoch auch auf die gute alte Zeit – neu interpretiert. Trockenblumen wie etwa Eukalyptus und Pampasgras halten Einzug und sind alles andere als verstaubt. Omas Pflanzen wie Gummibäume und Grünlilien sind wieder in und faszinieren aufs Neue. Aus pfiffig gesteckten Haselnuss-Zweigen werden wahre Trendsetter, wissen die Experten bei Pflanzen Breuer in Sankt Augustin.

Freunde treffen, Kneipenbesuche und große Runden in der Familie sind wegen Ansteckungsgefahr nicht möglich, Handarbeiten und Werken zu Hause umso beliebter. So hat die jüngere Generation eine alte orientalische Tradition neu entdeckt: Makramee-Arbeiten sind wieder sehr angesagt. Aus Garn, Bast, Schnüren usw. werden in Handarbeit zum Beispiel Ringe in verschiedensten Größen geknüpft, Blumenampeln oder ganze Wanddekorationen hergestellt, Federn, Blätter oder Schlüsselbänder geknotet. Aber auch wer über weniger Fingerfertigkeit verfügt, kann seinen vier Wänden schnell neuen Charme verpassen, etwa, indem viele bunte Schleifenbänder dekorativ in einen größeren Zweig gebunden oder einfache Väschen mit zwei bis drei Schnittblumen hergerichtet werden.

Bei gestaffelten größeren oder gar Biedermeiersträußen sollte man das Feld jedoch den Floristen überlassen. Selber anfertigen kann man mit ein wenig handwerklichem Geschick jedoch in relativ kurzer Zeit dekorative Blumengestecke oder die ebenfalls als Ring gehaltene Frühlingsdekoration für die Haustür.

Dahinter beginnt das Reich der Zimmerpflanzen und dort kann zu Homeoffice-Zeiten mit lebendigem Grün in allen Varianten die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert werden. Efeututen, Kentia-Palmen, Drachenbäume oder Bogenhanf sorgen neben einer Erhöhung der Feuchtigkeit im Raum und der Reinigung der Luft von Schadstoffen auch für eine ästhetische und entspannende Komponente.

Balkon, Terrasse oder die Außenfensterbank können ebenso in dieses Zusammenspiel einbezogen werden, allerdings muss auch im klimatisch begünstigten Rheinland bis zu den Eisheiligen Mitte Mai noch mit Frost gerechnet werden. Der Tipp der heimischen Gartenexperten: „Kübel und Kästen mit farbenfrohen Stiefmütterchen und den bienenfreundlichen Hornveilchen bestücken, die wie Zwiebelpflanzen auch späte kalte Nächte gut überstehen.“ ah