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Bauen und Modernisieren: Wie man gute Handwerker findet

Bauen und Modernisieren : Wie man gute Handwerker findet

Der Neubau oder die Sanierung eines Eigenheims sind Aufgaben, die sich nur selten im Leben stellen. Dementsprechend unsicher sind die meisten Verbraucher, wie man mit dieser Herausforderung richtig umgeht. Die Bonner Energie Agentur (BEA) gibt dazu einige nützliche Tipps.

Zu einer erfolgreichen Baumaßnahme gehören vor allem gute Fachleute: qualifizierte Architekten, Energieberater und Handwerker. Nur wenn alle Akteure auf den Punkt genau arbeiten und gemeinsam an einem Strang ziehen, wird die Planung pünktlich und fachgerecht umgesetzt und der Kostenrahmen eingehalten. Dies ist kein Geheimwissen, und dennoch ergeben sich daraus wichtige Fragen: An wen wende ich mich zu welchem Zeitpunkt? Woher weiß ich, welcher Handwerker neben einem fairen Preis auch eine gesicherte Qualität anbietet? Wer kennt sich mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz aus? Wie koordiniere ich die Gewerke? Wieviel Dämmung ist vorgeschrieben?

Baubegleitung staatlich gefördert

Modernisierer sollten bereits vor dem Start des Bauprojekts ein Energieberatungs- beziehungsweise Architekturbüro finden können, das für sie alle notwendigen Handwerkerarbeiten fachkundig plant und koordiniert. Wer nun meint, dies verteuere das Bauprojekt unnötig, dürfte den Tipp von Tina Enderer, Architektin und Energieberaterin bei der BEA, interessant finden: „Die Kosten für Planung und Beratung – die so genannte Baubegleitung – kann man zur Hälfte über die staatliche Förderung zurückbekommen.“ Dabei sei zu beachten, dass Fördermittel in den meisten Fällen vor Beauftragung der Firmen beantragt werden müssen.

Fördermittel in Anspruch zu nehmen, heißt etwas mehr zu investieren; denn für halbe Sachen gibt es keine staatliche Unterstützung. Dafür bekommt man aber bis zu 15 Prozent der Kosten erstattet und spart durch zukunftsgerichtete, qualitativ hochwertige Lösungen mehr Energie.

Bei Ausführung auf Qualität achten

Qualitätssicherung gehört beim Handwerk genauso dazu wie in anderen Bereichen. Zum Beispiel kann ein Luftdichtheitstest bei einer Dachsanierung verhindern, dass durch mangelhaften Einbau der luftdichten Ebene Kondenswasser in die Dämmung eindringt. Auch ein Lüftungskonzept gehört bei der Sanierungsmaßnahme dazu und muss in einigen Fällen vom Fachhandwerker erstellt werden.

Vom Keller bis zum Dach

Um Bauwillige mit ihren vielen Fragen nicht allein zu lassen, sind die hiesigen Handwerks᠆innungen und Handwerkskammern gemeinsam mit weiteren baurelevanten Akteuren dem Verein Bonner Energie Agentur e.V. (BEA) beigetreten. Dieser bietet für Bonner neben einer kostenfreien und unabhängigen Erstberatung zu Neubau und Sanierung sowie zu Fördermitteln auch den Zugang zu einem regionalen Netzwerk mit Profis aus Handwerk, Planung und Gebäudeenergieberatung, den sogenannten Energieeffizienz-Partnern. Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher, zugleich stellvertretender BEA-Vorsitzender, erklärt die Hintergründe: „Bauen und Wohnen stehen in einer Umbruchphase: Um die ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen, brauchen wir energieeffiziente und energieliefernde Gebäude. Das erfordert neues Wissen, neue Blickwinkel und neue Formen der Zusammenarbeit. Wir brauchen einen intensiven Austausch zwischen allen beteiligten Gewerken. Genau das haben wir mit dem Energieeffizienz-Partner-Netzwerk erreicht.“

Die Energieeffizienz-Partner Bonn | Rhein-Sieg decken das gesamte Spektrum vom Keller bis zum Dach ab und verstehen ein Haus als ein geschlossenes System. Das heißt, sie betrachten Sanierungsmaßnahmen immer im Hinblick auf ihre Wirkung auf das gesamte Gebäude: für eine vorbildliche Energie- und Klimabilanz sowie für einen modernen Wohnkomfort.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite www.bonner-energie-agentur.de („Beratung und Förderung“ und „Fachleute finden“).