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Bonn gehört laut Blitzinformationsdienst zu blitzärmsten Städten 2019

Neue Statistik : Im Rhein-Sieg-Kreis schlagen Blitze besonders häufig ein

In Bonn blitzte es 2019 so selten wie in wenigen anderen Städten in NRW. Im benachbarten Rhein-Sieg-Kreis hingegen wurden über 1000 Einschläge mehr verzeichnet. Wie kommt es zu solchen Unterschieden?

Eine aktuelle Statistik zeigt, dass Bonn zu einer der blitzärmsten Städte im Jahr 2019 zählt. Nur 52 Mal schlug ein Blitz in Bonn ein. Zum Vergleich: Im Rhein-Sieg-Kreis gab es deutlich mehr als 1000 Blitzeinschläge. Im Jahr davor befand sich Bonn noch auf Platz zwei mit den meisten Blitzeinschlägen.

Wie der Bonner Wetterexperte Karsten Brandt des Anbieters Donnerwetter.de auf GA-Anfrage mitteilte, seien diese Zahlen aber „reine Zufälligkeiten“. „Der Rhein-Sieg-Kreis ist wesentlich größer als das Stadtgebiet Bonn und schließt außerdem ganz andere naturräumliche Gegebenheiten ein“, so Brandt. Generell würden Blitze oft von Süden nach Norden abnehmen. Die Aussagekraft der Statistik sei aber generell sehr begrenzt. Im Jahr 2017 war die Zahl der Blitzeinschläge ähnlich gering wie im vergangenen Jahr.

Im vergangenen Jahr hat der Blitz innerhalb von Nordrhein-Westfalen am häufigsten im Kreis Minden-Lübbecke - 1671 Mal - eingeschlagen. Auf Platz zwei kam der Kreis Lippe mit 1638 Einschlägen, wie der Blitz-Informationsdienst von Siemens am Dienstag mitteilte. Auch im Hochsauerlandkreis (1438 Fälle) und im Kreis Steinfurt (1383) zählten die Experten besonders viele Erdblitze. Es folgten der Kreis Borken, der Rhein-Sieg-Kreis und die Kreise Höxter und Euskirchen mit allesamt deutlich über 1000 Blitzeinschlägen. Am seltensten kam es zu solchen Phänomenen in Herne mit nur 22 Fällen, in Remscheid (49) und Bonn (52).

Als Bundesland lag NRW mit einer Dichte von 0,87 registrierten Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer nahe am Bundesdurchschnitt von 0,9 Einschlägen. Insgesamt sei 2019 ein blitzarmes Jahr gewesen - mit rund 329.000 Einschlägen in Deutschland, also 26 Prozent weniger als 2018. Der Grund laut Siemens: Es sei zu trocken gewesen. Gewitter benötigten Hitze und Feuchtigkeit. Deutschlands Blitzhauptstadt war demnach Speyer in Rheinland-Pfalz. Der 12. Juni wurde als blitzreichster Tag 2019 genannt.

Der Elektro- und Technologiekonzern analysiert seit 1991 die registrierten Blitze und sendet Warnhinweise an die Gewitteralarm-Kunden wie Wetterdienste, Versicherungen, Industrieunternehmen aller Branchen oder auch Betreiber von Stromnetzen. Blitze können Schäden an elektrischen Geräten verursachen. Hochempfindliche Elektronik in Fernsehern, Satellitenempfängern, Waschmaschinen oder Industriesteuerungen kann sogar auch dann beschädigt werden, wenn der Blitz in größerer Entfernung einschlägt.

(mit Material von dpa)

(ga)