Ferienjob im Phantasialand: Jede Saison eine neue Attraktion

Ferienjob im Phantasialand : Jede Saison eine neue Attraktion

In fast fünf Dekaden hat sich in dem Brühler Freizeitpark viel verändert. Viele Attraktionen von früher gibt es nicht mehr. Ein kleiner Blick auf die Historie des Phantasialands.

Aufmerksamen und langjährigen Besuchern des Phantasialands wird es sicherlich nicht entgangen sein: Den „Hey, hey ho“-rufenden Geist der Geister-Rikscha gibt es nicht mehr. Er ist ebenso der rasanten Entwicklung zum Opfer gefallen wie die Silbermine oder „Alex from Galax“.

Da wo einst das Space Center oder der Condor standen, gibt es nun den „Temple of the Night Hawk“ und den „Talocan“. Stetig hat sich der einstige Märchenpark weiterentwickelt, gehört 48 Jahre nach seiner Gründung durch Gottlieb Löffelhardt und Richard Schmidt zu den größten Freizeitparks der Welt und ist nach eigenen Angaben bei vielen Attraktionen weltführend. „Wir müssen ja wettbewerbsfähig bleiben. Dafür benötigen wir natürlich neue Attraktionen. Und momentan gibt es keinen weiteren Platz“, sagt Pascal Tischler von der Presseabteilung. Wie berichtet, bemüht sich das Phantasialand um 19 weitere Hektar Bebauungsland. Die Entscheidung liegt derzeit beim Umweltministerium. Das Phantasialand versucht, jedes Jahr eine neue Attraktion oder Show auf die Beine zu stellen. Das gelingt in der Regel, auch wenn es nicht immer auffällt. „Es kommt schon vor, dass wir vor der Saison gefragt werden, was neu ist. Und wenn wir dann ein Show-Programm aufzählen, kommt die Nachfrage, ob das denn alles sei“, so Tischler.

Rund zwei Millionen Besucher begrüßt der Freizeitpark jährlich, die beiden Hotels „Matamba“ und „Ling Bao“ sind gut besucht. Auch Stars wie Heino oder Lukas Podolski gehören zu den Gästen und reihen sich in eine lange Liste Prominenter ein. So besuchte schon 1997 Michael Jackson den Freizeitpark.

Großen Wert legt das Unternehmen auf die Zufriedenheit und Sicherheit der Besucher. In fast fünf Dekaden gab es nur wenige Zwischenfälle. Einer davon war ein Großbrand 2001, der mit 70 Verletzten allerdings verhältnismäßig glimpflich ausging. Dennoch wurde das Sicherheitskonzept erneut optimiert. Mittlerweile führt Robert Löffelhardt das Brühler Unternehmen, das mit 500 Festangestellten und 850 Saisonarbeitern zu den größeren Arbeitgebern der Region gehört. Auch Tischler begann seine Karriere als Ferienjobber – heute ist der 29-Jährige Marketingleiter des Phantasialands.