Polizei Adenau legt Kriminalstatistik vor: Nürburgring ist der Schwerpunkt

Polizei Adenau legt Kriminalstatistik vor : Nürburgring ist der Schwerpunkt

Wenn es nach den reinen Zahlen geht, kamen auf jeden der 200 Einwohner von Nürburg im Jahre 2014 knapp vier Straftaten. Das geht aus der Kriminalstatistik hervor, die Gerd Knechtges von der Adenauer Polizei am Dienstag vorlegte.

Zwar ist im vergangenen Jahr mit 756 erfassten Fällen zu 853 in 2013 die Zahl der Straftaten in Nürburg gesunken, liegt aber immer noch beim zweieinhalbfachen der Stadt Adenau mit 298 Fällen. Den Grund nennt Knechtges ein "Massenproblem durch die Großveranstaltungen am Nürburgring" wo Betäubungsmitteldelikte, Taschendiebstähle oder Diebstähle aus Zelten zulasten des sogenannten Gemeindeschlüssels für das Dorf inmitten der Rennstrecke gehen. Insgesamt registrierte die Adenauer Polizei in ihrem Bereich, der die Verbandsgemeinde Adenaue, Teile der VG Altenahr und den nordwestliche Teil des Kreises Mayen-Koblenz umfasst, im vergangenen Jahr 2024 Straftaten.

Knechtges: "Damit ging die Fallzahl um 124 zurück, nachdem diese im Jahr 2013 doch merklich gestiegen war. Die Zahl bewegt sich im Fünf-Jahres-Durchschnitt, aber nach wie vor um die für die Polizei Adenau magische Zahl 2000." Die Aufklärungsquote aller angefallenen Straftaten liege bei 53,7 Prozent und damit ebenfalls im Fünf-Jahres-Mittel. Durch die insgesamt 982 bei der Polizei in Adenau angefallenen Straftaten mit Sachschaden ist ein geschätzter Gesamtschaden von rund 1,4 Millionen Euro entstanden.

"Tatort Internet" mit weniger Straftaten

Merklich abgenommen haben die Fallzahlen der Rohheitstaten. Darunter fallen Körperverletzungs- und Raubdelikte, die mit 221 Fällen um 54 Fälle niedriger liegen als im Vorjahr. Die Zahl der Tageswohnungseinbrüche stieg von 17 auf 21 Fälle, die Zahl der sonstigen Wohnungseinbrüche fiel von 43 auf 38 Fälle. Die Zahl der Vermögensdelikte (Betrug) ist mit 252 Fällen um 39 gesunken. In Sachen "Tatort Internet" wurden 58 Straftaten erfasst, sieben weniger als 2013.

Jugendliche und Heranwachsende sind vornehmlich im Bereich der Körperverletzungen (136 Fälle), einfachen Diebstählen (79 Fälle), Beleidigungen (73 Fälle) und Sachbeschädigungen (50 Fälle) aufgefallen. Knapp 20 Prozent der Straftaten entfielen auf Frauen, 109 Verdächtige (plus 37) kamen nicht aus Deutschland.