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Lern-Programm "Math42": In "Höhle der Löwen" leer ausgegangen - nun App für Millionen verkauft

Lern-Programm "Math42" : In "Höhle der Löwen" leer ausgegangen - nun App für Millionen verkauft

In der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ wollten die Gründer der App Math42 einst zwei Millionen Euro einsammeln. Der Deal kam damals nicht zustande. Zwei Jahre weiter haben die Nitsche-Brüder jetzt ihre Lern-App für 12,5 Millionen Euro verkauft.

Die Brüder Maxim und Raphael Nitsche, Entwickler der Lern-App Math42, haben es geschafft: Sie sind Multi-Millionäre. Der US-Lernanbieter Chegg teilte am Donnerstag die Übernahme des Berliner Start-up-Unternehmens Cogeon Gmbh mit, deren Inhaber die Nitsche-Brüder sind. 12,5 Millionnen Euro sind laut Chegg auf das Konto der Berliner Jung-Unternehmer geflossen.

„Mathe ist ein großer Schmerz für heutige Schüler“, äußerte sich Nathan Schultz, Chief-Learning-Officer bei Chegg, in einer Pressemitteilung. Mit der Technologie der Mathe-App der Nitsche-Brüder könne man Schülern besser helfen, da die Tools selbsterklärend, personalisiert und stets verfügbar seien.

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden die innovativen Brüder bereits vor rund zwei Jahren durch die TV-Sendung "Die Höhle der Löwen". Sie forderten damals die größte Summe, die je ein Startup in der Sendung verlangt hatte: Als Maxim und Raphael Nitsche 2015 in der Vox-Sendung auftraten, verlangten sie zwei Millionen Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrer Mathe-App Math42. Damals kam der Deal mit den TV-Investoren nicht zustande. Doch ihr Fernseh-Auftritt löste einen Hype um die damals gerade erst 19 und 20 Jahre alten Gründer aus.

Mathe besser und einfacher verstehen

„Wir haben unser Unternehmen gegründet, um der Welt dabei zu helfen, Matheprobleme zu lösen“, sagten die Brüder der Presse. Chegg soll diese Mission nun fortführen.

Math42 ist eine Mathe-App, mit der Schüler Aufgaben lösen können. Das Angebot erklärt dem Nutzer Schritte für Schritt, wie er ein Zahlen-Problem angehen kann. Derzeit sollen mehr als zwei Millionen Schüler das Angebot nutzen. Die Idee kam den Nitsche-Brüdern, während sie selbst Nachhilfe gaben.