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Sportstadt: 1107 Bad Honnefer erwerben das Sportabzeichen

Sportstadt : 1107 Bad Honnefer erwerben das Sportabzeichen

Mit exakt 1107 Sportabzeichen haben die Teilnehmer nicht nur zum wiederholten Mal die Tausendermarke geknackt, sondern das Vorjahresergebnis nochmals um 70 erfolgreiche Teilnahmen übertroffen.

Wenn im Ratssaal der Stadt Bad Honnef ein Turner zwischen einem Boxer und einem Quidditch-Spieler sitzt und Hobby- wie Vereinssportler in Form von Eltern, Schülern und Rentner zusammenkommen, kann das eigentlich nur eins bedeuten: Das Deutsche Sportabzeichen wird verliehen. Der Sportverband Bad Honnef (svb) und die Stadt hatten dazu eingeladen. Dass es eng wurde im Saal, war nicht weiter verwunderlich: Mit 1107 im vergangenen Jahr erworbenen Sportabzeichen haben die sportlichen Honnefer nicht nur erneut die Tausendermarke überschritten, sondern das Vorjahresergebnis noch um 70 Abzeichen übertroffen.

Viel zu tun also für Helmut Schlegel, dem Stützpunktleiter des Deutschen Sportabzeichens, der die Urkunden überreichte. Unterstützt wurde er dabei von svb-Geschäftsführer Robert Heil, der die Verleihung mit viel Schwung moderierte.

svb-Vorsitzende Marie-José Püllen stellte das vielfältige Angebot der „Sportstadt Bad Honnef“ heraus, das sich aus der guten Zusammenarbeit der Vereine und der gelungenen Kooperation mit der Stadt ergebe. Auch Bürgermeister Otto Neuhoff fand es „bemerkenswert, wie viele Aktivitäten hier in Bad Honnef angeboten werden“. Dank des Haushaltsausgleichs 2017 könne die Stadt nun auch im Sport zukunftsorientiert investieren.

Bereits auf der Habenseite zu verbuchen sei die Turnhalle in Aegidienberg, ebenso die geplante Sporthalle der Gesamtschule Sankt Josef des Bistums, für die erste Schritte in die Wege geleitet worden seien. Die nächsten größeren Projekte seien eine Sanierung des Sportplatzes am Menzenberg samt neuem Hockeyplatz.

Schulen maßgeblich beteiligt

Dann standen die Sportler im Mittelpunkt, allen voran die Schulen, die maßgeblich an der Zahl der erworbenen Abzeichen beteiligt waren. Den „Eitel-Bink-Wanderpokal“ für die Schule mit den meisten Sportabzeichen im Verhältnis zur Schülerzahl erhielt wie im Vorjahr die Sankt-Martinus-Schule (106 Abzeichen), gefolgt von der Theodor-Weinz-Schule und der Löwenburgschule. Ältester Sportabzeichen-Erwerber war der 80-jährige Otto Geller, die jüngsten Teilnehmer waren Paula Klapheck und Noah Wördemann, beide sieben Jahre alt.

An der Spitze der Vereinswertung stand abermals der TV Eiche mit 43 Sportabzeichen. Carina Sandmann, Botond Herzbach und Henry Steinhauer erreichten ihr zehntes Abzeichen, Ursula Unger konnte ihre 25. erfolgreiche Teilnahme verbuchen. 40 Abzeichen nennt Lothar Kess sein Eigen, übertroffen nur von Berni Klein mit 45 Sportabzeichen. Zwölf Familien schafften das Sportabzeichen gemeinsam.

Ehrung für Rollstuhlbasketball-Nationaltrainer

Für herausragende Leistungen ehrte Neuhoff die Rollstuhlbasketball-Nationaltrainer Martin Otto und Matthias Sonnenschein, die mit ihrem Team Vize-Europameister (Otto) wurden und die U 18-EM-Qualifikation (Sonnenschein) geschafft haben, sowie den langjährigen svb-Vorsitzenden Karl-Gert Hertel. Musikalisch untermalt wurde die Feier vom Musikensemble „Clax“ unter Leitung von Dirk Piecuch. Ob Bad Honnef im Sportabzeichen-Vergleich der Kommunen vorne liegt, zeigt sich in den kommenden Tagen: Dann gibt der Kreissportbund das Ergebnis bekannt.