Bahnhof in Roisdorf SPD will Bürger in Planungen einbeziehen

Bornheim-Roisdorf · Die Sozialdemokraten beantragen die Einrichtung einer Arbeitsgruppe mit breiter Beteiligung. Es geht um die Gestaltung des Bahnhofs und des Umfelds. Die Politik entscheidet Mitte Februar erst im Ausschuss für Stadtentwicklung, dann im Stadtrat.

 Am Roisdorfer Bahnhof und seinem Umfeld soll sich etwas tun.

Am Roisdorfer Bahnhof und seinem Umfeld soll sich etwas tun.

Foto: Stadler

Wie sollen der Roisdorfer Bahnhof und sein Umfeld künftig aussehen? Um in dieser Frage einen breiten Konsens zu erhalten, möchte die SPD-Fraktion im Bornheimer Stadtrat eine Bürgerwerkstatt einrichten.

Wie das Roisdorfer SPD-Ratsmitglied Harald Stadler sagt, habe er seiner Fraktion die Bürgerwerkstatt vorgeschlagen, da man aus den Diskussionen der Vergangenheit lernen sollte. Seiner Ansicht nach sollten der Bürgerwerkstatt Vertreter der Bürgerschaft, aber auch der Bornheimer Architekten, der Gewerbetreibenden im Bereich Bonner Straße und Rosental, des ADFC, des Stadtrats und der Verwaltung angehören.

Stadler und sein Fraktionsvorsitzender Wilfried Hanft hoffen, dass in einer Arbeitsgruppe, die in einem sehr frühen Stadium an der Planung beteiligt werde, es auch zu realistischen und finanzierbaren Ergebnissen komme.

„Nach den Erkenntnissen bei der Planung der Königstraße und des Einkaufsmarktes sollte es jetzt in Roisdorf doch möglich sein, im Konsens mit der Bürgerschaft und den direkt betroffenen Firmen eine städtebauliche Planung auf den Weg zu bringen, ohne eine öffentliche Auseinandersetzung der Parteien damit wieder auszulösen“, ergänzt Stadler.

Behandelt wird der Antrag der SPD im Ausschuss für Stadtentwicklung am Mittwoch, 17. Februar, sowie einen Tag später im Stadtrat am 18. Februar. Zwar steht die Verwaltung dem Vorschlag der Sozialdemokraten offen gegenüber. Letztlich entscheiden muss aber die Politik. Darüber hinaus steht in den beiden Sitzungen auch die grundsätzliche Entscheidung an, die Planungen für eine Umgestaltung des Bahnhofs Roisdorf und seines Umfelds in die Wege zu leiten.

Park-and-ride-Anlage mit 200 Stellplätzen

Mit dem Bebauungsplan Ro 21 sollen sowohl der Bahnhof als auch der Vorplatz an der Bonner Straße sowie der hintere Bereich an der Straße Rosental aufgewertet werden. Zum einen geht es darum, die Parkplatzsituation zu verbessern. So soll an der Straße Rosental eine Park-and-ride-Anlage mit mindestens 200 Stellplätzen entstehen. Hierfür will die Stadt die Fläche kaufen, auf der sich aktuell der EMKA-Markt befindet. Begleitend dazu sollen die Gewerbeflächen in diesem Bereich umstrukturiert werden.

Auf dem Bahnhofsvorplatz sollen zum anderen mindestens 100 Fahrradstellplätze entstehen. Darüber hinaus sollen die Parkmöglichkeiten für Taxis sowie die Haltestellen der Buslinien 633, 817, 818 und 882 verbessert werden. Nicht zuletzt soll der Zugang zu den Bahnsteigen des Bahnhofs barrierefrei werden.

Erste Ideen für den Vorplatz und die Bonner Straße wurden bereits Mitte April 2015 von Manfred Heß und Marcel Schmitz vom Ingenieurbüro Kocks Consult im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt.

Dass das Interesse der Bürgerschaft an einer Beteiligung groß werden könnte, belegt wiederum eine gut besuchte Veranstaltung, die Ende November 2015 stattfand. Damals hatten Studenten der Alfterer Alanus Hochschule Entwürfe zur Neugestaltung des Roisdorfer Bahnhofs präsentiert (der General-Anzeiger berichtete).

Der Ausschuss für Stadtentwicklung tagt am Mittwoch, 17. Februar, im Ratssaal des Rathauses Bornheim, Rathausstraße 2. Beginn ist um 18 Uhr. Der Stadtrat kommt an gleicher Stelle am Donnerstag, 18. Februar, zusammen. Beginn ist ebenfalls um 18 Uhr. Die Tagesordnungspunkte zum Bahnhof Roisdorf und seines Umfeldes sind öffentlich.

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