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Leimersdorfer Tongrube: Lemke bleibt bei Nein zur Deponie

Leimersdorfer Tongrube : Lemke bleibt bei Nein zur Deponie

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke hat erst jüngst in einem Gespräch mit dem General-Anzeiger erneut deutlich gemacht, dass es in der Leimersdorfer Tongrube keine Mülldeponie gegen werde.

Dabei sei es unerheblich, um welche Müllklassifizierungen es sich handele. Trotzdem kommt man in Sachen Tongrube auf der Grafschaft nicht zur Ruhe. Nun sorgte ein CDU-Flyer für Aufregung.

Dort führte CDU-Ortsvorsteherkandidat Günther Armbruster Ziele auf, die die Bürgerinitiative "Aktive Grafschafter" in Alarmstimmung versetzt. Armbruster empfiehlt eine neue Wegführung zur und von der Tongrube über Wirtschaftswege bis hin zur Autobahn.

"Welchen Zweck soll diese Wegeführung erfüllen? Soll Erdreich aus der Tongrube, das dringend zur Verfüllung benötigt wird, leichter abgefahren werden können?" fragt Constance Kunkel von der Bürgerinitiative.

Und weiter: "Soll somit eine unbeobachtete Zufahrt zur Grube ermöglicht werden? Um dann genehmigungspflichtiges Material in aller Ruhe anliefern zu können?" Außerdem wollen die "Aktiven Grafschafter" wissen, wer den Ausbau der Wirtschaftswege für den Schwerlastverkehr bezahlen soll.

Kunkel machte darauf aufmerksam, dass vermutlich noch mehr landwirtschaftliche Fläche geopfert werden müsse, sollte es zur Umsetzung der Armbruster-Pläne kommen. Dabei sei doch stets mitgeteilt worden, dass der Tonabbau in dieser Grube bald abgeschlossen werde. "Der Vorschlag aus dem Wahlprogramm der CDU könnte auch aus der Feder der Betreibergesellschaft stammen", erklärte Kunkel.

Sie erinnerte vielmehr an die Versäumnisse der Grubenbetreiber: Die zugesagte Abdichtung des ausgebeuteten und neu verfüllten Südfeldes fehle, zerstörte Wirtschaftswege seien nicht wieder hergestellt worden. Ein im Zuge von Rekultivierungsmaßnahmen gebauter neuer Rad- und Fußweg sei bis heute nicht offiziell freigegeben.

In großem Stil werde Erdreich - und nicht Ton - abgefahren, obwohl es zur Rückverfüllung benötigt werde.