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Friedensmuseum: Arbeitskreis fürs Friedensmuseum in Remagen

Friedensmuseum : Arbeitskreis fürs Friedensmuseum in Remagen

In Remagen wird sich ein Arbeitskreis zur Konzeptentwicklung für den Themenbereich Friedensmuseum/Brückentürme bilden. Damit will die Stadt die Fäden in die Hände nehmen. Kritik gibt es an dem Hickhack um die Auflösung des Vereins "Friedensmuseum Remagen".

In Remagen wird sich ein Arbeitskreis zur Konzeptentwicklung für den Themenbereich Friedensmuseum/Brückentürme bilden. Diesen Grundsatzbeschluss fasste einstimmig der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt bei seiner jüngsten Sitzung. Jede Fraktion im Remagener Rat wird in diesen Arbeitskreis ein Mitglied entsenden. Dieser soll dann durch fachkundige interessierte Bürger auf zehn Arbeitskreismitglieder erweitert werden. Sozusagen geborener Vorsitzender ist qua Amt Bürgermeister Björn Ingendahl.

„Wir werden die Geschäfte des Vereins und des Friedensmuseums übernehmen“, ließ Ingendahl dann auch an der Grundeinstellung der Remagener Kommunalpolitik keinen Zweifel.

Deutliche Kritik war im Ausschuss zum Hickhack um die Auflösung des Vereins „Friedensmuseum Remagen“ zu vernehmen (der General-Anzeiger berichtete). Von „lächerlicher Posse“ bis „unerträgliches Theater“ reichten dabei die Meinungsäußerungen im Klartext. Auch hier gab Bürgermeister Ingendahl den jüngsten Sachstand wieder.

Denn auch der zweite Auflösungsbeschluss des Vereins vom 6. August wurde juristisch angegriffen. Es gibt ein Urteil, nach dem der Verein diesen Beschluss zur Selbstauflösung zurücknehmen soll. Nach Informationen von Ingendahl wird dies aber nicht geschehen. Letztlich werde ein weiteres Gerichtsurteil über die Auflösung des Vereins entscheiden müssen.

Dies will man in der Remagener Kommunalpolitik aber auf keinen Fall abwarten und hat bereits jetzt den Arbeitskreis ins Leben gerufen. Dieser soll dann gleich dreifach tätig werden.

Wie bereits im Namen ersichtlich soll ein Konzept für das Friedensmuseum und für die Brückentürme entwickelt werden. In Remagen will man aber auch darauf vorbereitet sein, die Arbeit des Vereins ebenso wie den Betrieb des Friedensmuseums kurzfristig übernehmen zu können. Und man denkt auch schon ins Jahr 2019 hinein: Dann steht der 100. Geburtstag der einstigen Ludendorffbrücke ins Haus.

Nach den Vorstellungen des Haupt- und Finanzausschusses soll der Arbeitskreis seine Arbeit sofort aufnehmen. Mit diesem Grundsatzbeschluss sollen die Weichen in Richtung Fortbestand der Brückentürme und des Friedensmuseums gestellt werden.