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Moritz Witten ruderte 2569 Kilometer: Neujahrsempfang beim Wassersportverein Bad Honnef

Moritz Witten ruderte 2569 Kilometer : Neujahrsempfang beim Wassersportverein Bad Honnef

Der Ruderer war im vergangenen Jahr 2569 Kilometer im Boot unterwegs und erhielt dafür einen Pokal. Er war nur einer von vielen Vereinsmitgliedern, die im Bootshaus geehrt wurden.

Pokale, Ehrungen und Gedenken: Mit einem Empfang in festlicher Atmosphäre starteten die Mitglieder des Wassersportvereins Bad Honnef (WSVH) um den Vorsitzenden Kuno Höhmann ins Jahr. Für Unterhaltung im Bootshaus sorgten musikalische Einlagen und Anna Heck mit ihrem kreativen Poetry Slam.

Im Rahmen der Ehrungen nahmen für 20-jährige Vereinstreue Detlev Wasmuth, Jürgen Zich, Sybille Schäfer-Kymmeth, Dieter Schäfer und Uwe Coldewey die silberne Ehrennadel des WSVH in Empfang.

Heinz Kohnen und Erich-Dieter Walkenhorst wurden für ihre 40 Jahre währende Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Mit 84 Jahren zählt Walkenhorst immer noch zu den aktiven Ruderern. Er steigt mindestens einmal pro Woche ins Boot.

Goldene Ehrennadel des Ruderverbandes

Die höchste Treueauszeichnung des Abends, die goldene Ehrennadel des Deutschen Ruderverbandes, erhielten Anton Schneider, Dieter Roos, Walter Dampke und Georg Reins für 50-jährige Mitgliedschaft.

Höhmann charakterisierte die Geehrten augenzwinkernd: Schneider habe beispielsweise einst anlässlich einer Abruderfeier fünf Zentner Kartoffeln geschnibbelt; Roos, der auch „Schabbes“ genannt werde, träume von einer Fahrt im Achter, in dem nur Frauen vor ihm sitzen. Dampke und Reins profilierten sich vor allem durch sportliche Höchstleistungen in jungen Jahren.

Apropos Sport: Beim Empfang wurden auch die traditionellen Wanderpokale verliehen. Regina Koster, Tommi Richter, Moritz Witten, Clemens Issig und Mia Lehnert erhielten jeweils den „Kilometerkönigspokal“. Die meisten Kilometer brachte Moritz Witten im Boot hinter sich: 2569.

Den Hammerstein-Pokal erhielt Kuno Höhmann, der insgesamt viermal die Strecke Bad Honnef-Hammerstein und zurück absolvierte. Der Hannes-Bieker-Pokal für die erfolgreichste Mannschaft oder den besten Einzelathleten ging an Moritz Witten und Clemens Issig für den zweiten Platz bei den deutschen Sprintmeisterschaften sowie an Marc und Tim Danne für den dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften.

Gedenken an verstorbene Mitglieder

Die Wassersportler gedachten auch der im Jahr 2018 Verstorbenen. Ganz still wurde es im Saal, als der Name Annemie ten Haaf fiel. Das Urgestein des WSVH war mit 96 Jahren verstorben. Auch in der Geschichte der Stadt Bad Honnef spielte ihre Familie eine große Rolle: Annemie ten Haafs Bruder war Fischer und Eigentümer des Aalschokkers „Aranka“.

Auch Berthold Ohlig und Susanne Löher, zwei weitere Stützen des traditionsreichen Wassersportvereins, sind im vergangenen Jahr verstorben. Ohlig war für die Erneuerung des Motorbootstegs verantwortlich und zehn Jahre lang Mitglied des Vorstands. Susanne Löher wurde nur 51 Jahre alt. Sie verlor den Kampf gegen ihre schwere Krankheit.