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Votum zum Ersten Beigeordneten: Raffael Knauber überspringt erste Hürde in Rheinbach

Votum zum Ersten Beigeordneten : Raffael Knauber überspringt erste Hürde in Rheinbach

Eine Mehrheit im Rheinbacher Hauptausschuss hat für die Wiederwahl des Ersten Beigeordneten der Stadt gestimmt. Am 29. Oktober entscheidet der Rat endgültig.

Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz sprach mit Engelszunge, doch die SPD ließ sich nicht überreden. Bei der geheimen Wahl zum Ersten Beigeordneten der Glasstadt gab es fünf Gegenstimmen als Raffael Knauber im Haupt- und Finanzausschuss wieder gewählt wurde. Exakt so viele Ratsmitglieder der SPD waren anwesend. Acht Ausschussmitglieder votierten für Knauber.

Man werde die Wahl nicht „abnicken“, sagte Dietmar Danz (SPD), zumal der Wahlbeamte Knauber über CDU-Ticket in sein Amt komme. Raetz fand diese Argumentation „zu einfach“. Es gehe um die Wahl einer Person. Bernd Beißel (CDU) widersprach ebenso: Knauber sei kein CDU-Kandidat. „Die CDU würde auch keinen SPD-Kandidaten wählen“, fand Martina Koch (SPD). Die CDU stimme nicht einmal zehn Prozent der SPD-Anträge im Rat zu, wohingegen die Sozialdemokraten Ja zu „allen sinnvollen Anträgen“ der Christdemokraten sagten, so Koch. „So lange die Praxis so ist, kann man von uns keine Kooperation erwarten, gegen Knauber haben wir gar nichts“, begründete sie die „rein politische Entscheidung“.

Raetz sah darin ein „Bauernopfers“. Die Situation, einen SPD-Kandidaten zu wählen, „hatten wir noch nicht“, sagte er. Die Sache werde „auf dem Rücken des Beigeordneten“ ausgetragen. Ihre Zustimmung zur weiter „vertrauensvollen und verlässlichen Zusammenarbeit“ signalisierte Silke Josten-Schneider (CDU). Dieter Huth (UWG) mochte die „unnachahmliche Art“ Knaubers nicht missen und Heribert Schiebener (Grüne) äußerte sich zufrieden über die Arbeit des „Verwaltungsmannes“, der kein politischer Beamten sei. Am Montag, 29. Oktober, entscheidet der Rat über die Personalie.