Hausdorffstraße 224 in Kessenich Erneut landete ein Auto im Vorgartenzaun

BONN · Und wieder gab es an der Hausdorffstraße 224 in Kessenich einen Unfall. Vor einigen Wochen geriet ein Autofahrer, der nachts unterwegs in Richtung Dottendorf war, auf den Straßenbahngleisen ins Schlingern. Der Wagen prallte gegen die nachgebenden Poller an der rechten Fahrbahnseite und landete in einem Vorgartenzaun.

Für Hauseigentümer Hans Schmitz ist das ein anhaltendes Ärgernis, denn während es laut Polizei beim jüngsten Unfall nur kleine Schäden am Auto gab, muss Schmitz sich nun um die Wiederherstellung seines Zaunes kümmern. Und das könne Monate dauern, weil sein Schlosser erst dann tätig wird, wenn die Versicherung grünes Licht gibt, sagte er. So lange sieht es an dieser Stelle einfach hässlich aus.

Seit einigen Jahren gibt es dort an der Tankstelle, wo die Hausdorffstraße von Kessenich aus gesehen eine Rechtskurve beschreibt, immer wieder Unfälle, vorrangig auf nasser Fahrbahn. Besonderes Risiko stellen dabei die Straßenbahnschienen dar, die immer wieder unterschätzt werden.

Weil die ins Schleudern geratenen Autofahrer vom Gegenverkehr weg lenken, landen ihre Wagen immer wieder auf dem Bürgersteig. Das ist für Schmitz das zweite Problem: Dadurch können jederzeit Fußgänger an dieser Stelle gefährdet werden. Da schützen auch die Poller nicht, die bei Kontakt nachgeben, um die Fahrzeuginsassen zu schützen.

"Viele Leute wechseln an dieser Stelle die Straßenseite", weiß der 90-Jährige. Er sei froh, dass derzeit alle Wohnungen in seinem Haus vermietet sind. Nach einem früheren Unfall habe er Mühe gehabt, angesichts des eingedrückten Zaunes eine freie Wohnung zu vermieten.

Schmitz weiß: "Die Stadt hat keinen Einfluss darauf, wie die Leute fahren." Sprich: Wer an dieser Stelle nicht vorsichtig fährt, den schützen auch die Tempo-30-Zone, Schleudergefahr-Schild, Markierung in der Fahrbahnmitte und farblich hervorgehobene Bordsteine nicht vor einem Unfall. Er macht aber vor allem die vor rund fünf Jahren neu verlegten Gleise dafür verantwortlich - davor habe es dort 50 Jahre lang so gut wie nie Unfälle gegeben.

Die Zahl der Unfälle gehe zurück, heißt es bei der Bonner Polizei: Bislang habe es 2013 nur zwei an dieser Stelle gegeben, 2012 waren es sechs. Dennoch ist das viel. Das Tiefbauamt habe an dieser Stelle eine Griffigkeitsprüfung gemacht, heißt es beim Bonner Presseamt, und diese sei mehr als gut ausgefallen.

Da die Stelle derzeit nicht als polizeilicher Unfallschwerpunkt gewertet werde, stünden derzeit auch keine Überlegungen zu weiteren Maßnahmen an. Jetzt komme es auf die Autofahrer an, vorsichtig zu fahren. Hilfreich dabei sei immer, nicht auf, sondern neben den Schienen zu fahren und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern zu halten.