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Verdächtige Geräusche: Kleinfamilie in Motorraum hält Bonner Polizei in Atem

Verdächtige Geräusche : Kleinfamilie in Motorraum hält Bonner Polizei in Atem

In der Nacht auf Freitag verständigte eine Frau die Bonner Polizei, weil sie verdächtige Geräusche aus ihrem Motorraum wahrnahm. Die Beamten fanden eine ganze Familie.

Freitag der 13. war gerade angebrochen, als um 0.02 Uhr eine Anruferin über Notruf die Einsatzstelle der Bonner Polizei alarmierte. Laut der Beamten hörte sie verdächtige Geräusche aus einem Auto, das ordnungsgemäß auf der Rostocker Straße in Bonn-Buschdorf geparkt war.

Zwei Polizisten umstellten das Fahrzeug und hörten nach eigenen Angaben Geräusche, die offenbar aus dem Motorraum des Mercedes kamen. Die Fahrzeugbesitzerin öffnete die Motorhaube. Dann schauten die Polizisten dem Delinquenten in die Augen: einem Marder, der sein Tun kurz unterbrach und auf die Straße hüpfte.

Wer dachte, dass der Nager nun die Flucht ergreifen würde, sah sich getäuscht. Erwartungsvoll wartete er in einigen Metern Entfernung auf den "Rückzug" der Einsatzkräfte. Diese bemerkten kurz darauf den Grund. Das Raubtier war nicht alleine unterwegs. Im Motorraum wurde Nachwuchs gesichtet, ohne den der kleine Räuber sich offenbar nicht zurückziehen wollte.

Auch mithilfe der Feuerwehr war diesem nicht beizukommen. Also entschlossen sich die Polizisten zum Abzug. Nicht ohne dem Ruhestörer Folgemaßnahmen anzudrohen, wenn er weiter die Nachtruhe stören würde. Ob er mit seinem Nachwuchs dem Platzverweis nachkam und ob bei der Aktion Sachschaden entstand, konnte bislang nicht festgestellt werden