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Rheinland-Pfalz würdigt Verdienste von Erich Krupp: Ehrennadel für den Ex-Wehrchef

Rheinland-Pfalz würdigt Verdienste von Erich Krupp : Ehrennadel für den Ex-Wehrchef

"Eine solche Auszeichnung gibt es nicht oft", machte Staatssekretär Salvatore Barbaro in seiner Laudatio deutlich, doch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sei sehr beeindruckt gewesen von dem, was Erich Krupp in den vergangenen Jahrzehnten ehrenamtlich geleistet habe.

Deshalb habe sie dem langjährigen Wehrleiter der Grafschafter Feuerwehr die Ehrennadel des Landes verliehen, die er nun überreichte. Donnernder Applaus der Grafschafter Feuerwehrkameraden bestätigten beim Kameradschaftsabend in der Bengener Mehrzweckhalle, dass Krupp diese Auszeichnung wahrlich verdient hat.

Mit der Ehrennadel werde Krupps überaus langes ehrenamtliches Engagement gewürdigt, so Barbaro. "Sie waren schon ehrenamtlich aktiv, als ich noch gar nicht geboren war", schmunzelte der Finanzstaatssekretär. Damit habe er dafür gesorgt, dass die Heimat lebenswerter geworden sei und das Gemeinwesen reibungslos funktioniere. Besonders sein Engagement in der Nachwuchsförderung und beim Aufbau der Grafschafter Jugendfeuerwehr sei hervorzuheben.

Krupp habe sich auch für die Gründung der Ehrenabteilung eingesetzt, in die er nun selbst wenige Minuten zuvor aufgenommen worden sei und somit die Früchte seiner Arbeit ernte, freute sich Barbaro. In den drei Jahrzehnten als Wehrleiter habe er sich stets mit Leib und Seele für die Belange der Feuerwehr eingesetzt, aber die Ehrennadel sei nicht nur für seine fachliche Expertise, sondern vor allem als Anerkennung für sein gelebtes Miteinander gedacht.

"Sie gehören zum Gesamtbild der Gemeinde", so Barbaro. Er erinnerte aber auch daran, dass Krupp zusammen mit einigen jungen Feuerwehrkameraden die Blutkrebs-Typisierungsaktion ins Leben gerufen habe, an der rund 700 Menschen teilgenommen hätten. "Nicht nur das beweist, dass Sie als Mensch ein großes Herz besitzen."

Weitere Auszeichnungen

Beim Kameradschaftsabend gab es noch weitere Auszeichnungen. Für 25 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr erhielten Karl-Josef Jöntgen (Karweiler) und der neue Wehrleiter Achim Klein (Oeverich) das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen. Das Leistungsabzeichen in Gold ging an Markus Ockenfels, Thomas Ohlenhard, Florian Ulrich, Martin Krämer, Michael Larscheid und Oliver Ahrend (alle Ringen). Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten Johannes Jung, Christian Stuppning, Stefan Heiler (Eckendorf), Rebecca Tombeux (Leimersdorf), Stefan Saager (Nierendorf), Carsten Schmitt, Thorsten Schmitt (Ringen), Kevin Ulrich und Matthias Schäfer (Lantershofen).

Zum neuen stellvertretenden Löschgruppenführer in Gelsdorf ernannte Bürgermeister Achim Juchem den Kameraden Ralf Sonntag, der am gleichen Tag die erforderliche Prüfung als Gruppenführer erfolgreich bestanden hatte. Auch die Löschgruppe Vettelhoven hat jetzt eine neue Führung, wenn auch nur vorläufig. Denn sowohl Löschgruppenführer Karl-Heinz Schäfer als auch sein Stellvertreter Thomas Schlich-Weber müssen zuerst noch ihre Gruppenführer-Prüfung ablegen. Befördert wurden außerdem Daniel Heß (Gelsdorf), Jan Poppelreuter (Karweiler) und Philipp Schäfer (Lantershofen) zu Oberfeuerwehrmännern, Christian Vormann (Birresdorf) zum Hauptfeuerwehrmann, Ludwig Klein (Lantershofen) zum Löschmeister und Ralf Sonntag (Gelsdorf) zum Brandmeister.

Wehrleiter Achim Klein gab nun seinen ersten Tätigkeitsbericht als Chef der Grafschafter Feuerwehr, nachdem er im vergangenen Jahr das Amt von Erich Krupp übernommen hatte. Derzeit besteht die Feuerwehr aus 245 Mitgliedern, darunter 194 Aktive, 17 Jugendfeuerwehrleute und 34 Mitglieder der Ehrenabteilung. Die Aktiven haben in diesem Jahr bereits 72 Einsätze hinter sich, davon 53 technische Hilfeleistungen und 19 Brandeinsätze. Insgesamt seien dafür 149 Einheiten alarmiert worden.