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Hennefer Wirtschaftsförderin Denis Dückert will verlässliche Ansprechpartnerin sein

Seit Dezember 2019 im Amt : Hennefer Wirtschafsförderin will verlässliche Ansprechpartnerin sein

Denis Dückert ist seit Dezember 2019 neue Hennefer Wirtschaftsförderin. Sie war gerade einmal drei Monate im Amt, als mit der Corona-Krise eine ganz besondere Herausforderung auf sie wartete.

Sympathisch, offen und kompetent – so lässt sich Denis Dückert kurz und knapp beschreiben. Die in Troisdorf geborene und in Eitorf aufgewachsene 38-jährige Ehefrau und Mutter von drei Kindern, die mit ihrer Familie im Hennefer Siegbogen lebt, ist seit Dezember 2019 die neue Hennefer Wirtschaftsförderin. Als Nachfolgerin von Thomas Kirstges, der sich viele Jahre um die Sorgen und Nöte der Hennefer Unternehmer gekümmert hat, war sie gerade einmal drei Monate im Amt, als mit der Corona-Krise eine ganz besondere Herausforderung auf sie wartete.

„Gerade jetzt ist mir die intensive Betreuung der Hennefer Unternehmer besonders wichtig, denn sie sind die Basis und der Motor unserer kommunalen Entwicklung. Deswegen freue ich mich, dass die Unternehmen in Denis Dückert eine kompetente Ansprechpartnerin haben“, sagt Bürgermeister Klaus Pipke über seine neue Wirtschaftsförderin. „Ich möchte mit meiner Arbeit dafür sorgen, dass Hennef für die bereits vorhandenen Unternehmer als Standort attraktiv bleibt, aber auch neue Unternehmer gewinnt“, erläutert Dückert. „Ich sehe es zudem als spannende Aufgabe an, die Stadt als interessanten Wirtschaftsstandort weiter zu etablieren, seine Stärken herauszuarbeiten und weiterzuentwickeln. In meiner Funktion möchte ich eine verlässliche Ansprechpartnerin für die Wünsche und Sorgen von Unternehmen in Hennef sein“.

Dückert kehrte Ende 2019 in die Heimat zurück

Diplom-Ingenieurin Dückert studierte Raumplanung an der Universität Dortmund und absolvierte eine duale Ausbildung zur Diplom-Verwaltungswirtin bei der Stadtverwaltung in Dortmund, um sich vertiefende verwaltungsrechtliche Kenntnisse anzueignen. Nach verschiedenen beruflichen Tätigkeiten bei den Stadtverwaltungen in Dortmund und Münster kehrte sie Ende 2019 in den Rhein-Sieg-Kreis zurück und leitet seit dem 1. Dezember 2019 die Abteilung für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt Hennef.

Ihrer Heimat blieb sie immer verbunden. „Meine Eltern leben in Eitorf, mein Schwiegervater in Zumhof bei Uckerath. Ich war regelmäßig hier und konnte so auch die Entwicklung und den Bevölkerungszuwachs der Stadt Hennef beobachten“, sagt Dückert. Beeindruckt ist sie von der Vielfalt der Unternehmen, die in der Stadt angesiedelt sind. „Vom Gartenbauer bis zum Tätowierer ist alles dabei.“ Nach mehr als fünf Monaten in ihrem neuen Amt hat sie die Erfahrung gemacht, dass es vor allem die kleineren Unternehmen und Einzelhändler sind, die gerne ihre Hilfe in Anspruch nehmen. „Die großen Unternehmen fragen eher ihren Steuerberater um Rat“, sagt sie.

Corona-Krise stellt viele Unternehmer vor große Herausforderungen

Die Corona-Krise habe viele Unternehmer vor große Herausforderungen gestellt. „Da zeigte sich die Solidarität der Hennefer, aber auch der Einfallsreichtum der Einzelhändler, die nicht in Selbstmitleid verfallen sind, sondern Ideen entwickelt haben, um trotzdem noch ihre Waren anbieten zu können.“ Ob es die örtliche Eisdiele war, die kurzerhand einen Lieferservice anbot, oder der Herrenausstatter, bei dem man sich online Kleidung anschauen, in der richtigen Größe bestellen und dann nach Hause liefern lassen konnte – die Aktionen der Hennefer Geschäftsleute waren vielfältig.

Dückert half während der ersten Wochen der Corona-Krise bei der Beantragung von Soforthilfe und ging gemeinsam mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes in die Geschäfte, um vor der Wiedereröffnung den Einzelhändlern Tipps zur Umsetzung der Hygienekonzepte zu geben. Natürlich gibt es laut der Wirtschaftsförderin mit der Neueröffnung des Panorama-Cafés in Stadt Blankenberg positive Nachrichten – trotz der Krise. Die Stimmung in Hennef sei nach wie vor wirklich gut. Dennoch gebe es auch Unternehmer, denen diese Zeit arg zu schaffen macht. „Viele haben Angst vor einem zweiten Lockdown, der sie unter Umständen die Existenz kosten könnte“, sagt Dückert. „Wir unterstützen, wo es geht und rufen beispielsweise die Kunden auf, lokal zu kaufen.“

Eigentlich wollte sie in diesem Jahr bereits Gespräche mit sämtlichen Hennefer Unternehmern führen, um von ihnen zu erfahren, „wo der Schuh drückt“. Aufgrund der Corona-Krise hat sie das ambitionierte Vorhaben auf das kommende Jahr verschoben. Geplant ist zudem eine Revitalisierung des Unternehmerfrühstücks, das künftig nicht mehr in Meys Fabrik, sondern reihum bei den teilnehmenden Unternehmen stattfinden soll. Zudem will Dückert dafür sorgen, dass die Tourist-Information der Stadt sich qualifiziert, um endlich das ersehnte rote „Informations-I“ vom Deutschen Tourismusverband als Zertifikat zu erhalten.

Fragen an Denis Dückert per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@hennef.de