Kommentar : Auf eigene Gefahr

So tragisch der tödliche Badeunfall des 22-Jährigen ist: Man wird ähnliche Fälle am Rotter See in Zukunft nicht vermeiden können - weder durch Einschränkungen noch durch ein komplettes Badeverbot. Das wäre wohl eher kontraproduktiv. Am ehesten kann man etwas durch Aufklärung bewirken.

Gewiss, das klingt zunächst einmal unbefriedigend. Aber was will man sonst machen? Den See sperren? Dann müsste man das ganze Areal umzäunen und Kontrollen sicherstellen. Ergo: Der Aufwand wäre immens. Aber selbst davon werden sich viele nicht abschrecken lassen, wenn sie im Sommer Abkühlung suchen. Auch eine klare Eingrenzung des Badebereichs - etwa durch eine schwimmende Markierung, so wie in manchem Eifel-Maar, würde nicht viel bringen. Es wird immer wieder Übermütige geben, die so etwas ignorieren. Und auch eine Badeaufsicht könnte nicht immer alles verhindern, schon gar nicht in diesem unübersichtlichen Areal.

Nein, da bleibt nur eins. Stadt und DLRG müssen immer wieder aufklären, auf Verhaltensregeln hinweisen und auch durch direkte Ansprache Badegäste sensibilisieren. Ihnen muss klar werden, wie heimtückisch so ein Gewässer sein kann. Wer darin badet, tut das auf eigene Gefahr.