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Kommentar: Voll im Trend

Kommentar : Voll im Trend

Alles andere wäre eine Überraschung gewesen. Wenn die CDU bei einer Bundestagswahl allgemein zulegt, dann zeigt sich dieser Trend auch im Rhein-Sieg-Kreis. Beide Wahlkreise, vor allem der linksrheinische, sind und bleiben von der Union dominiert

Nach einem Wahlkampf ohne Ecken und Kanten haben Norbert Röttgen und Lisa Winkelmeier-Becker ihre Wahlkreise verteidigt und im Vergleich zu 2009 sogar noch zugelegt. Da war selbst das Debakel Röttgens bei der Landtagswahl 2012 vergessen.

Der dritte Gewinner heißt wohl Sebastian Hartmann. Es gilt als wahrscheinlich, dass er für die SPD über die Landesliste in den Bundestag einzieht. Er und seine Parteikollegin Bettina Bähr-Losse wollten im Wahlkampf mit ihrer Verwurzelung in der Kreis- und in der Kommunalpolitik punkten.

Ob die Rechnung aufgegangen ist? Zumindest teilweise. Zwar konnten beide mehr Erststimmen als die SPD-Kandidaten 2009 holen. Doch der Bundestrend dürfte größere Zuwächse verhindert haben. Dass ein gewisser Bekanntheitsgrad an der Basis kein Garant für einen Erfolg bei einer Bundestagswahl ist - das mussten die FDP-Kandidaten Jürgen Peter und Thorsten Knott schmerzlich erfahren.

Auch sie kamen gegen den Bundestrend nicht an. Geradezu erdrutschartig sind die Verluste für die FDP im Kreis - immerhin einer Region, die für die Liberalen in Teilen immer eine sichere Bank war.